Goldrute

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Methode zu Goldrute

Diese seit dem Altertum bekannte Heilpflanze gilt als eines der besten Nieren- und Blasenmittel in der Naturheilkunde. Die Pflanze erfreut im Spätherbst an Waldränder, Wassergräben, abgeholzten Waldplätzen und Böschungen mit einem üppig leuchtenden Gelb ihrer Blüten. Die echte einheimische Goldrute wird aber leider immer mehr von der eingeschleppten kanadischen Goldrute verdrängt, die ebenfalls zur Durchspülung verwendet werden kann, der aber die antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung der echten Goldrute fehlt.

Wirkung

  • harntreibend
  • entwässernd
  • kühlend
  • entzündungshemmend, blutreinigend
  • krampflösend

Anwendung

  • bei allen entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege
  • Harnsteine
  • Nierengrieß
  • Nierensteine
  • Nierenleiden allgemein
  • Gicht
  • Rheuma
  • Wassersucht
  • Darmentzündung
  • Blähungen
  • Durchfall
  • Bronchialasthma
  • Halsschmerzen

Anwendungsarten

  • als Tee: ein bis zwei Teelöffel (3-5 g) fein geschnittene Goldrute mit 200 ml kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen, abseihen und zwei bis viermal täglich eine Tasse zwischen den Mahlzeiten trinken
  • als Tinktur: Kräuter in ein Schraubglas geben und mit Branntwein auffüllen, an einem warmen Ort zwei Wochen stehen lassen

Gegenanzeigen

In seltenen Fällen können bei häufigem Umgang Kontaktallergien ausgelöst werden. Allgemein sollte bei bekannter Allergie auf Korbblütler von der Anwendung der Goldrute abgesehen werden. Bei eingeschränkter Herz- oder Nierentätigkeit können nach Anwendung Ödeme auftreten.

Alternativen zu Goldrute

  • Bei Blasenentzündung hilft auch Kamille, Löwenzahn, Hauhechel und Bärentraube.
  • Im Falle allgemeiner Blasenleiden sind alternativ zur Goldrute Bärentraube, Hauhechel, Löwenzahn, Sellerie, Wacholder, Weide und Birke angezeigt.
  • Bei Blasenschwäche kann Lein, Petersilie, Quecke, Schafgarbe und Zinnkraut helfen.
  • Bei Nierenleiden allgemein sind Bärentraube, Birke, Kürbissamen, Löwenzahn, Petersilie, Schafgarbe, Schöllkraut, Wacholder, Zinnkraut, Brennnessel und Birke nützlich.
  • Im Falle einer Nierenkolik wird zur Anwendung von Sauerdorn geraten.
  • Einer Nierenentzündung kann mit Beinwell, Brennessel, Zinnkraut, Eiche, Hagebutte, Wermut und Hauhechel begegnet werden.

Kosten zu Goldrute

100 g geschnittenes und getrocknetes Goldrutenkraut gibt es für etwa 1,80 € zu kaufen.

Daten/Fakten zu Goldrute

Die Goldrute gehört zur Familie der Korbblütler und wird im Volksmund auch als Petrusstab, Wisselnkraut, Himmelbrand, Gülden Wundkraut, Ochsenbrot oder Pferdkraut bezeichnet. Der buschige, mit goldgelben Blütensternen bestückte Stängel wird bis zu 80 cm hoch. Die Blütezeit beginnt Ende Juli bis Anfang August.

Sammelzeit

Gesammelt werden die Blüten von Juli bis Oktober.

Inhaltsstoffe

Bitterstoffe, Saponine, Inulin, ätherische Öle und Gerbstoffe.

Links zu Goldrute

Weitere Informationen
http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Goldrute
http://www.natur-lexikon.com/Texte/MZ/002/00161-Goldrute/MZ00161-Goldrute.html
Autor: Funk, Silke14.07.2016

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