Stottern, Poltern

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Methode zu Stottern, Poltern

Stottern (Balbuties) bezeichnet eine Störung des Redeflusses. Zum "Poltern" kommt es, wenn durch eine zu hohe Sprechgeschwindigkeit Fehler beim Sprechen gemacht werden. Therapien von Sprachstörungen wie dem Stottern und Sprechstörungen wie dem Poltern, zielen darauf ab, Betroffenen - meistens Kindern - eine Verbesserung ihrer sprachlichen Fähigkeiten zu ermöglichen.

Wer sollte eine Behandlung erwägen?

Kinder und Erwachsene mit folgenden Symptomen:
  • Wiederholen von Silben und Wörtern oder wiederholen einzelner Buchstaben am Anfang eines Wortes (dddas)
  • Laute und Redefluss werden ausgedehnt oder bleiben stecken
  • Auch Mischfälle kommen vor. Häufig spannt sich der Körper sehr an, wenn der Betroffene spricht  
  • Gestörtem Redefluss (Poltern), wie überstürztes Sprechen, zum Teil werden Laute verschluckt.

Was ist im Vorfeld zu beachten?

Vor einer möglichen Behandlung von Sprachstörungen sind auch Alter und Entwicklung des Kindes mit einzubeziehen. Eine holprige Sprechweise kann bei Kindern im Alter zwischen drei und fünf Jahren ganz normal sein. Dies sind Durchgangsphasen, die wieder abklingen.
Wenn eine echte Störung vermutet wird, sollte auch überprüft werden, wie es um die visuellen und auditiven Fähigkeiten des Kindes bestellt ist, um auf eventuell tiefer liegende Erkrankungen schließen zu können. Hörstörungen beispielsweise können zu Sprach- und Sprechstörungen führen.

Mögliche Ursachen für Sprach- und Sprechstörungen sind:

  • Psychogene Ursachen, die häufig durch die Umstände der ersten Lebensjahre entstanden sind
  • Neurologisch - organische Befunde (Hirnschädigungen)  
  • Genetische Ursachen werden vorrangig beim Poltern angenommen.

Wie läuft die Therapie ab?

Sie wird in der Regel individuell zusammengestellt. Häufig kommen kombinierte Behandlungsmethoden zum Einsatz. Diese sind:
  • Logopädische Sprechübungen, die Atmung und Sprachrhythmik bewusster machen sollen, um sie anschließend verändern zu können.
  • Entspannungsübungen wie etwa autogenes Training oder progressive Muskelrelaxation
  • Gezielte Behandlung von Gelerntem über verhaltenstherapeutische Methoden
  • Beratung der Eltern darüber, wie sie bestmöglich mit dem Kind umgehen können
  • Eine Spieltherapie, um tiefer liegende Konflikte aufzudecken und zu mildern.
Beim Poltern ist die Motivation für den erfolgreichen Ablauf der Therapie besonders wichtig. Die logopädische Behandlung bildet hier den Mittelpunkt. Zum Teil werden bei beiden Störungen Medikamente eingesetzt, um Angst- und Spannungszustände zu verringern, die meist mit der Störung einhergehen.

Was ist im Anschluss an die Therapie zu beachten?

Poltern lässt sich nur in wenigen Fällen vollständig korrigieren. Eltern sollten mit ihren Kindern auch besonders nach der Therapie viel reden und singen. Es geht darum, die Sprache dauerhaft zu fördern und zu schulen und besonders hilfreich haben sich dabei Melodien und Lieder erwiesen.
Das Aufsuchen von Selbsthilfegruppen kann hier ebenfalls sehr förderlich sein.

Kosten zu Stottern, Poltern

Maßnahmen im Rahmen einer Logotherapie werden von den Gesetzlichen ebenso wie von den Privaten Krankenkassen erstattet.

Daten/Fakten zu Stottern, Poltern

Die Sprache ist ein wichtiges Kommunikations- und Ausdrucksmedium. Um die Störungsursachen von Sprache und Sprechvorgängen herauszufinden, ist es unter Umständen sinnvoll, Informationen verschiedener Fachbereiche einzuholen. Fachleute sind Kinder- und Jugendpsychiater, Hals-Nasen-Ohren-Ärzte, Kinderärzte, Sprachtherapeuten, Logopäden und Neurologen.

Links zu Stottern, Poltern

Bundesvereinigung Stotterer-Selbsthilfe e. V.
http://www.bvss.de
Zülpicher Str. 58
50674 Köln
Tel: 0221 - 139 11 06
Mo, Mi, Fr von 10 bis 12 Uhr und Di, Do von 16 bis 18 Uhr
Mail: info@bvss.de

Deutscher Bundesverband für Logopädie e. V.
Informationen zum Thema Sprech- und Sprachstörungen
http://www.dbl-ev.de
Autor: Koll, Livia22.12.2015

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