E-Zigarette: Manche Aromen für Herz gefährlich

E-Zigaretten zu dampfen könnte gesünder sein als Zigaretten zu rauchen – harmlos muss es deshalb aber nicht sein: Dies zeigt eine aktuelle Studie, die ergab, dass einige Aromen den Herzmuskel schädigen können.


E-Zigaretten sind vor allem bei der Jugend populär

Manche Liquids für elektronische Zigaretten könnten dem Herz gefährlich werden. Einige der vielen unterschiedlichen Aromen, die in der E-Zigarette elektronisch verdampft und deren Dampf dann inhaliert wird, zeigten sich in einer Studie als den Herzmuskel schädigend. Zu diesen Aromen gehören zum Beispiel Zimt und Zitrus. Ergebnisse der Studie wurden anlässlich der "American Heart Association's (AHA) Scientific Sessions 2017" vorgestellt.

Seit der Einführung der E-Zigarette vor mehr als zehn Jahren wurde das elektronische Dampfen immer populärer. Besonders junge Menschen greifen immer häufiger zur E-Zigarette. In amerikanischen Schulen war zwischen 2011 und 2015 eine Zunahme des Dampfens von 900 Prozent zu verzeichnen. 

E-Zigaretten erwiesen sich in einigen Studien gesünder als das Rauchen konventioneller Zigaretten. Die Gefahren, die durch das Einatmen des Dampfes und seiner Chemikalien entstehen, sind Gegenstand von Untersuchungen und bislang nicht hinlänglich bekannt. Das Dampfen wurde bereits mit einem erhöhten Herzkreislaufrisiko in Zusammenhang gebracht und auch die Herzaktivität könnte gestört werden. Es wurde vermutet, dass diese Störungen dem in der Flüssigkeit enthaltenen Nikotin geschuldet sind.


Chemikalien aus Aromen können Herzmuskelzellen direkt schaden

In der neuen Studie zeigte sich, dass verschiedene den Flüssigkeiten für E-Zigaretten zugesetzte Aromen den Herzmuskelzellen direkt schaden könnten und die Herzaktion stören. In der Studie waren aber nur 15 Aromen untersucht worden. Tatsächlich sind jedoch Tausende verschiedener Liquids auf dem Markt. 

Die Forscher warnen davor zu glauben, E-Zigaretten wären vollkommen harmlos. Sie empfehlen, nicht nur auf das Rauchen, sondern auch auf das Dampfen zu verzichten.

Quelle: Dr. Julia Hofmann24.11.17Zum AnfangZurück

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