Shiatsu

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Methode zu Shiatsu

Shiatsu ist eine Körpertherapie, die in Japan entwickelt wurde. Sie ist aus der traditionellen chinesischen Massage (Tuina) entstanden und eine Kombination aus energetischer Körperarbeit und manuellen Behandlungsmethoden. Shiatsu ist also mehr als eine reine Entspannungsmassage. Wörtlich kann ‚Shiatsu‘ mit Fingerdruck übersetzt werden. Es werden verschiedene Drucktechniken mit Hand, Ellenbogen oder Knie angewendet. Der Massageempfänger ist dabei möglichst bequem bekleidet.
Der Therapeut versucht, über seine eigene energetische Sensibilität und nicht etwa über die Muskelkraft eine Beziehung zum Klienten aufzubauen. Dazu benutzt er auch sein eigenes Körpergewicht. „Energie“ bezieht sich auch in dieser fernöstlichen Methode auf „Qi“ – die Lebensenergie. Heute praktizieren die meisten Menschen in Europa und Amerika den energetischen Masunga-Stil, während in Asien eher das Shiatsu nach Namikoshi gelehrt wird, das viel körperorientierter ist.

Wann und wozu kann Shiatsu angewendet werden?

  • Um den Fluss der Lebensenergie spürbar anzuregen
  • Um das Nervensystem positiv zu beeinflussen
  • Um den gesamten Bewegungsapparat anzuregen
  • Um die Selbstheilungskräfte des Körpers zu stärken
  • Um den Parasympathikus anzuregen, der die Entspannungsreaktion auslöst
  • Um die Atmung zu vertiefen
  • Um das innere Gleichgewicht und die allgemeine Leistungsfähigkeit zu fördern.

Was ist im Vorfeld zu beachten?

Shiatsu eignet sich für:
  • Jeden Menschen, Kranke und Gesunde gleichermaßen
  • Auch für Schwangere
  • Menschen, die unter Stress leiden und häufig erschöpft sind
  • Bei innerer Unruhe, schwierigen Lebenssituationen und in Krisen
  • Als begleitende Therapie während medizinischer Behandlungen.

Wie läuft eine Sitzung ab?

Die Therapie wird auf einem speziellen Futon oder einer Bodenmatte durchgeführt. Die Shiatsumassage beginnt mit eher sanften und rhythmischen Körperberührungen, überwiegend an Bauch oder Rücken. Hier kann der Therapeut den Energiefluss am besten erspüren, weil hier auch die Meridiane verortet werden (siehe TCM). Im Therapieverlauf werden die Dehnungen und Rotationen tiefgreifender. Der Therapeut arbeitet dabei überwiegend aus seiner Körpermitte (japanisch: dem Hara). Der Behandelte erfährt Shiatsu als entspannend und belebend.
Eine Shiatsumassage dauert ungefähr 60 Minuten und sollte nur einmal pro Woche angewendet werden. Je nach Gesundheitszustand wird der Masseur seine Shiatsusitzung variieren und gegebenenfalls bestimmte Körperbereiche auslassen.  

Allgemeines zum Shiatsu

  • Der Mensch wird als Ganzheit betrachtet, Körper und Geist gehören zusammen. Beide sollen in Harmonie zusammenwirken, ebenso der Atem.
  • Die Lebensenergie Qi muss frei fließen, um dem Menschen zu ermöglichen, Gesundheit und Lebensfreude zu erfahren.
  • Shiatsumassage soll helfen, Ungleichgewichte dieses Flusses im Körper zu verändern und zu verhindern.

Alternativen zu Shiatsu

Alternativ zur Shiatsumassage empfiehlt sich die Thai-Massage, die auch viele Dehntechniken enthält und daher ebenfalls den Bewegungsapparat schult und ausgiebig dehnt. Eine ähnliche Ausrichtung auf Ganzheitlichkeit und Energiefluss haben Tai-Chi und Qigong: Methoden zur Schulung von Körper und Geist, die erlernt und selbst praktiziert werden können.

Kosten zu Shiatsu

Die Kosten werden nur von jenen Privaten Krankenversicherungen übernommen, bei denen eine Zusatzversicherung für alternative Heilmethoden abgeschlossen wurde. Diese erstatten unter Umständen bis zu 80 Prozent. Das Honorar eines Shiatsutherapeuten beläuft sich etwa auf 50.- bis 80.- Euro pro Sitzung.

Daten/Fakten zu Shiatsu

Die bedeutenden Vertreter des Shiatsu finden sich derzeit entgegen aller Vermutungen nicht in Japan oder China, sondern in unseren Breitengraden, wo Shiatsu stetig weiterentwickelt wird.

Dem Shiatsu nahestehende Methoden sind:

  • Ganzheitliche Shiatsutherapie - eine therapeutische Behandlung, die ausschließlich von medizinisch-therapeutischen Berufen ausgeführt wird
  • Ohashiatsu - ist eine Art meditativer Tanz, auf Grundlagen des Shiatsu entwickelt
  • Seiki - eine intuitive Energiebehandlung
  • Watsu - eine an Shiatsu angelehnte Technik, die im Wellnessbereich als eine im Wasser auszuführende Methode angewendet wird
  • ShinTai - zunächst eine Weiterentwicklung des Shiatsu und mittlerweile eine sanfte Methode zur Schmerztherapie, die sich durch den Zusammenschluss von östlichen und westlichen Konzepten auszeichnet.

Links zu Shiatsu

Österreichischer Shiatsu-Dachverband
Shiatsu Österreichischer Dachverband
Autor: Koll, Livia17.12.2015

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