Funktionelle Magnet-Resonanz-Tomographie

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Methode zu Funktionelle Magnet-Resonanz-Tomographie

Die funktionelle Magnetresonanztomografie (fMRT) ist eine bildgebende Untersuchung der Hirnaktivität. Die Stoffwechselaktivität und damit indirekt der Sauerstoffverbrauch verschiedener Hirnareale wird in Ruhe und bei verschiedenen Aufgabenstellungen sichtbar.

Wie funktioniert die fMRT?

Die Methode erlaubt es, Veränderungen der Gewebedurchblutung zu messen. Dies ermöglicht der sogenannte BOLD-Effekt, mit dem die unterschiedlichen magnetischen Eigenschaften von sauerstoffreichem und sauerstoffarmem Blut genutzt werden. Bestimmte Reize können die Aktivität von Hirnarealen erhöhen und so zu einer vermehrten Durchblutung führen. Unterschiede zwischen Ruhezustand und Aktivität der Nervenzellen lassen sich registrieren, visuell zuordnen und in bunten Bildern darstellen.

Wann wird die fMRT angewendet?

Die Untersuchung der Hirnaktivität spielt vor allem bei verschiedenen neurologischen und psychischen Erkrankungen (Depression, Schizophrenie, Demenz) eine Rolle. Auch vor operativen Eingriffen, etwa zur Entfernung eines Tumors, ist die Untersuchung mitunter hilfreich.

Was ist vor der Untersuchung zu beachten?

Einer besonderen Vorbereitung auf die Untersuchung bedarf es nicht. Allerdings liegt der Betroffene je nach Untersuchungsgebiet für eine unterschiedlich lange Zeitdauer in einer bis zu ein Meter langen und relativ engen Röhre. Viele Personen entwickeln in der Röhre Angstzustände.
Elektromagnetische Gegenstände wie Schmuck, Haarspangen, Geldstücke, Prothesen müssen vor der Untersuchung abgelegt werden. Der Behandler muss über metallhaltige Implantate informiert sein. Personen mit Herzschrittmacher sind von der Untersuchung ausgeschlossen. Auch künstliche Herzklappen aus Metall sowie andere Implantate bei unbekanntem Material können ein Ausschlusskriterium sein.

Wie läuft die fMRT ab?

Mit einem Ohrschutz und mit dem Kopf voran wird der Proband auf einem fahrbaren Tisch liegend in eine geschlossene Röhre geschoben. Eine anatomische Bildgebung ermöglicht zunächst die genaue Darstellung von Hirnstrukturen in Ruhe. Anschließend folgen die fMRT-Aufnahmen unter verschiedenen Aufgabenstellungen, die sensorischer, motorischer oder anderer Natur sein können.

Alternativen zu Funktionelle Magnet-Resonanz-Tomographie

Risiken

Die Untersuchung ist sehr sicher und mit keinen Nebenwirkungen verbunden. Auch gibt es keine Strahlenbelastung. Gefahr besteht lediglich für Personen mit eisenhaltigen Implantaten, zum Beispiel Herzschrittmacher, Insulinpumpen, Neurostimulatoren oder Innenohrprothesen.
Denn diese können sich verlagern und erwärmen. Festsitzender Gelenkersatz oder Zahnersatz ist in der Regel kein Problem, sollte aber angegeben werden. Im Körper sollten sich zudem keine Metallsplitter befinden. Zudem ist die fMRT mit einem erhöhten Geräuschpegel verbunden, was als belastend empfunden werden kann.

Alternativen

Stoffwechselprozesse lassen sich auch mit anderen Verfahren wie der Positronen-Emissions-Tomografie (PET) darstellen und sind bei einigen Erkrankungen aussagekräftig.
Auch die Single-Photonen-Emissions-Computertomografie (SPEC) ermöglicht eine funktionelle Untersuchung des Gehirns.

Kosten zu Funktionelle Magnet-Resonanz-Tomographie

Es handelt sich nicht um eine Routineuntersuchung und auch nur wenige Krankenhäuser oder Spezialzentren verfügen über eine entsprechende Ausstattung. Die Geräte werden in der Regel zu Forschungszwecken eingesetzt.

Links zu Funktionelle Magnet-Resonanz-Tomographie

Information Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Funktionelle_Magnetresonanztomographie

Informationen der Universitätsklinik Duisburg/Essen
http://www.uni-due.de/kognitionspsychologie/fmri.shtml
Autor: Hofmann, Julia26.01.2016

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