Ultraschall der Urogenitalorgane

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Methode zu Ultraschall der Urogenitalorgane

Die Ultraschall-Untersuchung oder Sonografie der Urogenitalorgane umfasst die bildgebende Untersuchung der Geschlechtsorgane und/oder der ableitenden Harnwege mit Ultraschallwellen. Es ergeben sich Hinweise auf Größe, Beschaffenheit und Funktion der Organe sowie bei einer Untersuchung mit Doppler-Ultraschall auch auf Strömungsverhältnisse von Blutgefäßen und Durchblutung.

Wie funktioniert der Ultraschall der Urogenitalorgane?

Das Prinzip der Untersuchungstechnik ist das der Ultraschall-Untersuchung. Je nach zu untersuchenden Organen eignet sich eine von der Haut des Unterbauchs ausgehende Untersuchung oder eine Untersuchung durch Scheide oder Darm (Endosonografie).

Wozu dient die Untersuchung?

Beurteilbar sind die ableitenden Harnwege wie Nieren, Harnblase und Harnleiter sowie die Geschlechtsorgane der Frau (Gebärmutter, Eierstöcke, Vagina) und des Mannes (Samenblasen, Vorsteherdrüse, Penis, Hoden).
Darüber hinaus erlaubt eine Untersuchung mit Doppler-Sonografie die Beurteilung der Durchblutung und Strömungsverhältnisse von Gefäßen.
Die Untersuchung kann bei vielen verschiedenen Erkrankungen wertvolle Hinweise ergeben, beispielsweise bei:
  • Entzündungen
  • Tumoren
  • Steinleiden
  • Missbildungen
  • Harnabflussstörungen
  • Erkrankungen der weiblichen und männlichen Geschlechtsorgane
  • Durchblutungsstörungen.

Was ist im Vorfeld der Untersuchung zu beachten?

Meist bedarf es keiner speziellen Vorbereitung.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Die Ultraschalluntersuchung erfolgt meist liegend. Einige Untersuchungen gehen vom Unterbauch aus. Die Geschlechtsorgane der Frau lassen sich jedoch besser mit einer vaginalen Ultraschalluntersuchung beurteilen, die des Mannes mit einer Untersuchung über den Darm Transrektaler Ultraschall.

Alternativen zu Ultraschall der Urogenitalorgane

Risiken

Die Ultraschall-Untersuchung ist so gut wie schmerzfrei und nicht mit Nebenwirkungen behaftet. Auch Komplikationen sind nicht zu erwarten.

Alternativen

Vergleichbare schonende bildgebende Diagnostik gibt es kaum. Röntgenuntersuchung und Computertomografie (CT) sind meist kein Ersatz, jedoch häufiger weitergehende Untersuchungen. Beide Arten der Untersuchung sind mit einer Strahlenbelastung verbunden. Die Kernspintomografie (MRT) kann ebenfalls eine weiterführende Untersuchung sein. Sie kommt ohne Strahlen aus, ist aber aufwändiger.

Kosten zu Ultraschall der Urogenitalorgane

Bei medizinischer Verordnung übernimmt die Gesetzliche Krankenkasse (GKV) die Kosten der Untersuchung. Ultraschall-Untersuchungen der Urogenitalorgane werden aber auch als Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) angeboten, die dann selbst bezahlt werden muss.

Daten/Fakten zu Ultraschall der Urogenitalorgane

Einige Ultraschall-Untersuchungen, etwa der Blase und Vorsteherdrüse, werden manchmal als Privatleistung empfohlen und angeboten und sollen der Vorsorge von Blasenkrebs und Prostatakrebs dienen. Beide Krebsarten verursachen erst spät Beschwerden. Ob diese Untersuchungen im Einzelfall beansprucht werden sollten, ist nicht pauschal zu beurteilen. Bei erhöhtem Risiko für eine Krebserkrankung kann eine Untersuchung möglicherweise der Beruhigung dienen.

Links zu Ultraschall der Urogenitalorgane

Bundesamt für Strahlenschutz
www.bfs.de/

Krebsinformationsdienst
www.krebsinformationsdienst.de/ultraschall

Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e. V. (DEGUM)
http://www.degum.de
Autor: Hofmann, Julia19.02.2016

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