Alkoholkonsum als Hautkrebsrisiko

Nicht nur Sonne und Solarium erhöhen das Risiko für Hautkrebs. Forscher finden heraus, dass auch ein hoher Alkoholkonsum das Risiko für den weißen Hautkrebs erhöht.


Jedes alkoholische Getränk mehr könnte Krebsrisiko erhöhen

UV-Strahlung ist ein Risikofaktor für die Entstehung des schwarzen und weißen Hautkrebses. Weißer Hautkrebs entsteht aber möglicherweise nicht nur auf einer stark sonnenbelasteten Haut, sondern auch bei Menschen, die viel Alkohol trinken. Das ergab eine Untersuchung von Forschern der Harvard Medical School in Boston.

Demnach ist jeder Anstieg von zehn Gramm Alkohol am Tag mit einer Erhöhung des Risikos für den weißen Hautkrebs verbunden. Ergebnisse wurden im "British Journal of Dermatology" veröffentlicht. 

In den USA werden jährlich 5,4 Millionen Fälle des weißen Hautkrebses diagnostiziert. Das Basalzellkarzinom ist mit acht von zehn Fällen der häufigste Krebstyp dieser Art. Seltener ist das squamöse Zellkarzinom. 


Heller Hautkrebs zu Beginn oftmals unscheinbar

Bereits 2012 ergab eine Studie, dass Alkoholkonsum das Risiko für das Basalzellkarzinom erhöht. In anderen Untersuchungen fanden sich bislang dagegen keine Zusammenhänge. Wissenschaftler nahmen deshalb die Daten aus insgesamt 307 Studien zum Thema genauer unter die Lupe.

Für eine Analyse eigneten sich 13 Studien mit fast 92.000 Fällen von Basalzellkarzinomen und 3.300 Fällen von squamösen Zellkarzinomen der Haut. 

Mit jeden zehn Gramm des zusätzlichen Alkoholkonsums pro Tag stieg das Risiko für ein Basalzellkarzinom den Ergebnissen zufolge um sieben Prozent und des squamösen Zellkarzinoms um elf Prozent an. Ein alkoholisches Standardgetränk enthält nach Angaben der Studienautoren 14 Gramm Alkohol. 

Alkoholkonsum ist verbreitet und ein veränderbarer Risikofaktor für Hautkrebs, so die Forscher. 

Auch in Deutschland ist ein starker Anstieg von Erkrankungen an hellem Hautkrebs zu verzeichnen. Hautkrebsvorsorgeuntersuchungen helfen, Hautveränderungen zu erkennen. Denn gerade am Anfang ist die professionelle Beurteilung von Hautveränderungen wichtig, denn sie sind oftmals unscheinbar. 

Quelle: Dr. Julia Hofmann24.08.17Zum AnfangZurück

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