Brust-Selbstuntersuchung

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Methode zu Brust-Selbstuntersuchung

Was ist die Brustselbstuntersuchung?

Die Brustselbstuntersuchung dient der Brustkrebs-Früherkennung und wird von der Frau selbst durchgeführt. Ein großer Teil der größeren Tumore lässt sich durch die Selbstunteruchung entdecken, allerdings weniger häufig Tumore, die kleiner als 2 cm sind.

Wie funktioniert die Brustselbstuntersuchung?

Bei der Selbstuntersuchung ist die eigene Wahrnehmung wichtig. Aussehen und Gefühl beim Abtasten sind ausschlaggebend. Das Abtasten erfolgt mit beiden Händen.

Wozu dient die Brustselbstuntersuchung?

Die regelmäßige Brustselbstuntersuchung soll helfen Brustkrebs frühzeitig zu entdecken. Manchen Frauen gelingt es Tumore aufzuspüren, die kleiner als 1 cm sind. Die Untersuchung ist aber keine Garantie auf eine frühe Entdeckung.

Was ist im Vorfeld zu Untersuchung zu beachten?

Die Frau sollte die Untersuchung der Brust in Ruhe und ohne Störung vornehmen. Wichtig sind gute Lichtverhältnisse, um auch geringfügige Veränderungen sehen zu können. Vor den Wechseljahren empfiehlt sich die Untersuchung etwa eine Woche nach der Periode vorzunehmen, denn vor der Monatsblutung ist das Gewebe hormonell bedingt knotiger und harmlose Verdickungen oder druckschmerzhafte Knötchen sorgen schnell für unnötige Aufregung.

Wie läuft die Untetrsuchung ab?

Einmal monatlich betrachtet die Frau beide Brüste bei guten Lichtverhältnissen und tastet sie systematisch mit beiden Händen ab.

  • Sichtkontrolle vor dem Spiegel: Die Frau achtet auf Einziehungen, Vorwölbungen, Größenveränderungen, Hautveränderungen auch an der Brustwarze. Sehen die Brüste unterschiedlich aus, wenn die Arme hochgenomnmen werden? Bewegen sich beide Brüste in gleichem Ausmaß mit?
  • Abtasten: Das Abtasten erfolgt im Stehen und anschließend im Liegen. Die Brust lässt sich in vier Viertel (Quadranten) einteilen und Quadrant für Quadrant abtasten. Die Brustwarze sollte die Frau zusammendrücken und auf Sekretabsonderungen achten.

Zusätzlich soll die Frau den Rand des Brustmuskels bis in die Achseln tasten.

Geübte Untersucherinnen lernen eher, kleine unbedeutende Knoten von neu enstandenen Knoten abzugrenzen.

Alternativen zu Brust-Selbstuntersuchung

Komplikationen

Für die Tastuntersuchung sind keine Komplikationen bekannt. Beim Abstasten mit viel Druck oder mehrfach wiederholtem Abstasten bestimmter Stellen kann die Brust in diesem Bereich druckschmerzhaft werden.

Alternativen

Der Arzt kann die Brust ebenfalls abtasten und knotige Veränderungen entdecken. Ein Ultraschall der Brust sowie die Mammografie helfen Knoten näher zu bestimmen. Bei unklaren Befunden ist auch eine Gewebeentnahme (Biopsie) möglich.

Kosten zu Brust-Selbstuntersuchung

Die Selbstuntersuchung der Brust ist mit keinen Kosten, dafür etwas Zeit verbunden.

Daten/Fakten zu Brust-Selbstuntersuchung

Jedes Jahr erkranken in Deutschland 60.000 Frauen neu an Brustkrebs, das ist jede achte bis neunte Frau. Doch nur jede dritte Frau geht regelmäßig zur Krebsvorsorgeuntersuchung, nur 10 bis 15 Prozent untersuchen ihre Brust selbst. Bei diesen Selbstuntersuchungen lassen sich aber rund 80 Prozent der Krebstumore ertasten.

Viele Frauen hoffen, selbst kein Risiko für Brustkrebs zu haben, geben an, keine Zeit zu haben oder schämen sich einfach und möchten sich selbst am liebsten nicht anfassen. Brustkrebs und auch die Selbstuntersuchung stellen noch immer ein Tabu dar, das es zu bekämpfen gilt.

Links zu Brust-Selbstuntersuchung

Brustkrebs Info e.V.

Otto-Erich-Str. 9

14109 Berlin

http://www.brustkrebs-info.de

Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

Im Neuenheimer Feld 280

69120 Heidelberg

Telefon: 0800 - 420 30 40

E-Mail: krebsinformationsdienst@dkfz.de

http://www.krebsinformation.de

Informationen der Deutschen Krebsgesellschaft zur Selbstuntersuchung

www.krebsgesellschaft.de/Brustkrebs Selbstuntersuchung

Autor: Hofmann, Julia23.06.2012