Autogenes Training

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Methode zu Autogenes Training

Autogenes Training ist eine Entspannungsmethode, die helfen soll, den Körper in tiefe und körperlich spürbare Ruhe zu versetzen. Sie besteht aus Konzentrationsübungen, mit deren Hilfe Körperbereiche beeinflusst werden, die nicht dem eigenen Willen unterliegen.
Über bestimmte Suggestionen (beeinflussende Anweisungen) und Bilder, die der Trainierende aktiv in sich erzeugen soll, wird Einfluss auf körperliche Reaktionen genommen. Das geschieht ähnlich wie im täglichen Leben, wenn bei auftauchenden Angstgefühlen Puls und Herzschlag scheinbar wie von selbst ansteigen.
Neben der Progressiven Muskelentspannung und der Meditation zählt Autogenes Training zu den anerkannten Entspannungsmethoden.
Es wurde vom Berliner Nervenarzt Johannes Schultz in den 1920iger Jahren entwickelt. Die Methode erschuf er aus seinen Erfahrungen mit der Hypnose.

Erlernen von Autogenem Training

Am besten wird es bei einem Psychotherapeuten oder einem ausgebildeten Lehrer in meistens sechs einzelnen Übungsstufen (Kursen) erlernt. In jeder Stufe wird ein bestimmtes Gebiet und Organsystem angesprochen und bewusst entspannt. Dies dauert insgesamt ungefähr sechs bis neun Monate. Alternativ kann auch selbst per DVD oder CD-Kurs gelernt werden.

Wofür ist Autogenes Training sinnvoll?

Das Erlernen dieser Methode hilft, durch Selbstentspannung bewusst von Angst, Stress oder Nervosität auf Ruhe und Entspannung umzustellen und in der Folge den Puls zu normalisieren. Positive Auswirkungen sind:
  • verbesserte Gesundheit
  • freiere Lebensgestaltung
  • entspanntes Verhältnis in Beziehung und Berufsleben
  • Vermeidung oder Minderung psychosomatisch ausgelöster Erkrankungen, wie etwa Burnout.
Empfehlenswert ist Autogenes Training weiterhin bei:

Alternativen zu Autogenes Training

Ebenso empfehlenswert sind alternativ die Progressive Muskelentspannung oder die Meditation.

Kosten zu Autogenes Training

Kursgebühren und Kostenübernahme

Die einzelnen Kurse (Stufen eins bis sechs) beinhalten meistens sechs bis acht Übungsstunden und kosten zwischen 70.- und 110.- Euro. Die Kurse auf höherem Niveau sind meistens etwas teurer. DVD und CDs gibt es sehr günstig ab 10.- Euro zu kaufen.
Die Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) übernehmen heutzutage häufig die Kosten für einen Kurs im Autogenen Training, sofern eine Indikation vorliegt, die dies nahelegt. Diese bestimmt ein Mediziner, etwa ein Allgemein- oder Hausarzt, ein Kinder- und Jugendarzt oder auch ein Psychiater. Sogar Volkshochschulen bieten Kurse an und viele Krankenkassen übernehmen diese Kursgebühren zumindest teilweise.

Daten/Fakten zu Autogenes Training

Die Übungsregeln für nachgewiesenen Erfolg

  • Auf dem Rücken liegend üben, oder im Sitzen in der Droschkenkutscher-Haltung
  • Einfach anfangen, dann kompliziertere Übungen hinzunehmen. Die nächste Stufe erst mit dem Beherrschen der vorigen angehen
  • Zwei bis drei Mal täglich praktizieren
  • Sich wirklich die Zeit nehmen. (Es kann sich lohnen, diese im Tagesplaner einzutragen)
  • Rechtshänder mit rechts anfangen, Linkshänder mit links
  • Am Ende der Übung, Arme und Beine strecken, bewusst ein- und ausatmen und dann erst die Augen öffnen.

Die zwei grundlegenden Suggestions-Formeln

Wärmeübung
Der rechte Arm ist ganz warm
  Der linke Arm ist ganz warm
  Beide Arme sind ganz warm
  Beide Beine sind ganz warm
  Arme und Beine sind ganz warm.

Schwereübung
  Der rechte Arm ist ganz schwer
  Der linke Arm ist ganz schwer
  Beide Arme sind ganz schwer
  Beide Beine sind ganz schwer
  Arme und Beine sind ganz schwer.

Links zu Autogenes Training

Bundesvereinigung
Bundesverband für Autogenes Training und Entspannungstherapie
Autor: Thiede, Katja29.09.2015

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