Mais

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Methode zu Mais

Dass der Mais (Zea Mays) eine Heilpflanze ist, ist gemeinhin wohl wenig bekannt. Es geht bei der heilkräftigen Wirkung auch nicht um den Maiskolben selbst, sondern um die zur Blütezeit aus den Blattscheiden fadenförmig heraushängenden Maishaare (Maydis stigma), auch Maisgriffel oder Maisbart genannt. In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird der Maisbarttee als das harmonischste Getränk angesehen, den jedermann bedenkenlos über lange Zeit trinken kann, ohne in ein Ungleichgewicht zu geraten, da er im Sinne der TCM neutral wirkt. Sein Haupteinsatzgebiet hat der Maisgriffel in der Unterstützung der Ausscheidungsorgane. So kann er bei allen Beschwerden der Niere, der Blase oder Galle zur Ausscheidungsförderung angewandt werden. Er leistet bei der Entschlackung und Entwässerung des Körpers wertvolle Hilfe. Um ein Entwässern des Körpers zu unterstützen, sollte zusätzlich viel getrunken werden. Zudem sollte auf koffein-und alkoholhaltige sowie auf stark gesüßte Getränke verzichtet werden.

Wirkung

  • harntreibend
  • blutdrucksenkend
  • reinigend
  • entschlackend, zum Abnehmen
  • tonisierend (ausgleichend)
  • blutgerinnend
  • Anregung der Gallensekretion

Anwendung

  • Steine in den Harnorganen
  • Ödeme
  • Nierenentzündung
  • Nierenkoliken
  • Blasenkatarrh
  • Abmagerungs- und Entfettungsmittel
  • Gicht
  • Rheuma
  • Herzwassersucht
  • Bettnässen bei Kindern

Anwendungsarten

als Tee: Einen gehäuften Teelöffel Maisbart mit einem viertel Liter kochendem Wasser übergießen, kurz ziehen lassen und dann abseihen. Eine zweite Möglichkeit ist, die Maisgriffel mit der entsprechenden Menge kaltem Wasser zu übergießen, kurz aufzukochen und bedeckt fünf Minuten ziehen zu lassen. Dann durch ein Sieb gießen und nach Geschmack süßen. Drei bis viermal pro Tag kann eine Tasse frisch zubereiteter Tee getrunken werden.

Gegenanzeigen

Der Maisgriffeltee sollte bei Nierenerkrankungen, Herzbeschwerden oder Leiden, bei denen eine Steigerung der Harnmenge unerwünscht ist, nicht getrunken werden. Wechselwirkungen oder Nebenwirkungen des Tees sind keine bekannt.

Alternativen zu Mais

  • Bei allgemeinen Blasenleiden kann neben dem Maisgriffeltee auch Bärentraube, Bilke, Goldrute, Hauhechel, Sellerie, Löwenzahn, Wacholder oder Weide empfohlen werden.
  • Bei einer Blasenentzündung hilft Bärentraube, Kamille Löwenzahn oder Hauhechel.
  • Allgemeine Blasenschwäche wird mit Quecke, Schafgarbe, Petersilie, Lein oder Zinnkraut unterstützt.
  • Im Falle von Gallenleiden wird Artischocke, Odermennig, Wermut, Erdrauch, Schöllkraut, Tausendgüldenkraut, Löwenzahn, Pfefferminze, Rettich, Kamille, Hafer, Bitterklee, Beifuß, Leberblümchen, Kümmel, Wegwarte oder Mariendistel empfohlen.
  • Gegen Gallensteine ist Pestwurz, Wegwarte, Schöllkraut, Artischocke oder Löwenzahn gewachsen.
  • Die Heilung von Nierenentzündungen kann mit Beinwell, Wermut, Zinnkraut, Hauhechel, Hagebutte, Eiche, Wacholder oder Brennnessel unterstützt werden.
  • Bei einer Nierenkolik hilft Berberitze am besten.
  • Und Rheumatismus kann mit Apfel, Beinwell, Hauhechel, Lein, Schafgarbe, Brennnessel, Teufelskralle, Weißem Senf (äußerlich), Wacholder, Weide, Raute, Löwenzahn, Arnika oder Salbei begegnet werden.

Kosten zu Mais

100 Gramm Maisgriffeltee sind im Handel für etwa 2,10 € erhältlich; bei Abnahme eines ganzen Kilos reduziert sich der Preis pro 100 Gramm auf circa 1,90 €.

Daten/Fakten zu Mais

Der Maisgriffel stammt auf der Familie der Süßgräser (Poaceae, Gramineae). Die Mayas, Inkas und die nordamerikanischen Indianerstämme behandelten früher Quetschungen, Wunden, Furunkel oder Schwellungen mit einem Breiumschlag aus Maismehl.

Sammelzeit

Gesammelt werden die Maisgriffel in der Blütezeit von Juni bis etwa August.

Inhaltsstoffe

Ätherische Öle, Saponine, Allantoin, Schleim, Vitamin C und K, Flavonoide, Kalium, Alkaloide

Links zu Mais

Die richtige Teezubereitung – Natur-Forum
http://www.natur-forum.de/forum/viewtopic.php?f=6&t=5433

Bilder zu Maishaare, Maisgriffel
Autor: Funk, Silke24.08.2016

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