Tomaten beugen Hautkrebs vor

Wer viele Tomaten ist, könnte damit sein Hautkrebsrisiko um die Hälfte senken – das ergab zumindest eine Untersuchung an Mäusen. Die sekundären Pflanzeninhaltsstoffe könnten schützend wirken, so US-Forscher.


Tomaten schützten männliche Tiere vor Hauttumoren

Mäuse, die 35 Wochen lang Futter mit zehn Prozent Tomatenpulver erhielten und ultravioletter Strahlung (UV-Strahlung) ausgesetzt wurden, entwickelten zu 50 Prozent weniger Hautkrebstumoren als Tiere, die kein Tomatenpulver fraßen. Das ergab eine Studie von Wissenschaftlern der Ohio State University, die im Journal "Scientific Reports" veröffentlicht wurde. 

Die Forscher vermuten, dass die in Tomaten enthaltenen Carotinoide für den Hautschutz verantwortlich sind. Diese Stoffe geben den Früchten die rote Farbe.

Bei weiblichen Nagetieren ließ sich aber mit Tomatenpulver keine so große Wirkung nachweisen. Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass männliche Tiere empfindlicher auf UV-Licht reagieren und schneller und mehr Hauttumoren entwickeln, die auch größer und aggressiver sind. 


Ganze Frucht wirkt am effektivsten

Bei der Untersuchung vorbeugender Maßnahmen müsse man das Geschlecht berücksichtigen, so die Wissenschaftler. Was bei Männern funktioniere, müsse bei Frauen nicht unbedingt Erfolg zeigen.

Klinische Studien weisen darauf hin, dass Tomatenmark Sonnenbrände reduzieren kann. Auch dafür könnten die in Tomaten enthaltenen Carotinoide verantwortlich sein, die sich nach dem Essen in der Haut des Menschen ablagern. Das hauptsächlich in Tomaten enthaltene Carotinoid Lycopin hat sich dabei als wirksamstes Antioxidans in dem Gemüse erwiesen. Vergleicht man aber die Wirksamkeit eines Lycopinextrakts aus Tomaten mit der des Verzehrs der ganzen Frucht, wirkt die ganze Tomate effektiver, so die Forscher. Mehrere Stoffe aus der Tomate könnten demnach eine Wirkung entfalten.

In der Studie war das Auftreten des weißes Hautkrebses untersucht worden. Dies Form des Krebses ist wesentlich ungefährlicher als der schwarze Hautkrebs, da er in der Regel keine Tochtergeschwülste bildet und nur lokal entfernt wird. 

Quelle: Dr. Julia Hofmann01.08.17Zum AnfangZurück

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