Kinder: Kopfschmerzen unterbewertet

Kopfschmerzen und Migräne sind nicht nur ein Problem Erwachsener. Schon Grundschüler leiden unter quälenden Schmerzen, so das "Deutsche Ärzteblatt". Zahen zur Häufigkeit bei Kindern und Jugendlichen ergaben sich aus einer Umfrage an 16 Schulen in Dresden. 


Mehr als die Hälfte der Oberstufenschüler hat häufiger Kopfschmerzen

Immer mehr Kinder sind von Kopfschmerzen und Migräne betroffen. Den Schmerzen bei Kindern und Jugendlichen wird zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet, so Dresdener Ärzte und Wissenschaftler. Sie untersuchten die Häufigkeit von Kopfschmerzen bei Kindern und Jugendlichen in Dresdener Schulen.

Sie gaben über 5.000 Fragebögen aus, in denen Kinder und Jugendliche angaben, wie oft sie unter Kopfschmerzen zu leiden haben. Befragt wurden Kinder aus sieben Grundschulen, drei Gymnasien und 4 Oberschulen. Das SchmerzCentrum der Uniklinik Dresden konnte schließlich 2.500 Fragebögen auswerten.

Nur ein Drittel der Schüler hatte bislang noch nie an Kopfschmerzen gelitten. 36,6 Prozent hatten einmal pro Monat Kopfschmerzen, 31,5 Prozent sogar mindestens zweimal im Monat. Mit dem Alter nahm die Wahrscheinlichkeit von Kopfschmerzen zu, zeigen die Daten der Untersuchung. Bereits 16,6 Prozent der Erstklässler berichteten über häufige Kopfschmerzen. Bei den Jugendlichen der 12. Klasse gaben bereits 55,3 Prozent an, unter häufigen Kopfschmerzen zu leiden.


"Aktion Mütze" für Kinder gegen Kopfschmerzen

Bereits die "Aktion Mütze" des Zentrums für Forschung und Diagnostik bei Implantaten, Entzündungen und Schmerzen (ZIES) war anhand einer Befragung 2016 zu ähnlichen Ergebnissen gekommen. In der Untersuchung hatten sogar 73,9 Prozent der Siebtklässler angegeben, mindestens einmal pro Monat Kopfschmerzen zu haben. Die "Aktion Mütze" stellt Eltern und Lehrern Informationen und Unterrichtsmaterial sowie Hilfsstrategien zu Verfügung. Schüler der siebten Klassen wird das Material kostenlos angeboten.

Das Universitätsklinikum Dresden verfügt über Versorgungsangebote für junge Kopfschmerzpatienten und in der Wissenschaft zu dem zu wenig beachteten Thema aktiv. 

Quelle: Dr. Julia Hofmann28.11.16Zum AnfangZurück

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