Was dunkle Flecken auf dem Auge verraten

Flecken auf dem farbigen Kreis des Auges sehen interessant aus, zeugen oftmals aber von einer größeren Sonnenbelastung im Leben. Der Ursache dunkler Flecken auf der Iris sind Forscher jetzt nachgegangen. Sie könnten mit verschiedenen Augenkrankheiten zusammenhängen.


Sonnenbrände fördern Entwicklung von Irisflecken

Dunkle Flecken auf der Regenbogenhaut (Iris) sind oftmals nicht angeboren, sondern zeugen von einer vermehrten Sonnenbelastung, ergab eine Untersuchung an 600 Schwimmern aus Österreich. Sie ließen sich auf die Augenmale hin untersuchen und machten Angaben dazu, wieviel Sonne sie im Leben ausgesetzt waren und wie es mit dem Sonnenschutz aussah.

Den im Fachjournal "Investigative Ophthalmology & Visual Science" veröffentlichten Ergebnissen zufolge entwickeln sich Flecken mit zunehmendem Alter eher, hängen mit der Anzahl der Sonnenbrände und schweren Sonnenbränden mit Blasenbildung zusammen. Menschen mit dunklerer Augenfarbe entwickeln seltener Flecken auf der Iris wie auch ein guter Sonnenschutz der Haut eher schützend wirkt.

Die sonnenbedingten Flecken treten meist im unteren und äußeren Bereich des Auges auf. Die Wissenschaftler vermuten, dass die oberen Bereiche der Regenbogenhaut durch die Augenbrauen und Nase eher geschützt sind. 


Augenflecken könnten mit Augenkrankheiten zusammenhängen

Die Flecken auf der Iris sind zunächst ungefährlich und stehen auch nicht mit einer bösartigen Entartung von Zellen in Zusammenhang. Die Forscher glauben aber, dass die Flecken ein möglicher Hinweis auf eine vermehrte Anfälligkeit für bestimmte, mit dem Sonnenlicht in Zusammenhang stehenden Erkrankungen sein könnten, zum Beispiel mit dem Grauen Star und einer Maculadegeneration.

Allerdings ist noch unklar, welche Rolle die Sonnexposition bei den verschiedenen Augenkrankheiten spielt. Die Flecken sind aber ein guter Hinweis auf die Sonnenbelastung einer Person und lassen eine Abschätzung zu, so die Forscher. Die Untersuchung zeigt, wie wichtig es ist, nicht nur die Haut, sondern auch die Augen vor der UV-Strahlung zu schützen.

Quelle: Dr. Julia Hofmann10.08.17Zum AnfangZurück

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