Basilikum

MethodeAlternativenKostenDaten/FaktenLinks

Methode zu Basilikum

Das Basilikumkraut, das im Volksmund auch Königskraut (griech. basilikos = königlich), Hirnkraut, Josefskräutlein oder Krampfkräutel genannt wird, hat eine tausende Jahre alte Tradition. So kann diese Heilpflanze eben viel mehr als nur Speisen wunderbar würzen.
Basilikum wird bei Magen- und Darmbeschwerden, zur Appetitanregung, bei Frauenleiden, zur Nervenberuhigung und zur Unterstützung der Sehfähigkeit eingesetzt. Auch in der Homöopathie hat Basilikum seinen Platz. Ebenso findet es heute in der Industrie wegen seines Gehalts an ätherischem Öl bei der Herstellung von Räucherkerzen und in der Parfümindustrie Verwendung.

Wirkung

  • antibakteriell
  • krampflösend
  • harntreibend
  • schleimlösend
  • schmerzstillend
  • schweißtreibend
  • Konzentration stärkend
  • erfrischend
  • tonisierend (ausgleichend)

Anwendung

  • Verdauung: Magenschwäche, Darmreinigung, gegen Darminfektionen, Verstopfung, Blähungen, Magenkrämpfe
  • Frauenleiden: Wechseljahresbeschwerden, Weißfluss, Menstruation fördernd, Milchfluss fördernd
  • Sonstiges: Gicht, Schwindelanfälle, Libido steigernd, Migräne, Fieber, Blasenentzündung, Nervenschwäche
  • Hautleiden: Hautrisse, Insektenstiche, schlecht heilende Wunden, Hautabschürfungen

Anwendungsarten

  • als Tee: Ein Teelöffel Kraut wird mit einem viertel Liter kochendem Wasser übergossen und zugedeckt etwa fünf Minuten ziehen gelassen, bevor es abgeseiht wird. Zweimal täglich wird eine Tasse nach den Mahlzeiten getrunken. Dies reguliert Verdauungsprobleme. Äußerlich kann der Tee bei Hautproblemen auch zum Waschen, als Badezusatz oder als Umschlag auf Wunden verwendet werden.
  • ätherisches Öl: Das gekaufte Öl hilft bei Insektenstichen, Migräne oder Schlaflosigkeit und Nervenschwäche. Es kann auf die Haut aufgetragen oder in eine Duftlampe gegeben werden.
  • zerriebene frische Blätter: Sie sind die schnelle Hilfe als Auflage auf einen Insektenstich.
  • als Gewürz: Das einfachste und naheliegendste ist natürlich, die frischen Basilikumblätter reichlich in der Küche als Gewürz zu verwenden, um so in den Genuss dieser Heilkraft zu kommen.

Gegenanzeigen

Basilikum sollte während der Schwangerschaft und Stillzeit, ebenso bei Säuglingen und Kleinkindern nur in geringen Mengen verzehrt werden, da sein Inhaltsstoff Beta-Sitosterol dem Hormon Östrogen ähnlich ist und auf den Hormonhaushalt Einfluss nimmt. Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sind keine bekannt.

Alternativen zu Basilikum

  • Bei Verstopfung helfen auch Faulbaum, Lein, Chili, Hafer, Knoblauch, Apfel, Meerrettich oder Alant.
  • Gegen Blähungen können Anis, Baldrian, Dill, Wermut, Zwiebel, Fenchel, Kalmus, Kümmel, Knoblauch oder Pfefferminze eingesetzt werden.
  • Zur Darmentgiftung empfehlen sich Eiche, Faulbaum, Apfel, Tausendgüldenkraut und Knoblauch.
  • Bei Darmentzündungen helfen Brombeere, Eiche, Kamille, Holunder oder Alant.
  • Zur Appetitanregung eignen sich Bitterklee, Dill, Wacholder, Enzian, Kardobenediktenkraut, Zwiebel, Knoblauch, Kümmel, Tausendgüldenkraut oder Bohnenkraut.
  • Gegen Migräne kann Majoran, Wacholder, Schwarze Johannisbeere, Lavendel, Baldrian oder Linde empfohlen werden.
  • Menstruationsfördernd sind Ackerschachtelhalm (Zinnkraut), Baldrian, Kümmel, Lavendel, Linde, Wacholder, Fenchel, Estragon, Brennnessel, Enzian, Kalmus oder Beifuss.
  • Wechseljahresbeschwerden können mit Herzgespann, Frauenmantel oder Johanniskraut gemildert werden.
  • Zur Äußerlichen Wundheilung eignen sich Arnika, Andornkraut, Beinwell, Odermennig, Ringelblume, Sanikelkraut, Schafgarbe, Kamille, Thymian, Eichenrinde, Johanniskraut oder Tormentillwurzel .

Kosten zu Basilikum

Der Preis für 100 Gramm getrocknetes und gerebeltes Basilikumkraut liegt bei etwa 1,50 € und ist in jedem Gewürzregal im Handel zu finden. Bei Abnahme von 250 Gramm reduziert sich der Preis bereits auf etwa 1.- € pro 100 Gramm.

Daten/Fakten zu Basilikum

Ursprünglich aus Vorderindien als heilige Heil- und Gewürzpflanze eingeführt, trat das Basilikum seinen weltweiten Siegeszug an. Schon die alten Pharaonen in Ägypten haben diese Heilpflanze zu Kult- oder Heilzwecken eingesetzt. Das Basilikum Ocimum basilicum stammt aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Die einjährige strauchartige Pflanze wird etwa 30 bis 40 cm hoch und besticht durch ihren unverwechselbaren angenehmen und würzigen Geruch.
Während der Blütezeit zwischen Juni und September bilden sich weiße, gelbliche oder rote nektarreiche Blüten aus. Die eilanzettförmigen Blätter sind je nach Art grün oder dunkelrot. Basilikum ist frostempfindlich, braucht einen gut entwässerten Boden und reichlich Sonne. Es kann gut im Gewächshaus aus Samen vermehrt werden, da es dort vor Kälte und zuviel Feuchtigkeit geschützt ist.

Sammelzeit

Geerntet werden die Blätter zum Verzehr grundsätzlich das ganze Jahr über, sollen die Blätter getrocknet werden, empfiehlt sich, das Kraut gezielt zwei bis dreimal im Jahr abzuernten. Dazu wird die Pflanze zu Beginn der Blütezeit bis auf 30 cm abgeschnitten, um ihr das neue Austreiben zu ermöglichen. Bei der letzten Ernte wird die ganze Pflanze samt Wurzel aus dem Boden genommen und nach gründlicher Säuberung bei mäßiger Temperatur bis zu 35 Grad Celsius schonend getrocknet, damit die ätherischen Öle erhalten bleiben. Das Trockengut wird in gut schließenden Gefäßen vor Licht und Feuchtigkeit geschützt aufbewahrt.

Inhaltsstoffe

Ätherisches Öl, Kampfer, Cineol, Saponine, Gerbstoff, Beta-Sitosterol, Flavonoide, Methylcavicol, Anethol, Menthol, Thymol, Stigmasterol und Farnesol.

Links zu Basilikum

Basilikum – Zentrum der Gesundheit
http://www.zentrum-der-gesundheit.de/basilikum.html

Basilikum – Essen und Trinken
http://www.essen-und-trinken.de/basilikum

Basilikum – Anbau, Pflege und Ernte
http://www.gartendialog.de/gartengestaltung/kraeutergarten/basilikum-pflege.html
Autor: Funk, Silke28.06.2016

Quellenangabe für Zitate

Inhalte dieser Webseite dürfen für kommerzielle und nichtkommerzielle Zwecke ohne Rückfragen auszugsweise zitiert werden. Bedingung dafür ist die Einrichtung des folgenden Links als Quelle des Zitates: