Ausscheidungs-Urographie

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Methode zu Ausscheidungs-Urographie

Die Ausscheidungs-Urografie ist eine Röntgenuntersuchung der ableitenden Harnwege, also der Nieren, Harnleiter und Blase. Bei der Untersuchung kommt ein Kontrastmittel zum Einsatz.

Wie funktioniert eine Aussscheidungs-Urografie?

Röntgenstrahlen sind elektromagnetische Wellen, die kurzwellig und für das menschliche Auge nicht sichtbar sind. Sie können Gewebe durchdringen, das je nach Dichte Röntgenstrahlen unterschiedlich stark abschwächt.
Die vom Gewebe aufgenommene (absorbierte) Strahlung und die nicht absorbierte oder abgelenkte Strahlung ergibt auf einem Fotofilm unterschiedliche Schattierungen, die von weiß bis schwarz reichen. Bei einer Röntgenkontrastdarstellung der ableitenden Harnwege werden Röntgenkontrastmittel zu besseren Darstellung der Hohlräume verwendet.

Wozu dient die Ausscheidungs-Urografie?

Die Untersuchung mit Röntgenkontrastmittel ist für verschiedenste Erkrankungen geeignet. Sie dient aber auch der Therapiekontrolle und des Heilungsverlaufs nach Behandlungen:
  • Entzündungen der ableitenden Harnwege
  • Abflussbehinderungen bei Steinleiden, Verengungen
  • Tumore
  • Fehlbildungen im Bereich der Harnwege.

Anlass zur Untersuchung können auch Symptome sein wie:
  • Schmerzen (Nieren-, Blasen-, Flankenschmerzen)
  • Probleme beim Harnlassen, Harnstau
  • Blut im Urin
  • Fieber unklarer Ursache.

Was ist im Vorfeld der Untersuchung zu beachten?

Vor der Untersuchung sollte die Blase entleert sein. Am Tag davor sollten blähende Nahrungsmittel vermieden werden, denn Luft im Verdauungstrakt kann die Qualität der Röntgenaufnahmen beeinträchtigen.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Die erste Aufnahme des Bauches und Beckens ist eine Leeraufnahme ohne Kontrastmittel. Dabei lassen sich röntgendichte Strukturen wie etwa Nierensteine entdecken. In eine Armvene verabreichtes Röntgenkontrastmittel gelangt über die Blutbahn in die ableitenden Harnwege. Nach fünf Minuten wird das zweite Röntgenbild aufgenommen. Das Kontrastmittel verteilt sich nach und nach in den Harnwegen.
In den folgenden 30 Minuten lassen sich deshalb von verschiedenen Strukturen der Harnwege Röntgenbilder anfertigen. Bei Harnabflussstörungen oder Verengungen der Harnwege kann die Untersuchung aber auch erheblich länger dauern. Nach den Aufnahmen sollte viel getrunken werden, um die Ausscheidung des Kontrastmittels zu fördern.

Alternativen zu Ausscheidungs-Urographie

Risiken

Die Untersuchung ist risikoarm. Die Röntgenuntersuchung an sich ist mit einer Strahlenbelastung verbunden. Nebenwirkungen und Komplikationen sind am häufigsten auf die Verabreichung des Röntgenkontrastmittels zurückzuführen.
Möglich sind allergische Reaktionen. Bekannte Allergien sind deshalb im Vorfeld der Untersuchung anzugeben.
Röntgenkontrastmittel sind bei Patienten mit Schilddrüsenüberfunktion, Herzschwäche (Herzinsuffizienz) und Nierenfunktionsstörungen (Niereninsuffizienz) nur mit Einschränkung möglich.

Alternativen

Der Darstellung der Harnwege dient auch die retrograde Urografie, bei der Kontrastmittel über die Blase verabreicht wird. Möglich ist darüberhinaus eine CT-Ausscheidungs-Urografie. Heuzutage ersetzt oft ein Ultraschall der Urogenitalorgane die Untersuchung. Ein direkter Blick in Harnblase und Harnröhre ist mit einer Blasenspiegelung möglich.

Kosten zu Ausscheidungs-Urographie

Ist eine Untersuchung der ableitenden Harnwege nötig, kann sie vom Behandler veranlasst werden. Die Kosten trägt die Gesetzliche Krankenkasse (GKV).

Links zu Ausscheidungs-Urographie

Weitere Informationen:

Patienteninformation der Universiät Bonn
Kontrastdarstellung von Nieren und Harnsystem
Autor: Hofmann, Julia15.01.2016

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