Asthma: Ernährung und Bewegung helfen

Wer unter Asthma leidet und nicht übergewichtig ist, profitiert von einer gesunden Ernährung und körperlicher Aktivität. Denn fitte Asthmapatienten haben weniger Symptome. Gerade Sport fällt vielen Menschen mit Asthma schwer. Bedenken müssen die meisten Patienten aber nicht haben, so Forscher.


Asthmapatienten haben oft Angst vor Sport

Weniger Beschwerden, eine verbesserte Fitness und eine bessere Lebensqualität können Asthmapatienten erreichen, wenn sie regelmäßig Sport treiben. Dabei darf die Bewegung auch herausfordernd und anstrengend sein, ergab eine dänische Studie, die anlässlich des Internationalen Kongresses der European Respiratory Society vorgestellt wurde.

Asthma ist eine verbreitete Krankheit, etwa einer von zehn Menschen in der westlichen Welt leidet unter der Atemwegserkrankung. Die meisten Betroffenen erhalten täglich Medikamente, um die Asthmasymptome zu kontrollieren. Viele Asthmapatienten sind mit körperlicher Anstrengung vorsichtig, weil sie fürchten, dies könnte Beschwerden auslösen. 

Die aktuelle Studie kommt aber eher zu dem Schluss, dass Sport hilft, die Symptome wie keuchender schneller Atem, Engegefühl in der Brust und Luftnot zu verbessern. Aus Studien mehren sich die Hinweise darauf, dass übergewichtige Asthmapatienten von einer gesunden Ernährung und Sport profitieren, so Forscherin Louise Lindhardt Toennesen von der Bispebjerk Universität in Kopenhagen. Sie wollte wissen, ob das auch für normalgewichtige Asthmapatienten zutrifft.


Gesund lebende Asthmapatienten haben weniger Beschwerden 

149 Patienten nahmen an vier Gruppen teil, die sich verschieden ernährten und teilweise an einem Bewegungsprogramm teilnahmen. Einige Gruppen erhielten eine proteinreiche Diät mit niedrigem glykämischen Index, der helfen soll, den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren. Sportgruppen bewegten sich dreimal pro Woche intensiv, sodass die Herzfrequenz anstieg, durchsetzt mit Phasen leichterer Bewegung.

Die Forscher prüften die Fitness und die Stärke der Probanden und machten Lungenfunktionsuntersuchungen. Zudem gaben die Patienten die Schwere ihrer Symptome an und schätzten ihre Lebensqualität ein. 

Intensives Sporttraining erwies sich als sicher. Zwar besserte sich die Funktion der Lunge nicht, doch konnte Sport in Verbindung mit einer gesunden Ernährung zu einer verbesserten Symptomkontrolle und Lebensqualität beitragen. Auch die Fitness wurde besser. Teilnehmer mit Sport und gesunder Ernährung schätzen ihre Symptome zu 50 Prozent besser ein als Teilnehmer der Kontrollgruppe, die weder Sport machten noch die Ernährung umstellten. Auch Teilnehmer, die nur körperlich aktiv waren oder die nur ihre Ernährung umstellten, profitierten, allerdings nicht in einem Rahmen, der statistische Signifikanz erreicht.

Die Forscher empfehlen bei Asthma grundsätzlich, sportlich aktiv zu sein und auf die Ernährung zu achten.

Quelle: Dr. Julia Hofmann26.09.17Zum AnfangZurück

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