Regelmäßiges Essen schützt vor Sonnenbrand

Die tägliche Nahrungsaufnahme steht mit der Empfindlichkeit der Haut gegenüber Sonnenschäden in Zusammenhang. Wer zu spät isst, dessen Haut scheint gefährdeter für Sonnenbrand, lichtbedingte Hautschäden und sogar Krebs zu sein. Die Funktion der Haut scheint ähnlich wie die anderer Körperfunktionen einem Tag-Nacht-Rhythmus zu unterliegen, den unregelmäßige Essenszeiten stören könnte. Forscher empfehlen deshalb, regelmäßig zu essen.


Hautschutz unterliegt Tageszeitschwankungen

Von gesundheitlicher Bedeutung ist nicht nur, wieviel und was Menschen essen, sondern auch, wann die Nahrungszufuhr erfolgt. US-Forscher fanden heraus, dass unregelmäßiges und vor allem spätes Essen in der Nacht die natürliche Uhr der Haut durcheinanderbringt und sie empfänglicher für Schäden durch ultraviolette Strahlung (UV-Licht) macht. Das späte Essen stört offenbar ein Enzym, dass für den Hautschutz wichtig ist.

Der Zusammenhang zwischen Essenszeiten und Empfänglichkeit der Haut für Sonnenschäden war selbst für die Forscher überraschend. Sie hatten Mäuse untersucht und diese zu unterschiedlichen Zeiten gefüttert. Tiere mit regelmäßigen Mahlzeiten am Tag steckten eine Belastung der Haut mit UV-B-Strahlen am Tag wesentlich besser weg als Tiere, die nachts gefüttert wurden, heißt es in der im "Cell Reports" veröffentlichten Studie der Wissenschaftler.


Regelmäßiges Essen schützt Haut besser vor Sonne

Die Forscher führen das zumindest teilweise auf die geringere Aktivität eines hautschützenden Enzyms zurück. Mit der späten Mahlzeiteinnahme war das Enzym am Tag weniger aktiv und die Haut damit weniger vor UV-Strahlen geschützt.

Die Forscher halten es für wahrscheinlich, dass regelmäßiges Essen die Haut besser vor Sonnenbränden und anderen lichtbedingten Hautschäden schützt. Die biologische Uhr der Haut könnte demnach durcheinandergeraten, wenn unregelmäßig gegessen wird. Dass die Essenzeiten auch andere Stoffwechselleistungen des Körpers beeinflussen, ist bereits bekannt.

Die Ergebnisse sollen zu weiteren Studien veranlassen.

Quelle: Dr. Julia Hofmann04.09.17Zum AnfangZurück

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