Amika

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Methode zu Arnika

Die Arnika ist eine sehr wirkungsvolle Heilpflanze, die heute vor allem äußerlich als Tinktur verwendet wird. Seltene allergische Reaktionen auf Arnika haben dazu geführt, dass sie häufig verdünnt wird und bei innerlicher Anwendung mit Bedacht zu benutzen ist. Aufgrund ihrer starken Wirkung wird sie gerne als homöopathisches Schmerzmittel und bei Verletzungen aller Art eingesetzt. Hauptanwendungsgebiet sind Hauterkrankungen wie eiternde Wunden, Quetschungen, Blutergüsse und stumpfe Verletzungen.

Wirkung

  • antibakteriell
  • entzündungshemmend
  • blutreinigend
  • schmerzstillend
  • harntreibend
  • schweißtreibend
  • krampflösend
  • hautreizend
  • durchblutungsfördernd

Anwendung

Äußerlich

Venenschwäche, Krampfadern, Thrombose, Venenentzündung, Muskelkater, Gelenkentzündungen, Hautentzündungen, Neuralgien, Quetschungen, Prellungen, Ekzeme, Entzündungen durch Insektenbisse, Furunkel, Hämatome, Schwellung bei Knochenbrüchen, Verstauchungen.

Innerlich

  • Stoffwechsel: Rheuma, Gicht, Gelenkschmerzen
  • Herz und Kreislauf: Kreislauf stärkend, Herzbeschwerden, Herzschwäche
  • Verdauung: Durchfall, Seekrankheit, Magenkrämpfe
  • Atmungsorgane: Heiserkeit, Husten, Bronchitis, Fieber, Erkältung, Grippe, Mandel- und Rachenentzündung, Zahnfleischentzündung, Mundschleimhautentzündung

Anwendungsarten

  • als Tee zum Trinken: ein Teelöffel getrocknete Blüten werden mit einem achtel siedendem Wasser übergossen und als Tagesmenge in drei gleichen Teilen verteilt getrunken.
  • als Tee für äußerliche Umschläge oder Bäder: Ein bis zwei Teelöffel getrocknete Arnika-Blüten werden mit 100 ml kochendem Wasser übergossen und fünf bis zehn Minuten ziehen gelassen.
  • als Tinktur: Ein Teil Arnikablüten werden mit zehn Teilen 70 prozentigem Alkohol angesetzt und zwei Wochen an einem warmen Ort stehen gelassen. Dann wird das Ganze abgeseiht und in dunklen Flaschen aufbewahrt. Zur äußeren und inneren Anwendung geeignet.

Gegenanzeigen

Die innerliche Anwendung ist für Schwangere, Stillende und Säuglinge nicht angezeigt. Arnika sollte nicht bei einer bekannten Allergie gegen Arnika oder gegen Korbblütler angewendet werden, auch nicht bei offenen frischen Wunden. Als Nebenwirkung können bei äußerer Anwendung allergische Hautreaktionen und bei innerer Anwendung Verdauungs- oder Kreislaufprobleme auftreten. Wechselwirkungen sind keine bekannt.

Alternativen zu Arnika

  • Bei Herzmuskelschwäche können auch Lavendel, Weißdorn oder Zwiebel verwendet werden.
  • Als herzstärkende Mittel allgemein gelten Borretsch, Weißdorn, Herzgespann, Knoblauch, Mistel, Rosmarin, Enzian oder Zwiebel.
  • Bei Kreislaufstörungen sind Hafer, Weißdorn, Schafgarbe, Holunder, Mistel, Tausendgüldenkraut, Lavendel, Hirtentäschel oder Rosmarin zu empfehlen.
  • Gegen Gelenkschmerzen helfen Bärlapp, Stiefmütterchen, Fichte oder Quecke.
  • Die richtigen Heilpflanzen bei Gicht sind Beinwell, Brennnessel, Zwiebel, Wacholder, Weide, Salbei, Raute, Löwenzahn oder Schöllkraut.
  • Nervöse Magenbeschwerden können mit Pomeranze, Melisse, Hopfen oder Majoran gemildert werden.
  • Bei Durchfall empfehlen sich getrocknete Heidelbeeren, Lein, Linde, Frauenmantel, Süßholz, Alant, Brombeere, Brennnessel, Bohnenkraut, Eibisch, Apfel oder Spitzwegerich.
  • Gegen Zahnfleischentzündung helfen Salbeiblätter.
  • Gegen Mundschleimhautentzündung hilft das Gurgeln mit Auszügen aus Eichenrinde, Ysopkraut, Salbei, Kamillenblüten, Odermennig oder Eibischwurzel.
  • Bei Verschleimung und Husten können Alant, Bibernelle, Eukalyptus, Fenchel, Liebstöckel, Meerrettich, Schlüsselblume, Stiefmütterchen, Süßholz, Thymian oder Königskerze Abhilfe schaffen.
  • Und gegen Krampfadern helfen Beinwell, Rosskastanie, Besenginster- und Ginkgpräparate.
  • Äußerliche Wunden können mit Andorn, Schafgarbe, Kamille, Thymian, Eichenrinde, Ringelblume, Odermennigkraut, Beinwell oder Johanniskrautöl abgeheilt werden.

Kosten zu Arnika

Getrocknete Arnikablüten sind im Handel für etwa 14.- € zu bekommen. Bei Abnahme eines ganzen Kilos reduziert sich der Preis pro 100 Gramm etwa auf 12,50 €.

Daten/Fakten zu Arnika

Die Arnika mit dem lateinischen Namen Arnica montana erfreut sich als eine der ältesten Heilpflanzen aus den Bergregionen Europas und Nordamerikas seit Jahrtausenden großer Beliebtheit. Auch Goethe war ein bekannter Anwender von Arnikatropfen als anregendem Mittel. Im Hochschwarzwald und in den Vogesen lassen sich reichlich leuchtend gelborangene Arnikawiesen finden. Sie wird im Volksmund unter anderem auch Bergdotterblume, Bergwohlverleih, Wundkraut oder Kraftwurz genannt. Bei der Arnika handelt es sich um eine 20 bis 60 cm hohe Staude aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae).
Sie besitzt einen aufrechten, dicht behaarten Stängel. Die ovalen Blätter sind ohne Stiel in einer grundständigen Rosette als zwei bis drei gegenständige Blattpaare angelegt. Die orangegelben Blüten lassen sich zwischen Mai bis August sehen. Die Heilpflanze wächst in höheren Lagen Mittel- und Südeuropas und in Nordamerika auf nährstoff- und kalkarmen Wiesen und lichten Wäldern. Sie gehört zu den teilweise geschützten Pflanzenarten, das heisst, es ist verboten, die Wurzeln, Zwiebeln oder Rosetten der wildwachsenden Pflanze zu entnehmen oder zu beschädigen.

Sammelzeit

Gesammelt werden die Blüten von Juli bis August.

Inhaltsstoffe

Ätherisches Öl, Kampfer, Inulin, Helenalin, Arnicin, Procyanidine, Flavone, Bitterstoffe, Beta-Sitosterol und Flavonoide.

Links zu Arnika

Kräuterweisheiten
http://www.kraeuterweisheiten,de/arnika.html

Arnika montana – Homöopathie
http://www.homoeopathie-heute.de/homoeopathische_mittel/a-z/arnika.php

Arnika-Salbe als Naturkosmetik
http://www.weleda.de/produkt/a/arnika-salbe-30
Autor: Funk, Silke28.06.2016

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