Sputum

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Methode zu Sputum

Die Untersuchung abgehusteten Schleims (Sputum) gibt Aufschluss über Erkrankungen der Atemwege. Möglich ist eine Untersuchung der Zusammensetzung des Sputums, auf Krankheitserreger oder bösartige Zellen.

Wie funktioniert die Sputumuntersuchung?

Proben des Bronchialsekrets lassen sich nicht nur per Augenschein, sondern auch mikrobiologisch und mikroskopisch untersuchen und bestimmen. Das Anlegen von Kulturen ermöglicht die Identifikation von krankheitserregenden Bakterien oder Pilzen. Die Untersuchung des Sekrets unter dem Mikroskop ermöglicht das Erkennen bösartiger Zellen bei Krebserkrankungen der Lunge und Bronchien.

Wozu dient die Sputumuntersuchung?

Sie dient der Diagnose verschiedener Lungenerkrankungen:

Was ist im Vorfeld der Untersuchung zu beachten?

Vor der Untersuchung ist nicht Besonderes zu beachten. Um Sekret aus den tieferen Bronchien zu erhalten, ist möglicherweise vorher eine Inhalationsbehandlung notwendig.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Für den Gewinn der Probe ist lediglich das Abhusten und Auffangen von Bronchialsekret notwendig. Nach einer gründlichen Mundreinigung mit Zähneputzen kann Sekret in ein steriles Gefäß abgegeben werden. Kann nicht spontan abgehustet werden, ist vorher möglicherweise eine Inhalation mit Kochsalz oder schleimlösenden Medikamenten nötig. Eine Sputumuntersuchung ist auch im Rahmen an eine Lungenspiegelung (Bronchoskopie) möglich.

Alternativen zu Sputum

Mögliche Komplikationen

Das Abhusten des Sputums ist mit keinen Komplikationen verbunden. Die Bronchoskopie als alternative Methode der Sputumgewinnung kann Nebenwirkungen und Komplikationen aufweisen.

Alternative Untersuchungen

Erkrankungen der Lunge lassen sich auch durch Abhören und Abklopfen sowie mit bildgebenden Verfahren wie Röntgenuntersuchung oder Computertomografie (CT) erkennen. Daneben spielen Lungenfunktionsprüfungen eine Rolle. Die Bronchoskopie (Lungenspiegelung) dient ebenfalls der Diagnostik und Therapie von Lungenerkrankungen, zudem lässt sich Sputum gewinnen.

Kosten zu Sputum

Hält der Behandler die Untersuchung für notwendig, übernimmt die Gesetzliche Krankenkasse (GKV) die Kosten. Die Untersuchung wird aber auch häufig im Bereich der Lungenkrebsvorsorge als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) angeboten und ist dann selbst zu bezahlen. Die Kosten belaufen sich auf 50.- bis 120.- Euro.

Daten/Fakten zu Sputum

Die Sputumuntersuchung soll auch der Früherkennung von Lungenkrebs dienen. Dieser Nutzen ist aber nicht belegt und die Ergebnisse der Untersuchung sind nicht als sicher zu bewerten. Etwa die Hälfte tatsächlicher Erkrankungen lassen sich nicht diagnostizieren. Ein weiteres Problem sind falsch positive Befunde, die unnötige Ängste hervorrufen. Derzeit existiert keine anerkannte Methode der Lungenkrebsfrüherkennung.

Links zu Sputum

Anleitung zur Sputumgewinnung
www.med.uni-duesseldorf.de/Sputum

Informationen der AOK zur Sputumuntersuchung als Lungenkrebsvorsorgeleistung
www.aok.de/Sputum
Autor: Hofmann, Julia11.02.2016

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