Schwangerschaft: Fischöl reduziert Asthmarisiko

Omega-3-Fettsäuren sind dafür bekannt, gesund zu sein. Die Einnahme eines Nahrungsergänzungsmittels mit dem Fett in der Schwangerschaft könnte das Asthmarisiko des Nachwuchses senken, ergab eine aktuelle Untersuchung dänischer und kanadischer Forscher.


Omega-3-Fette in der Schwangerschaft kommt Kindern zugute

Omega-3-Fettsäuren gehören mit Omega-6-Fettsäuren zu einer Klasse gesunder mehrfach ungesättigter Fette, die in verschiedenen Nahrungsmitteln wie Leinsamen, Fisch und Nahrungsergänzungsmitteln wie Fischöl vorkommen. Werden Omega-3-Fettsäuren direkt über die Nahrung konsumiert, sind einige gesundheitliche Vorteile zu erwarten: Nachgewiesen wurde ein Schutz der Gefäße des Herzkreislaufsystems und damit ein Schutz vor der Koronaren Herzkrankheit und Herzinfarkt sowie ein geringeres Risiko für einen geistigen Abbau und der Entstehung einer Alzheimerdemenz oder anderen Demenzform.

Schwangeren werden ein- bis zwei Fischmahlzeiten pro Woche empfohlen, damit die werdende Mutter und das ungeborene Kind ausreichend mit gesunden Fetten versorgt sind. Ein gesundheitlicher Nutzen ist belegt und wird jetzt durch einen weiteren ergänzt. Kinder von Müttern, die in der Schwangerschaft gut mit Omega-3-Fettsäuren versorgt sind, könnten weniger wahrscheinlich Asthma entwickeln, ergab eine Studie. 


Schwangerschaft: Asthmarisiko durch Ernährung senken

Laut US-Centers for Disease Control and Prevention leiden etwa 6,3 Millionen Kinder in den USA unter Asthma. Das sind 8,6 Prozent aller Kinder. Die Häufigkeit hierzulande ist vergleichbar. Forscher vermuteten nun, dass die Zunahme von Asthmaerkrankungen bei Kindern mit der Ernährung und einer zu geringen Aufnahme entzündungshemmender Omega-3-Fette zusammenhängen könnte.

Die Wissenschaftler starteten eine Langzeituntersuchung mit über 730 Frauen, die in der Schwangerschaft begann und fünf Jahre lang auch die Kinder verfolgte. Es zeigte sich ein Zusammenhang zwischen der Entwicklung einer späteren Asthmaerkrankung der Kinder und der Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren in der Schwangerschaft. Schwangere, die während des letzten Schwangerschaftsdrittels täglich mit dem Fett versorgt waren, konnten das Asthmarisiko ihrer Kinder um 31 Prozent senken. Dabei wiesen Kinder von Müttern, die in der Schwangerschaft zusätzlich täglich mit dem Fett versorgt worden waren, ein fast 17-prozentiges Risiko für Asthma auf, Kinder, deren Mütter keine Nahrungsergänzungsmittel während des Schwangerschaft eingenommen hatten, dagegen ein 23,7-prozentiges Risiko auf, so die Ergebnisse der Studie im "New England Journal of Medicine".

Quelle: Dr. Julia Hofmann13.01.17Zum AnfangZurück

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