Fluoreszensangiographie (Farbstoffuntersuchung an der Netzhaut)

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Methode zu Fluoreszensangiographie (Farbstoffuntersuchung an der Netzhaut)

Die Fluoreszenzangiografie ist eine Farbuntersuchung zur Darstellung des Augenhintergrundes oder der Netzhaut (Retina). Fluoreszein oder Indocyaningrün sind Farbstoffe, die als Kontrastmittel eingesetzt werden und die Gefäße der Netzhaut und der Aderhaut darstellen können.

Wie funktioniert die Augenuntersuchung?

Der Farbstoff ist wasserlöslich und fluoresziert gelbgrün. Das Spritzen des Farbstoffes in die Vene führt zu einer Verteilung in den Gefäßen der Netz- und Aderhaut. Kurzwelliges blaues Licht bringt den Farbstoff zum Leuchten. Eine spezielle Kamera kann die Verteilung des Farbstoffs im Auge dokumentieren. Die Kreislaufphase des Farbstoffes beträgt fünf bis sechs Minuten.

Wozu dient sie?

Die Untersuchung erlaubt es, die Durchblutung der Netz- und Aderhaut zu beurteilen. Durchblutungsstörungen der Netzhaut kommen bei verschiedenen Erkrankungen vor:
  • Unklare Veränderungen der Netz- und Aderhaut
  • Veränderungen der Netzhaut aufgrund einer Zuckerkrankheit (Diabetische Retinopathie)
  • Durchblutungsstörungen der Netzhaut
  • Altersbedingte Makuladegeneration
  • Entzündliche Veränderungen der Blutgefäße (Uveitis)
  • Tumore.

Was ist im Vorfeld der Untersuchung zu beachten?

Vor der Untersuchung werden Sehtests und eine Augenhintergrunduntersuchung durchgeführt.

Wie wird die Untersuchung durchgeführt?

Der Betroffene erhält Augentropfen, die die Pupille weit stellen. Zum besseren Vergleich werden erst Bilder vom Augenhintergrund ohne Farbstoff angefertigt. Anschließend wird eine geringe Menge des Farbstoffs in die Armvene verabreicht. Nach einigen Sekunden hat der Farbstoff die Augengefäße erreicht. In definierten Zeitabständen werden nun Bilder des Auges angefertigt, die den An- und Abfluss des Farbstoffes zeigen.

Alternativen zu Fluoreszensangiographie (Farbstoffuntersuchung an der Netzhaut)

Risiken

Der Farbstoff ist meist gut verträglich. In seltenen Fällen kann es aber zu Unverträglichkeitsreaktionen oder allergischen Reaktionen kommen. Unverträglichkeit kann sich in kurzzeitiger Übelkeit und selten Erbrechen äußern, Kreislaufprobleme kommen selten vor. Zudem können sich Haut und Urin für ein bis zwei Tage gelb färben.

Alternativen

Die Augenhintergrunduntersuchung mit einer Augenspiegelung ermöglicht die Betrachtung des Augenhintergrunds, jedoch keine genaue Beurteilung der Durchblutung. Bildgebende Untersuchungen der Netzhaut sind mit dem Ultraschall (Sonografie), in einigen Fällen auch mit der modernen Technik der Optischen Kohärenztomografie (OCT) möglich.

Kosten zu Fluoreszensangiographie (Farbstoffuntersuchung an der Netzhaut)

Wird die Untersuchung aus medizinischen Gründen notwendig, übernehmen die Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) die Kosten.

Links zu Fluoreszensangiographie (Farbstoffuntersuchung an der Netzhaut)

Informationen Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/Fluoreszenzangiographie

Informationen der Universitätsklinik Würzburg
http://www.augenklinik.uk-wuerzburg.de/labore-und-schwerpunkte/bildgebende-verfahren/fluoreszenzangiographie.htm

Informationen zu Netzhauterkrankungen
www.auge-online.de
Autor: Hofmann, Julia26.01.2016

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