Haustiere können vor Asthma schützen

Haustiere, aber auch Ungeziefer und andere Allergene können Kinder vor Asthma schützen. Allerdings sollten die Kinder mit den Allergenen bereits im Alter von unter drei Jahren Kontakt haben.


Forscher analysierten Allergene im häuslichen Umfeld

Etwa zehn Prozent der Kinder in Deutschland leiden unter Asthma. Der Kontakt zu Allergenen kann Symptome oftmals verschlimmern. Häufig asthmatische Beschwerden auslösende Allergene sind Pollen, Tierhaare oder Hausstabmilben. Auslösende Allergene sollen betroffene Kinder deshalb so gut es geht meiden.

Die aktuelle Studie zeigt, dass Tierallergene und Ungeziefer aber auch einen gegenteiligen Effekt haben können und Kinder vor Asthma schützen, wenn sie mit den Allergien frühzeitig und vor Beendigung des dritten Lebensjahres Kontakt haben. Dies leitet sich aus den Daten einer noch laufenden US-Studie ab.

Die Studie "Urban Environment and Childhood Asthma" (URECA) begann im Jahr 2005. Gesammelt wurden seitdem Daten zu den Asthmarisikofaktoren an 560 Kindern aus verschiedenen US-Bundesstaaten, die in Städten lebten. Alle Kinder wiesen ein hohes Asthmarisiko auf, weil mindestens ein Elternteil an Allergien oder Asthma litt.

Die Wissenschaftler sammelten zu drei verschiedenen Zeitpunkten Allergene in den Wohnungen der Kinder, als diese drei Monate, zwei und drei Jahre alt waren. Zudem analysierten sie die Bakterien im Hausstaub. 


Hunde, Katzen und sogar Kakerlaken können vor Asthma schützen

Dabei zeigte sich, dass verschiedene Allergene im Hausstaub Kinder vor Asthma schützten. Das waren vor allem Allergene von Kakerlaken, Mäusen und Katzen. Je höher die Konzentration dieser Allergene im Hausstaub vor dem dritten Geburtstag der Kinder war, desto unwahrscheinlicher war das Auftreten von Asthma bis zum Alter von sieben Jahren. Auch das Auftreten von Hundeallergenen wirkte sich günstig aus.

Rauchen in der Schwangerschaft, mütterlicher Stress und Depressionen dagegen erhöhen das Asthmarisiko. Die Forscher veröffentlichen ihre Studie in der Fachzeitschrift "Journal of Allergy and Clinical Immunology".

Quelle: Dr. Julia Hofmann02.10.17Zum AnfangZurück

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