Labkraut

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Methode zu Labkraut

Es gibt mehrere Arten des Labkrauts, von denen vor allem zwei heute noch bekannt sind: das Klettenlabkraut, das auch Klebkraut, Zaunkraut oder Zaunkleber genannt wird und das Echte Labkraut, das ebenso unter den Namen Gelbes Steinkraut, Gliederkraut, Bettstroh oder Liebfrauenstroh bekannt ist.
Sowohl das Klettenlabkraut (Galium aparine) als auch das Echte Labkraut (Galium verum) wirken entgiftend und kräftigend auf alle inneren Organe. Deshalb leistet es bei Verdauungs- und Stoffwechselproblemen gute Dienste. Auch in der Haut- und sogar Krebsbehandlung kann es sehr gut eingesetzt werden. Diese Heilpflanze wird am besten in frischem Zustand verwendet. Labkraut wurde früher statt des Labs aus dem Kälbermagen als Gerinnungsmittel zur Käseherstellung verwendet. Daher rührt auch der Name Labkraut.

Wirkung

  • harntreibend
  • blutreinigend
  • antibakteriell
  • entzündungshemmend
  • antiviral
  • drüsenanregend
  • schleimlösend
  • tonisierend (stärkend, kräftigend)
  • krampflösend
  • entgiftend (für Leber, Niere, Bauchspeicheldrüse, Milz und Lymphe)

Anwendung

  • Entgiftung: Abtransport von Schadstoffen aus allen Organen, die reinigende Funktion haben – siehe oben, Wasserstauungen aller Art, Übergewicht
  • Hautleiden: Flechten, Ekzeme, unreine Haut
  • Entzündungen: Zungenentzündung, Magenentzündung, Darmentzündung, Blasenentzündungen, Kropfbildung
  • Steine oder Gries in Niere oder Blase
  • Bei Krebsleiden

Anwendungsarten

  • als Tee: ein gehäufter Teelöffel Labkraut wird mit einem viertel Liter kochendem Wasser überbrüht und kurz ziehen gelassen. Dreimal täglich wird eine Tasse zwischen den Mahlzeiten getrunken.
  • als Frischsaft: Frisches Labkraut wird gründlich gewaschen und noch in feuchtem Zustand in der Saftzentrifuge entsaftet; zur äußerlichen und inneren Anwendung geeignet.
  • als Salbe: Der Frischsaft wird mit handwarmer Butter zu einer Salbe verrührt und im Kühlschrank aufbewahrt.
  • als Tinktur: Eine Handvoll Labkraut wird zerkleinert und in ein Fläschchen oder passendes Gefäß eingefüllt. Dann wird das Kraut mit 40-prozentigem Alkohol bedeckt und zwei Wochen stehen gelassen; ab und zu schütteln. Zum Auftragen auf die Haut.

Gegenanzeigen

Gegenanzeigen, Wechsel- oder Nebenwirkungen sind keine bekannt.

Alternativen zu Labkraut

  • Zur Entwässerung eignet sich auch Basilikum, Hauhechel, Liebstöckel, Goldrute, Dill, Schlehenblüten, Wacholder, Ringelblume, Löwenzahn, Basilikum, Brennnessel, Mate, Queckenwurzel oder Meisterwurz.
  • Bei Blasenentzündung kann Bärentraube, Kamille, Hauhechel oder Löwenzahn angewendet werden.
  • Zur Blutreinigung ist Birke, Wacholder, Brunnenkresse, Löwenzahn, Brennessel, Sellerie oder Stiefmütterchen geeignet.
  • Bei vergiftetem Darm hilft Tausengüldenkraut, Knoblauch, Faulbaum, Eiche oder Apfel.
  • Bei Nierenproblemen kann Sauerdorn (bei Koliken), Beinwell, Zinnkraut, Brennnessel, Eiche, Hauhechel, Hagebutte, Wacholder oder Wermut empfohlen werden.
  • Bei Verdauungsproblemen hilft auch Enzian, Spitzwegerich, Wacholder, Wermut, Kümmel, Heidelbeeren, Hopfen, Knoblauch, Petersilie und Spitzwegerich.

Kosten zu Labkraut

Geschnittenes und getrocknetes Labkraut sind im Handel für etwa 2.- € pro 100 Gramm zu bekommen. Bei Abnahme eines ganzen Kilos ergibt sich ein Staffelpreis von circa 1,80 €.

Daten/Fakten zu Labkraut

  • Das Echte Labkraut ist eine 10 bis 70 cm hohe Staude mit niederliegendem bis aufsteigendem Stängel. Die umgerollten Blätter wachsen in Quirlen und sind nadelartig schmal. Die Blütezeit ist von Mai bis September. Die gelben Blüten wachsen in dichten Rispen. Das echte Labkraut wächst auf nährstoffarmen, kalkhaltigen Böden auf Magerrasen, Wegrainen und Gebüschsäumen oder Moorwiesen.
  • Das Klettenlabkraut mit seinen weißen Blüten hingegen ist an Standorten mit guter Stickstoff- und Phosphatverfügbarkeit zu finden. Dazu zählen Auwälder, Äcker oder Weinberge. Es wird über einen Meter hoch, wenn es die Möglichkeit hat, sich hochzuklimmen. Es hält sich einzig durch seine winzigen Stachelchen überall leicht fest. Dies vermittelt dann auch den klebrigen Eindruck des Krautes, das es an Kleidungsstücken bei Berührung hängenbleiben lässt.
Das Labkraut stammt aus der Pflanzenfamilie der Rötegewächse (Rubiaceae).

Sammelzeit

Das Klettenlabkraut kann von Juni bis August, das Echte Labkraut von Juli bis August gesammelt werden. Beide Male kann das ganze Kraut genutzt werden.

Inhaltsstoffe

Saponine, Rubichlorsäure, Zitronensäure, Spurenelemente, Alizarinthypus, Asperulosid, Glykosid, Galitannsäure;

Links zu Labkraut

Käse mit einfachen Mitteln selbst herstellen
http://www.ruf-der-wildnis.de/kaese.html

Alpen-Sepp
http://www.alpen-sepp.com/kaese-wiki/echt-labkraut

Echtes Labkraut (Galium verum) – Exkotours
http://www.exkotours.de/Archiv/Labkraut.html
Autor: Funk, Silke17.08.2016

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