Plötzlicher Kindstod: Risiko Frühgeburt

Frühgeborene Kinder weisen ein erhöhtes Risiko auf, den Plötzlichen Kindstod  zu erleiden. Darauf weisen US-Ärzte hin. Eltern zu früh geborener Kinder sollten besonders gut informiert werden.


Risikofaktoren für Plötzlichen Kindstod

Im Vergleich zu Kindern, die zum errechneten Geburtszeitpunkt auf die Welt kommen, haben Frühgeborene ein erhöhtes Risiko für den Plötzlichen Kindstod. Wenn man Frühgeburten auch bisher nicht verhindern kann, sollte man sich des Risikos bewusst sein und Empfehlungen zur Vorbeugung des Plötzlichen Kindstods befolgen.

Der Plötzliche Kindstod ereignet sich plötzlich und unvorhersehbar bei Kindern im ersten Lebensjahr, die zuvor vollkommen gesund erschienen. Die Ursachen des plötzlichen Todes sind nicht hinreichend aufgeklärt, doch ließen sich eine Vielzahl von Risikofaktoren ausmachen, die beeinflussbar sind. Risikofaktoren sind zum Beispiel das Schlafen in Bauch- und Seitenlage, Rauchen in Gegenwart des Kindes beziehungsweise in der Wohnung, niedriges Geburtsgewicht, Überwärmung im Kinderbett oder zu warme Umgebungstemperatur und Schlafen im Elternbett.


Forscher: Auffälligkeiten mit dem Arzt besprechen

Der aktuellen Untersuchung zufolge weisen Kinder, die zwischen der 24. und 27. Schwangerschaftswoche geboren wurden, das höchste Risiko für den Plötzlichen Kindstod auf. 25 Prozent der Todesfälle ereignen sich aufgrund von Erstickung, ergaben Studien. Deshalb ist auf geeignete Schlafstätten ohne Kissen, Decken, Nestschutz oder Stofftiere zu achten, die Kindern zur Gefahr werden könnten.

Die Forscher halten es für sehr wichtig, Eltern von frühgeborenen Kindern über das erhöhte Risiko des Plötzlichen Kindstods zu informieren und sicher zu stellen, dass sie verstanden haben, wie sie diesem vorbeugen können. Auch sollten Eltern Alarmsignale erkennen und darauf reagieren. Dazu gehören auffällige Blässe oder Schlaffheit des Kindes, Atempausen im Schlaf, schwere Weckbarkeit, blaue Lippen und Schwitzen im Schlaf. Auch Verschlucken, Erbrechen, schrilles Schreien oder ein vermindertes Wachstum können auf ein erhöhtes Risiko hindeuten. Eltern, die Auffälligkeiten feststellen, sollten das Kind beim Kinderarzt vorstellen.

Quelle: Dr. Julia Hofmann07.07.17Zum AnfangZurück

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