Wurmprotein könnte Asthma heilen

Fadenwürmer könnten für Asthmapatienten heilsam sein. Ein Protein der Würmer könnte vor allergischen Reaktionen schützen. Die meisten Asthmapatienten leiden unter Allergien, Asthma ohne Allergien ist selten.


Forscher hoffen auf Entwicklung von neuen Medikamenten

Ein Proteinmolekül aus Fadenwürmern bewahrt Mäuse vor allergischen Reaktionen, fanden britische Forscher heraus. Die Wissenschaftler hoffen, damit der Heilung von Asthma näherzukommen. Asthma betrifft weltweit viele Millionen Menschen.

Schon seit einigen Jahren ist bekannt, dass Infektionen mit parasitären Würmern Menschen vor Asthma schützen. Nur wären wohl die wenigsten Patienten damit einverstanden, mit Würmern infiziert zu werden. Die Wissenschaftler hoffen jetzt, dass aufgrund ihrer Entdeckung innerhalb der kommenden fünf bs zehn Jahre ein Medikament entwickelt werden kann, das vor allergischen Reaktionen schützt, die Asthma und andere Erkrankungen verursachen.

Bei Asthma kommt es zu einer chronischen Entzündung der Atemwege, die auf verschiedene Substanzen (Allergene) stark reagieren. Als Reaktion darauf verengen sich die Atemwege und behindern das Atmen. Die Bronchien können auch anschwellen und die Innenauskleidung der Atemwege produziert Schleim, der die Atemwege zusätzlich verengt. Kurzatmigkeit, Engegefühl in der Brust, Husten und Keuchen sind typische Asthmasymptome. Schwere Asthmaanfälle bedürfen oftmals der Notfallbehandlung und sind lebensgefährlich.


Asthma und Allergien kommen fast immer zusammen vor

Die meisten Asthmapatienten leiden unter Allergien. Verschiedene Substanzen beziehungsweise Allergene sind zum Beispiel Hausstaub oder Pollen. Aber auch Zigarettenrauch, kalte Luft oder starke Emotionen können einen Asthmaanfall triggern. Verschiedene Behandlungen helfen Patienten, die Symptome zu kontrollieren, eine Heilung von Asthma ist bislang aber nicht möglich.

Die von Würmern ausgeschiedenen Substanzen unterdrücken die Antwort des Immunsystems auf Allergene. Die Studie wurde im Fachjournal "Immunity" veröffentlicht.

Quelle: Dr. Julia Hofmann26.10.17Zum AnfangZurück

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