Was schlechter Innenluft vorbeugt

Auch zu Hause in den Innenräumen kann die Luft schlecht sein. Hauptverursacher sind Zigarettenrauch, Kerzen, Reinigungsmittel sowie das Braten von Nahrungsmitteln. Die Luftverschmutzung zu Hause kann zu Gesundheitsstörungen beitragen, besonders bei Kindern.


Feine Partikel verschmutzen Innenluft

Welche Quellen die Ursache für Luftverschmutzung im häuslichen Umfeld sind, untersuchten Wissenschaftler der San Diego State University. Wenig überraschend identifizierten sie als eine der Hauptquellen schlechter Luft Zigarettenrauch. Aber auch das Braten, die Verwendung von Reinigungsmitteln und der Gebrauch von Kerzen tragen dazu bei, dass die Luft mit feinen Partikeln belastet ist. Eine weitere Quelle ist den Studienergebnissen zufolge das Rauchen von Marihuana.

Die US-Forscher untersuchten die Luft in den Haushalten von 300 Familien aus San Diego, denen mindestens ein Familienmitglied im Alter von 14 Jahren oder jünger angehörte und bei denen mindestens ein Familienmitglied rauchte. Sie maßen die Luftpartikel in der Nähe des Ortes, an dem geraucht wurde und im Kinderzimmer. Bei der Messung wurde kontinuierlich die Menge feiner Partikel in der Größe zwischen 0,5 und 2,5 Mikrometer gemessen. In diesem Größenbereich finden sich Partikel wie Nebel, Pilzsporen, Autoabgase und Nebenprodukte bei Verbrennung.

Partikel dieser Größe haben für die Gesundheit des Menschen Bedeutung, denn sie können in die Tiefe der Lunge gelangen und darüber nicht nur die Atmung, sondern auch das Risiko für Herzkreislaufkrankheiten beeinflussen.


Hohe Partikelkonzentration in der Luft durch Rauchen

Während der dreimonatigen Beobachtung wurden die Familien zudem zweimal nach ihren häuslichen Aktivitäten befragt, etwa ob sie kochten, putzten oder rauchten.

Wurde zu Hause in Innenräumen geraucht, war die durchschnittliche Partikelkonzentration in der Luft fast doppelt so hoch wie in Haushalten, in denen nicht geraucht wurde. Interessant war, dass eine Luftverschmutzung durch das Rauchen von Marihuana ebenfalls häufig vorkam. Ergebnisse wurden im Journal "PLOS ONE" veröffentlicht.

Die Forscher hoffen, mit ihrer Untersuchung zu einer Verbesserung der Luft in Innenräumen beitragen zu können. Sie möchten jetzt Geräte für den Hausgebrauch entwickeln, die über die Luftqualität Auskunft geben.

Quelle: Dr. Julia Hofmann01.06.17Zum AnfangZurück

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