Pokémon Go-Spieler sind glücklicher

Menschen, die Pokémon Go spielen, könnten besonders positiv, freundlich und körperlich aktiv sein, so US-Forscher. Das Spiel war aber auch schon in die Kritik geraten, zum Beispiel aufgrund der Ablenkungs- und Unfallgefahr durch das Spielen.


Studie: Spieler von Pokémon Go sind positiver und körperlich aktiver

Das Spiel Pokémon Go erhielt seit Einführung im vergangenen Jahr nicht nur positive Kritik. Die Presse berichtete immer wieder nicht nur von Vorteilen wie einer Steigerung der körperlichen Aktivität, sondern auch von Unfällen im Verkehr oder der Umgebung aufgrund einer erhöhten Ablenkung. Bei dem Spiel blicken die Teilnehmer nahezu ununterbrochen auf ihr Smartphone, um Pokémon zu fangen und damit im Spiel aufzusteigen. Das Smartphone zeigt an, wo begehrte Spielziele zu erreichen sind.

James Alex Bonus von der Universität Wisconsin-Madison untersuchte um die 400 Menschen, kurz nachdem Pokémon Go auf den Markt gekommen war. Die Studienteilnehmer machten zu ihrem emotionalen Befinden, dem sozialen Leben und ihrer Bewegung Angaben. Ergebnisse wurden im Journal "Media Psychology" veröffentlicht.

Gut 40 Prozent der Befragten spielten Pokémon Go. Spieler waren zu Beginn bewegungsfreudiger als Nichtspieler und wiesen positivere Emotionen auf. Bei den Spielern fiel auf, dass sie eher positive Einstellungen aufwiesen und Dinge benennen konnten, die sie zufriedenstellten und das Leben lebenswert machen. Je mehr Menschen spielten, desto eher knüpften sie neue Kontakte und pflegten alte. 


Popularität des Spiels ließ nach

Überraschenderweise spielten nicht mehr ängstliche und sozial zurückhaltende Personen das Spiel, wie man das vermuten könnte. Oftmals sind ja gerade zurückhaltende Menschen, die schwer Kontakte knüpfen, anfällig für Computerspiele. 

Möglicherweise verbindet das Spiel Spieler miteinander und offenbar hatten viele Teilnehmer großen Spaß daran, mit anderen Spielern loszuziehen. Aktuell ist das Spiel aber nicht mehr so populär wie zur Zeit der Einführung, sodass zu vermuten ist, dass  sich nicht mehr ganz so viele Menschen mit Pokémon Go beschäftigen wie im vergangenen Jahr.

Quelle: Dr. Julia Hofmann17.05.17Zum AnfangZurück

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