Ginseng

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Methode zu Ginseng

Der Ginseng, auch bekannt als Kraftwurzel, Menschenwurzel, Götterwurzel oder Wurzel des Lebens, ist in Ostasien und in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wohl seit Jahrtausenden die bedeutendste Arzneipflanze überhaupt. Die Wurzel stärkt den ganzen Körper, indem sie den Stoffwechsel, die Durchblutung, das endokrine System und die Verdauung anregt. Sie fördert den Sauerstofftransport durch die roten Blutkörperchen, stärkt das Immunsystem und leitet vergiftende Stoffe aus dem Körper aus.
Allgemein wird sie neben der Immunsystem stärkenden Behandlung auch vor allem zur Vorbeugung gegen Altersbeschwerden und zur Lebensverlängerung angewendet. Die Vielfalt ihrer Wirkung zeigt sich bereits in ihrem botanischen Namen: griechisch "Panax" bedeutend "allheilend".

Wirkung

  • tonisierend (anregend, ausgleichend)
  • blutbildend
  • verdauungsfördernd
  • Immunsystem stimulierend
  • herzstärkend
  • stimulierend
  • entgiftend

Anwendung

Rekonvaleszenz, Blutarmut, Gedächtnisschwäche, Steigerung der Leistungsfähigkeit, Steigerung der Libido, Förderung der Wundheilung, Reinigung nach Vergiftungen, Wechseljahresbeschwerden, Arteriosklerose.

Anwendungsarten

  • als Tee: Zwei Teelöffel getrocknete oder vier Teelöffel frische Ginsengwurzel werden in zwei Tassen Wasser 10 bis 15 Minuten gekocht, dann abgeseiht und getrunken. Der Tee kann auch mit im Handel erhältlichem, fertigem Ginsenggranulat zubereitet werden.
  • als Tinktur: 20 Gramm getrocknete oder 40 Gramm frische Ginsengwurzel in ein verschließbares Gefäß füllen und mit 40%igem Korn oder Wodka aufgießen, mit Wasser ergänzen (2/3 Alkohol, 1/3 Wasser). Etwa zwei Wochen an einem warmen Ort stehen lassen und immer wieder gut durchschütteln. Anschließend in dunkle Fläschchen einfüllen und aufbewahren. Zur inneren und äußeren Anwendung geeignet.
  • als Fertigpräparat: Ginsengkapseln gibt es in allen möglichen Dosierungen und Preiskategorien im Handel, was auf die Herkunft der Wurzel zurückzuführen ist. Diese Fertigpräparate können als stärkende Kur, beispielsweise im Frühjahr, angewendet werden. Nach sechs Wochen Einnahme sollte eine zweiwöchige Pause eingelegt werden.

Gegenanzeigen

Ginseng sollte bei vorhandener Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) nur mit medizinischer Rücksprache eingenommen werden, da er den Blutzuckerspiegel beeinflusst. Ginseng hat ebenso Auswirkungen auf die Blutgerinnung, deshalb kann die Wirkung von Blutgerinnungsmitteln eventuell abgeschwächt werden. Für die Anwendung bei Kindern sowie während der Schwangerschaft und Stillzeit liegen keine ausreichenden Untersuchungsergebnisse vor.
In sehr seltenen Fällen kann es zu Schlafstörungen, vaginalen Blutungen, Magen-Darm-Beschwerden oder Bluthochdruck kommen. Auch kann eine Wechselwirkung mit anderen Medikamenten nicht ausgeschlossen werden. Deshalb sollte die Einnahme am besten mit dem Behandler abgeklärt werden.

Alternativen zu Ginseng

  • Bei Anämie kann auch auf Schwarze Johannisbeeren, Kirschen oder Nüsse zurückgegriffen werden.
  • Bei allgemeiner Abgeschlagenheit helfen Apfel, Holunder, Johanniskraut, Kamille, Melisse, Baldrian oder Hafer.
  • Gedächtnisstärkende Mittel sind Rosmarin, Kalmus, Melisse oder Kamille.
  • Wechseljahresbeschwerden können mit Johanniskraut, Herzgespann, Mönchspfeffer oder Frauenmantel gemildert werden.
  • Die Wundheilung kann mit Arnika, Beinwell, Odermennig, Thymian, Eichenrinde, Schafgarbe, Ringelblumen, Johanniskraut, Kamille oder Tormentillwurzel beschleunigt werden.
  • Gegen Arteriosklerose sind Knoblauch, Mistel, Stiefmütterchen, Wirsing, Weißdorn, Schwarze Johannisbeere, Faulbaum, Bärlauch oder Apfel die richtigen Helfer.
  • Blutreinigende Heilpflanzen sind Birke, Wacholder, Löwenzahn, Sellerie, Brunnenkresse, Brennnessel, Bittersüßstängel oder Stiefmütterchen.

Kosten zu Ginseng

30 Gramm Bio-Ginsengpulver sind im Handel für etwa 20.- € zu bekommen. Tee in Granulatform kostet circa 40.- € pro 150 Gramm (entspricht 50 Teebeuteln). Hier ist die Produktpalette sehr groß, vergleichen lohnt sich.

Daten/Fakten zu Ginseng

Der Ginseng stammt aus der Familie der Araliengewächse Araliaceae und kommt ursprünglich aus dem Urwald von Nord-Korea. Er wurde in der ersten Verbreitungswelle nach China, Zentralasien und Japan gebracht und wird mittlerweile auch in Amerika, der Ukraine und Russland angebaut. Die 80 bis 100 cm hohe Staude besitzt die heilkräftige, etwa ab der Mitte mehrfach geteilte Wurzel mit hellgelber bis mittelbrauner Rinde. Die lang gestielten ahornartigen und ovalen Blätter stehen in einem Quirl, handförmig gefiedert.
Die unscheinbaren grünlich-gelben Blüten bringen 15 bis 30 rote Beeren hervor. Die Heilpflanze bevorzugt feuchten, humusreichen und zugleich schattigen Boden. Die wilde Ginsengwurzel aus Nord-Korea wird 150 bis 200 Jahre als, bis sie geerntet wird.
Sie enthält dann die ganze Bandbreite der Wirkstoffe und ist sehr teuer. Die angebaute Ginsengwurzel wird bereits nach sieben Jahren geerntet und ist deshalb nicht so wirkstoffreich.

Sammelzeit

Geerntet wird die Wurzel im Oktober, wenn die Pflanze mindestens sechs Jahre alt ist und die Wurzel die notwendige Größe erreicht hat.

Inhaltsstoffe

Ätherisches Öl, Harze, Tannin, Phosphate, Bitterstoffe, Vitamin B 1 und B 2, Saponine, östrogene Stoffe, Glykosid, Schwefel.

Links zu Ginseng

Lebende Ginseng-Pflanzen

Ginseng und mehr
http://www.ginseng-laden.de

Ginsengwurzel – gemahlen kaufen
http://www.aspermuehle.de
Autor: Funk, Silke14.07.2016

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