Sportliche Kinder haben mehr Hirn

Sport könnte Kinder schlauer machen, so das Ergebnis einer spanischen Studie. Körperlich fitte Kinder weisen demnach ein größeres Gehirn auf als Coachpotatos. In verschiedenen Gehirnarealen besitzen sie mehr graue Hirnsubstanz, was ihrer akademischen Laufbahn zugutekommt.


Sport stärkt Gehirnstrukturen von Kindern

Körperlich fitte Kinder weisen andere Hirnstrukturen auf als Kinder, die weniger sportlich sind, ergab eine Studie von Wissenschaftlern der Universität in Grenada. Wie fit die Kinder sind, maßen die Forscher anhand der aeroben Kapazität und der motorischen Fähigkeiten. Die aerobe Kapazität lässt Rückschüsse auf den Muskelstoffwechsel bei Belastung zu.

Die Forscher fanden heraus, dass die aerobe Kapazität mit einem größeren Volumen an grauer Hirnsubstanz in verschiedenen Hirnregionen verbunden ist. Die Bereiche mit dem Mehr an Hirnsubstanz sind für viele kognitiven Fähigkeiten wie Lernen, motorische oder visuelle Prozesse bedeutsam.

In der im Journal "Neuroimage" veröffentlichten Studie waren mehr als 100 übergewichtige Kinder untersucht worden, die an dem "Active Brains Project" teilgenommen hatten. Dieses Projekt wurde von dem Sport- und Gesundheitsinstitut der Universität Grenada initiiert, um die Auswirkungen der körperlichen Fitness auf das Gehirn zu untersuchen und zu klären, ob sportliche Kinder geistig fitter sind als unsportliche.


Bewegung könnte Hirnentwicklung gezielt stimulieren

Die einfache Antwort der Forscher ist: "Ja, die körperliche Fitness von Kindern ist direkt mit Unterschieden wichtiger Hirnstrukturen verbunden, die sich auf akademische Leistungen auswirken."

Auch bessere motorische Fähigkeiten waren mit einem größeren Volumen grauer Hirnsubstanz in zwei Gehirnarealen verbunden, die für die Sprachverarbeitung und das Lesen sehr wichtig sind. Die Muskelkraft allein aber ließ keine direkten Rückschlüsse auf das Hirnvolumen zu.

Die Forscher vermuten, dass Sport und Bewegung geeignet sind, die Hirnentwicklung von (übergewichtigen) Kindern gezielt zu stimulieren.

Quelle: Dr. Julia Hofmann30.11.17Zum AnfangZurück

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