Allergietest (Pricktest)

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Methode zu Allergietest (Pricktest)

Mit dem Prick-Test (engl. prick = Einstich) kann schnell und relativ sicher eine Überempfindlichkeit auf allergene Stoffe bestimmt werden. Dazu werden sehr geringe Mengen verschiedener Allergene über die Haut in den Organismus gebracht. Entstehungszeit und Intensität von Hautreaktionen geben Aufschluss über mögliche Allergien. Der Prick-Test zeigt innerhalb von Sekunden oder Minuten, ob eine Allergie gegen einen Stoff vorliegt.
Rötungen oder Quaddeln sind Hinweis auf eine Allergie. Quaddeln sind stecknadel- bis handtellergroße Hautblasen, das darunter liegende Gewebe ist häufig geschwollen. Meist wird an den befallenen Stellen ein Juckreiz wahrgenommen.
Da allergische Reaktionen mitunter sehr heftig werden und im Extremfall zu einem allergischen oder anaphylaktischen Schock führen können, müssen die Betroffenen nach dem Test unter Umständen überwacht werden.
Da die Zahl der Personen, die unter einer Allergie leiden, stark ansteigt, wird der Prick-Test jeden Tag Tausende Mal durchgeführt. Seine Ergebnisse sind nicht in jedem Fall zu 100 Prozent eindeutig. Aber er erspart andere, aufwendige Untersuchungen mit einem oft höheren Allergie-Risiko.

Wann wird der Test angewendet?

Da der Test nur für Substanzen aussagekräftige Ergebnisse liefert, die mit der Haut oder Schleimhaut in Kontakt kommen, wird er vor allem für folgende Allergengruppen angewendet:
  • Pollen (zum Beispiel von Birke, Erle, Haselnuss und Gräsern)
  • Pflanzen (zum Beispiel Primeln)
  • Hausstaub und Hausstaubmilben mit über 20 verschiedenen Allergenen
  • Schimmelpilz-Sporen
  • Tierhaare
  • Nahrungsmittel (Milch-, Eier- und Fischeiweiß, Hülsenfrüchte)
  • tierische Gifte (zum Beispiel von Bienen, Wespen und Quallen)
  • Medikamente (zum Beispiel Penicillin oder jodhaltige Kontrastmittel)

Was ist vor dem Test zu beachten?

Vor dem Prick-Test dürfen keine Mittel eingenommen werden, die Immunreaktionen unterdrücken. Das könnte das Ergebnis verfälschen. Außerdem sollte in den Tagen vor dem Test möglichst der Kontakt mit Stoffen vermieden werden, die häufig Allergien auslösen. Dies könnte zu falschen positiven Ergebnissen führen.

Wie läuft ein Prick-Test ab?

Zunächst wird geklärt, wann allergische Reaktionen auftreten und wodurch sie ausgelöst sein könnten. Für eine Einschätzung der Gefährdung sind auch das häusliche und berufliche Umfeld sowie bekannte Allergien in der Familie einzubeziehen. Es folgt eine Bestimmung der Testsubstanzen. Nach einem festgelegten Schema werden mit einem Filzstift an einem oder beiden Unterarmen eine Reihe von Punkten markiert. Auf jeden Punkt wird eine Lösung mit dem Allergen aus der Testreihe auf die Haut getropft.
Durch kleine Stiche mit einer Lanzette gelangt ein geringer Teil der Lösung unter die Haut. Diese kleinen Stiche verursachen in der Regel keine Schmerzen. Die Einstichstellen werden nach 30 und 60 Minuten kontrolliert.

Alternativen zu Allergietest (Pricktest)

Alternativ kann statt des Prick- ein Intrakutan-Test durchgeführt werden. Dazu werden Allergene durch eine Injektion in die Haut gespritzt. Dieser Test ist in manchen Fällen genauer, aber das Risiko von Nebenwirkungen ist größer.
Denn die Allergene werden in größerer Menge und tiefer in die Haut eingebracht. Beim Radio-Allergo-Sorbent-Test (RAST) werden in einer Blutprobe bestimmte Antikörper gegen allergieauslösende Substanzen gesucht.
Diese Methode wird angewendet, um die Ergebnisse des Prick-Tests zu untermauern. Unverträglichkeiten gegenüber Arznei- oder Nahrungsmitteln kann ein Provokationstest nachweisen.

Dazu erfolgt die Verabreichung des Allergens je nach Symptomen und verdächtiger Substanz:
  • Als Tropfen in den äußeren Augenwinkel
  • Als Tropfen, Spray oder mit einem Wattestäbchen in die Nase
  • Per Inhalator in die Lunge
  • Oder über mehrere Tage in einem Brei zum Essen.
Bei Verdacht auf ein allergisches Kontaktekzem werden im Epikutan-Test Pflaster mit Kobalt, Kosmetika, Duftstoffen oder einem anderen Allergen auf den Rücken geklebt.

Kosten zu Allergietest (Pricktest)

Der Prick-Test gehört zum Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenkassen und ist für die Versicherten in der Regel kostenfrei.

Daten/Fakten zu Allergietest (Pricktest)

Selten ist die allergische Reaktion auf ein oder mehrere Allergene so stark, dass es zu Atemnot, Schwindel, Erbrechen, Blutdruckabfall und einem allergischen Schock kommen kann.

Links zu Allergietest (Pricktest)

Wikipedia
http://de.wikipedia.org/wiki/ Allergietest
Autor: Schmitt, Sabine14.01.2016

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