Hochtontherapie

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Methode zu Hochtontherapie

Die Hochtontherapie ist eine neue Form der physikalischen Therapie. International patentiert ist ihre Wirkweise, zumindest theoretisch, wissenschaftlich belegbar. Die Hochtontherapie löst über bestimmte Frequenzen Schwingungen im menschlichen Körper aus, auch in den festen Feinstrukturen.
Viele dieser sehr hohen Frequenzen liegen im Ultraschallbereich und oberhalb des menschlichen Wahrnehmungsbereiches.

Wie und wo wirkt die Hochtontherapie?

In den meisten Fällen wird eine Ganzkörperbehandlung durchgeführt, es gibt aber auch Behandlungen von nur einem Körperteil.
In der Regel haben die Frequenz- und Amplitudenmodulationsregler der Geräte entsprechend zwei Einstellungsmöglichkeiten:
  • Eine für die sogenannte Ursachenbehandlung, die an einem bestimmten Körperteil ansetzt und gleichzeitig auf den ganzen Körper einwirkt.
  • Die symptomatische Behandlung bei Schmerzen ist eine zweite Einstellung. Behandelt wird hier meist an einem bestimmten Behandlungsort.
Die Schwingung, in die der Körper versetzt wird, bewegt und dreht die Wassermoleküle des Körpers intensiv und so kann das Wasser sich schneller verteilen. Das hat zur Wirkung, dass die im Wasser befindlichen Stoffe wie unter anderem Nährstoffe, Mineralien, entzündungshemmende Stoffe und Schlackestoffe (Abfallprodukte) ebenfalls in Bewegung kommen.
Es wird also einerseits die Versorgung unterstützt und andererseits Schlacke ausgeschieden.
Die Verteilung und damit Streuung Schmerz auslösender Partikel ist die Ursache für den teilweise eintretenden schmerzlindernden Effekt.

Welche Wirkungen hat die Hochtontherapie?

  • Die Zahl der Mitochondrien, der Energiekraftwerke der Zellen, nimmt zu
  • Sie hilft beim Abklingen von Schwellungen
  • Der Stoffwechsel wird angeregt
  • Schmerzen können gelindert werden
  • Die Entgiftung des Körpers wird aktiviert
  • Der Muskelaufbau wird unterstützt
  • Zellerneuerung kann stattfinden
  • Eine Vitalisierung insgesamt.
 

Wie wird eine Behandlung durchgeführt?

Bequem auf einer Behandlungsliege liegend, sollen die Unterschenkel und Füße etwas höher liegen und die Gelenke ganz leicht angewinkelt sein. Bei der Ganzkörperbehandlung wird der Körper von den Fußsohlen über den Nacken bis zu den Handflächen „durchtönt“. Die Übertragung der Schwingungen erfolgt durch weiche Leitgummiplatten, die im Nacken oder im Rücken am Körper anliegen. Die Platten werden meistens zwischen Körper und Unterlage gelegt.  
Spezielle Entspannungsmusik und Duftöle werden oft zusätzlich genutzt, um die Sinneseindrücke des Behandelten zusätzlich anzuregen. Sie sind aber für den Erfolg der Hochtontherapie selbst nicht nötig. Eine Behandlung wird zeitlich bei ungefähr einer Stunde angesetzt.

Wie häufig muss eine Behandlung stattfinden?

Abhängig von der Diagnose sind die Reaktionen auf die Hochtontherapie sehr unterschiedlich. In manchen Fällen sind ein bis drei Behandlungen ausreichend.
Träger von Herzschrittmachern sollten von einer Behandlung Abstand nehmen oder dies nur nach ärztlicher Anordnung tun.

Heimanwendungen sind geeignet bei:

  • Diabetes-Erkrankten, die Polyneuropathie (Nervenschädigungen) haben
  • Kniearthrose.
Für diese beiden Erkrankungen wurden spezielle, einfach zu bedienende Heimgeräte entwickelt. Voreingestellte Programme und das Anlegen der Elektroden mit Klettbändern vereinfachen die Handhabung. Die Intensität kann selbst eingestellt werden. Ein leichtes Kribbeln ist für die richtige Intensität häufig ausreichend.

Wann ist die Hochtonbehandlung außerdem hilfreich?

  • bei vielen Schmerzen, hervorgerufen zum Beispiel durch degenerative Gelenkknorpelveränderungen (Arthrosen), schmerzhaften Verspannungen der Nacken- und Rückenmuskulatur, Migräne und Kopfschmerzen
  • zur Verbesserung des Allgemeinbefindens bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen wie funktionellen Herzrhythmusstörungen, chronischen Dünn- und Dickdarmentzündungen wie Colitis Ulcerosa, bei Asthma
  • Nach langem Krankenlager
  • Nach Schlaganfällen, Rückenmarksverletzungen und bei manchen Fällen von Multiple Sklerose
  • Bei Tennisellenbogen und Sportverletzungen
  • Bei Verstauchungen, Schwellungen
  • Bei Nervenerkrankungen
  • Bei Neigung zu Verkrampfungen der Darmmuskulatur und Blähungen
  • Bei Tumoren
  • zur Thromboseprophylaxe, um der Bildung von Blutgerinnseln (Thrombosen) vorzubeugen.
Der Behandelnde sollte Mediziner, Physiotherapeut oder anderweitig medizinisch geschult sein.

Alternativen zu Hochtontherapie

Die transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS) ist bei der Schmerzbehandlung eine Alternative zur Hochtontherapie. Hier werden elektrische Schwingungen übertragen, um das Nervensystem zu reaktivieren. Alle TENS-Geräte sind problemlos anzuwenden und werden meistens sehr gut vertragen.

Kosten zu Hochtontherapie

Die Kosten der Hochtontherapie sind aufgrund der noch ausstehenden wissenschaftlichen Belege nicht Leistung der Gesetzlichen Krankenkassen.
Private Zusatzversicherungen erstatten in einigen Fällen die Kosten dieser Therapie, sofern sie gemäß der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet werden können. Dies macht pro Behandlung circa 31.- € bis 61.- € aus, die ansonsten selbst zu zahlen sind.

Daten/Fakten zu Hochtontherapie

Hochtontherapie bei diabetischer Neuropathie

Professor Stefan Martin vom westdeutschen Diabetes- und Gesundheitszentrum in Düsseldorf behandelt Diabetiker mit einem Hochtongerät, das keine hörbaren Töne erzeugt. Ursprünglich war für ihn die Hochtontherapie eine Möglichkeit, die Muskeln der Diabetiker zu trainieren und als Nebeneffekt zeigte sich dann eine deutliche Besserung der Neuropathieschmerzen der Betroffenen. Nach seinen Angaben helfe die Hochtontherapie gegen das taube Gefühl auf der Haut und das Brennen, für das es bisher keine wirksame Therapie gäbe.  
Bisher habe es drei Studien gegeben, durch die festgestellt wurde, dass die Hochtontherapie zur verbesserten Verwertung des Blutzuckers in den Muskeln beiträgt. Anhalten würde dieser Effekt allerdings nur so lange, wie die Therapie fortgesetzt wird. Professor Martin erzielte gute Ergebnisse bei einer Anwendungsfolge von dreimal pro Woche über eine halbe Stunde.

Links zu Hochtontherapie

Weitere Informationen
Deutsche Diabetes Gesellschaft über Erfolge mit Hochtontherapie
Autor: Koll, Livia23.10.2015

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