Akne im Gesicht oder Rücken: Was hilft?

Akne beginnt häufig in der Pubertät und verschwindet meist nach einigen Jahren von ganz allein. Nicht nur im Gesicht, auch am Rücken können Pickel und Entzündungen aber auch langfristig auftreten. Verschiedene Behandlungen helfen. 


Akne: je nach Schwere unterschiedliche Behandlungen

Akne quält vor allem Teenager. Aber manche Menschen leiden auch als Erwachsene unter den unschönen Hautentzündungen, die auch zu Schmerzen führen können. Während sich manchmal nur einige wenige Pickel etwa im Gesicht entwickeln, können auch flächigere Entzündungsbereiche der Haut auftreten.

Patienten mit Akne produzieren in Hautdrüsen mehr Fett. Die Drüsen reagieren auf Hormone empfindlich. Bei leichter Akne reichen frei verkäufliche Produkte aus Drogerien oder Apotheken meist aus. Bei mäßig schwerer Akne kommen lokale Behandlungen zum Einsatz. Die Produkte enthalten Benzoylperoxid oder Salicylsäure. Sie werden ein- bis zweimal täglich auf das betroffene Hautareal aufgetragen. Die Haut sollte sich nach vier bis acht Wochen bessern.

Insbesondere bei schwerer Akne kommen auch Medikamente in Tablettenform in Frage. Antibiotika können helfen, Bakterien und Entzündungen zu bekämpfen. Antibiotikabehandlungen erstrecken sich oft über mehrere Monate. Eine weitere Möglichkeit besteht in der Beeinflussung der Hormone. Die Pille kann betroffenen Frauen zum Beispiel zu einem besseren Hautbild verhelfen.

Eine Therapie sehr schwerer Akneformen besteht in der Behandlung mit dem Wirkstoff Isotretionin. Die Behandlung kann aber schwere Nebenwirkungen haben und ist für Frauen, die eine Schwangerschaft planen, ungeeignet. Vor der Verschreibung des Medikaments ist meist eine Blutbildkonrolle nötig und auch während der Einnahme sind Blutuntersuchungen wichtig.


Vorbeugung: Sanfte Reinigung, keine Sonne

In der Vorbeugung von Akne spielen einige Verhaltensweisen eine Rolle. Nach dem Schwitzen sollte die Haut gereinigt beziehungsweise gewaschen werden. Sanfte Reinigungsprodukte unterstützen die Reinigung. Hautirritierende Produkte zur Hautreinigung sind zu vermeiden. Auch sollte die Haut nicht durch Reiben irritiert werden. Pickel oder Mitesser sollten nicht aufgekratzt oder ausgedrückt werden. Das kann zu einer vermehrten Bildung von Pickeln und Pusteln sowie Entzündungen und Narben führen. 

Auch die Sonne tut der Haut von Aknepatienten nicht gut und kann zur verstärkten Entwicklung zu Entzündungen führen.
Ob die Ernährung eine Rolle spielt, darüber sind sich Experten uneinig. Während einige meinen, die Ernährung spiele keine Rolle, gibt es aus Studien Hinweise darauf, dass verschiedene Kohlenhydrate, wie etwa in Weißbrot oder Kartoffelchips, die Blutzuckerwerte erhöhen und darüber zu einem verstärkten Auftreten von Pickeln und Entzündungen führen.

Quelle: Dr. Julia Hofmann14.08.17Zum AnfangZurück

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