CT des Herzens (Kardio-CT)

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Methode zu CT des Herzens (Kardio-CT)

Das Herz-CT (Kardio-CT) ist ein weiterentwickeltes CT-Verfahren, das es erlaubt, auch bewegte Organe wie das Herz in Schnittbildtechnik darzustellen.
Es handelt sich um eine Röntgenuntersuchung, bei der der Röntgenstrahl spiralförmig um den Oberkörper kreist. Die gleichzeitige Erfassung vieler Schichten des Herzens ermöglicht eine umfassende Darstellung des gesamten Herzens innerhalb kürzester Zeit.

Wann wird ein Herz-CT durchgeführt?

Die Untersuchung ist für eine Beurteilung der Herzkranzgefäße gut geeignet. Verkalkungen und Verengungen lassen sich genauestens erfassen.
Vor allem bei Beschwerden und Verdacht auf eine koronare Herzerkrankung liefert diese Untersuchung gute Ergebnisse, wenn andere Maßnahmen zuvor keinen eindeutigen Befund lieferten. Die Untersuchung kann auch nach einem Gefäßersatz im Rahmen einer Bypass-Operation sinnvoll sein, um die operierten Gefäße zu beurteilen.

Was ist vor dem Herz-CT zu beachten?

Um eine optimale Bildqualität zu erhalten, sollten einige Voraussetzungen erfüllt sein:
  • Langsamer Herzrhythmus im Sinusrhythmus, keine Rhythmusstörungen
  • Keine Kontrastmittelallergie
  • Keine starken Beeinträchtigungen der Schilddrüsen- und Nierenfunktion.
Bei schnellem Herzschlag kann die Frequenz medikamentös gesenkt werden.

Wie läuft das Herz-CT ab?

Zur Darstellung der Herzkranzgefäße wird in der Regel ein Kontrastmittel über die Vene verabreicht, weshalb ein venöser Zugang gelegt wird. Angelegte Elektroden dienen dazu, eine Elektrokardiografie (EKG) abzuleiten, denn Röntgenaufnahmen und Herzaktion werden miteinander synchronisiert, um eine optimale Bildqualität zu erhalten.
Während der Untersuchung liegt der Betroffene ruhig auf dem Rücken. Es folgt eine Anweisung, für zehn bis 15 Sekunden die Luft anzuhalten. Nach dem Spritzen des Kontrastmittels kann ein kurzes intensives Wärmegefühl auftreten, das rasch vergeht. Die Untersuchung dauert zehn bis 29 Minuten. Während der Untersuchungszeit befindet sich kein Personal im Raum, die Verbindung wird jedoch mit einer Gegensprechanlage aufrechterhalten.

Alternativen zu CT des Herzens (Kardio-CT)

Risiken

Die Untersuchung ist mit einer Strahlenbelastung verknüpft, die jedoch durch schneller arbeitende Geräte bereits reduziert wurde. Die Verabreichung von Kontrastmittel birgt das Risiko allergischer Reaktionen, die behandlungsbedürftig sind. Kontrastmittel sollte Personen mit Schilddrüsen- und Nierenfunktionsstörungen nur eingeschränkt verabreicht werden.

Alternativen

Die Verkalkung der Koronararterien lässt sich auch mit einer Herzkatheter-Untersuchung beurteilen. Diese ist aufwendiger und invasiv, hat aber den Vorteil einer möglicherweise während der Untersuchung möglichen Behandlung. Eine alternative Herzuntersuchung ist auch eine Magnetresonanzuntersuchung (Herz-MRT) des Herzens.

Kosten zu CT des Herzens (Kardio-CT)

Im ambulanten Bereich übernehmen bislang nur einige Private Krankenkassen die Untersuchungskosten.

Links zu CT des Herzens (Kardio-CT)

Informationen zur Untersuchung vom Deutschen Herzzentrum München
http://www.dhm.mhn.de

Deutsche Herzstiftung
Vogtstraße 50
60322 Frankfurt am Main
Tel: 069 - 955 128-0
Fax: 069 -955 128 313
E-Mail: info@herzstiftung.de
http://www.herzstiftung.de

Deutsche Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen (DGPR)
Friedrich-Ebert-Ring 38
56068 Koblenz
Tel: 0261 - 309 231
Fax: 0261 - 309 232
E-Mail: info@dgpr.de
http://www.dgpr.de
Autor: Hofmann, Julia20.01.2016

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