Huflattich

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Methode zu Huflattich

Der Huflattich, im Volksmund auch Bachblümlein, Berglatschen, Brustlattich, Brandtlattich, Fohlenfuß, Hufblatt, Lehmblümel, Sandblume, Hitzeblätter, Pferdefuß oder Märzblume genannt, ist eines der besten Mittel gegen verschiedenste Erkrankungen der Atmungsorgane, vom einfachen Husten bis hin zum Asthma und wird deshalb seit mehr als 2000 Jahren genutzt.
Bereits sein Name Tussilago beschreibt sein Haupteinsatzfeld: Lateinisch tussis bedeutet "Husten". Durch seine antibakterielle, blutstillende und entzündungshemmende Wirkung ist er aber auch eine sehr gute Heilpflanze bei verschiedensten Hautproblemen.

Wirkung

  • schleimlösend
  • entzündungshemmend
  • bakteriostatisch (keimhemmend)
  • auswurffördernd
  • schweißtreibend
  • blutstillend
  • adstringierend
  • anregend

Anwendung

  • Erkrankungen der Atemwege: chronische Bronchitis, Heiserkeit, Husten, Asthma, Reizhusten, Raucherhusten, Brustfellentzündung, Erkältung, Kehlkopfentzündung, chronische Lungenleiden
  • Hautleiden: Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut, Pickel, Furunkel, Ekzeme, schlecht heilende oder entzündete Wunden

Anwendungsarten

  • als Tee: einen gehäuften Teelöffel Blüten (oder Blüten und Blätter zu gleichen Teilen) mit einem viertel Liter heißem Wasser übergießen und kurz ziehen lassen.
  • als Auflage: Frische Blätter werden zu Brei verrieben und auf die betroffenen Hautstellen aufgelegt.
  • zum Inhalieren: Ein großer Esslöffel Blüten und Blätter wird mit kochendem Wasser übergossen und die Dämpfe gleich anschließend unter einem Tuch eingeatmet. Dies kann mehrmals täglich wiederholt werden.
  • als Fußbad: Zwei Handvoll Huflattichblätter werden mit ausreichend kochendem Wasser übergossen. Nach einer Abkühlungszeit ein Fußbad mit etwa 20 Minuten Dauer nehmen.
  • als Frischsaft: Frisch gewaschene Blätter werden in der Haushaltszentrifuge entsaftet.

Gegenanzeigen

Die Tagesdosis an Tee darf nicht mehr als 10 Mikrogramm Pyrrolizidinalkaloide enthalten (Extrakte und Frischpresspflanzensaft nicht mehr als 1 Mikrogramm). Die Anwendung von Huflattich sollte sich auf einen Zeitraum von maximal zwei bis drei Wochen pro Jahr beschränken. Bei kleinen Kindern und in der Schwangerschaft und Stillzeit sollten P.A.-freie Zubereitungen aus Blättern vorgezogen werden. Diese sind im Handel erhältlich. Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sind keine bekannt.

Alternativen zu Huflattich

Kosten zu Huflattich

500 Gramm Huflattichtee kosten derzeit etwa 4.- €, bei der Abnahme von nur 50 Gramm kosten 100 Gramm umgerechnet etwa 10.- €. Dazwischen gelten Staffelpreise. 100 Gramm sind für circa 8,80 € zu bekommen.

Daten/Fakten zu Huflattich

Dieser Korbblütler mit dem lateinischen Namen Tussilago farfara ist eine der ersten Blühpflanzen des Jahres. Bereits im Februar bis Mai holen sich Bienen und Insekten bei den sonnengelben Blütenkelchen des Huflattichs ihre erste Nahrung. Blätter sind in dieser Zeit am weichen und behaarten Stängel noch nicht zu finden. Diese wachsen erst nach der Blütezeit in der Form eines Hufeisens heran. Daher stammt auch der Name des Huflattichs. Die Heilpflanze wächst auf kalkhaltigen, feuchten Ton- und Lehmböden auf Wegen, Wiesenrändern, Äckern und in Kiesgruben.

Sammelzeit

Gesammelt werden die frischen Blüten im Frühling, die Blätter im Sommer.

Inhaltsstoffe

Ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Gerbsäure, Mineralien, Salpeter, Saponine, Tannine, Zink, Flavonoide, Hyperon, Inulin und Schleimpolysaccharide, ebenso Pyrrolizidinalkaloide in Spuren in den Blüten (diese gelten in größeren Mengen als krebserregend, weshalb derzeit vom Sammeln der Wildpflanzen eher abgeraten wird. Stattdessen wird empfohlen, verarbeitete Huflattichblätter im Handel zu erwerben.)

Links zu Huflattich

Huflattich als Presssaft
http://www.biothemen.de/Heilpflanzen/presssaft/huflattich.html

Huflattich im Natur-Lexikon
http://www.natur-lexikon.com/Texte/HWG/001/00006/HWG00006.html
Autor: Funk, Silke27.07.2016

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