Dysphonien

MethodeKostenDaten/FaktenLinks

Methode zu Dysphonien

Bei einer Dysphonie hat sich der ursprüngliche Klang der Stimme verändert. Die Stimme kann belegt oder leiser sein, kreischender, tiefer oder höher, verhauchter oder gedrückter, heiser klingen, kratziger, rauchiger oder brüchiger ... als sie es ursprünglich war.
Dysphonische Stimmstörungen können ganz verschiedene Gründe haben. Die Feststellung der Ursache, etwa durch einen Phoniater, ist wichtig und Voraussetzung für eine mögliche Behandlung. Die Extremform der Dysphonie stellt die Stimmlosigkeit (Aphonie) dar.

Was ist im Vorfeld zu beachten?

Folgende Symptome können bei dysphonischen Störungen auftreten:
  • Betroffene leiden häufig unter dem Gefühl großer Anstrengung beim Sprechen oder auch beim Singen
  • Die ständige Überbelastung kann schlimmstenfalls auch zu weiterführenden Veränderungen führen, wie etwa zu Stimmlippenknötchen
  • Einige Betroffene fühlen den Zwang, räuspern oder husten zu müssen
  • Manche klagen über ein Trockenheits- , Druckgefühl oder ein Kloßgefühl im Hals
  • Die Stimme erscheint nicht mehr flexibel.

Wie wird die Dysphonie behandelt?

Wichtig für eine erfolgreiche Behandlung durch einen Mediziner, Logopäden oder Psychologen ist es, die genaue Ursache der Stimmstörung herauszufinden. Danach richtet sich dann das jeweilige Therapiekonzept.

  • Funktionelle Stimmstörungen können duch eine gezielte Stimmtherapie verbessert werden. Hier sind die Therapeuten entweder Atem-, Sprech- und Stimmtherapeuten, Phoniater oder häufig auch Logopäden
  • Bei organischen Stimmstörungen kann eine Operation die Lösung bringen
  • Bei hormonellen Stimmstörungen kann häufig mit Medikamenten behandelt werden
  • Bei rein psychisch bedingten Stimmstörungen ist eventuell eine Psychotherapie notwendig.
Eine gezielte Stimmtherapie kann in wöchentlichen Sitzungen erfolgen oder auch über eine etwa vierwöchige Intensivbehandlung, in der jede Woche vier bis fünf Therapiesitzungen abgehalten werden.

Was ist im Anschluss an die Therapie zu beachten?

Gegen Ende der Therapie wird häufig in einem Stimmbelastungstest festgehalten, welche Anforderungen die Stimme erfüllen kann und welche Anpassungen im Leben des Betroffenen notwendig sind.

Kosten zu Dysphonien

Die Kosten einer logopädischen Stimmtherapie werden in aller Regel von den Krankenkassen übernommen. Eine Verordnung vom behandelnden Mediziner ist notwendig. Die Behandlung von Kindern und Jugendlichen bis zu 18 Jahren ist zuzahlungsfrei. Im Regelfall müssen Erwachsene einen Eigenanteil aufbringen, üblich sind zehn bis 15 Prozent der Therapiekosten. Private Krankenversicherungen erstatten die Kosten in unterschiedlichem Umfang. Genaue Informationen vor Beginn der Behandlung sind ratsam.

Daten/Fakten zu Dysphonien

Die möglichen Ursachen von Dysphonien

Organische Dysphonien entstehen zum Beispiel durch
  • Entzündungen, Lähmungen, gut- und bösartige Neubildungen wie etwa Polypen, Kehlkopfkrebs, Knötchen, Granulome
  • Rückfluss von Magensäure
Funktionelle Dysphonien
  • liegen vor, wenn es organisch keinen Befund gibt
  • treten häufig nach grippalen Infekten auf
  • entstehen, wenn die Stimme über längere Zeit überlastet wurde, oft auch aus beruflichen Gründen.
Hormonelle Dysphonie
  • Hier liegt die Ursache für die Stimmstörung in einem gestörten hormonellen Haushalt.
Psychogene Dysphonie
  • entsteht bei einer psychischen oder seelischen Belastung.

Links zu Dysphonien

Deutscher Bundesverband Logopäden e. V. über funktionelle Dysphonien
Autor: Koll, Livia13.10.2015

Quellenangabe für Zitate

Inhalte dieser Webseite dürfen für kommerzielle und nichtkommerzielle Zwecke ohne Rückfragen auszugsweise zitiert werden. Bedingung dafür ist die Einrichtung des folgenden Links als Quelle des Zitates: