Rotationsangioplastie

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Methode zu Rotationsangioplastie

Mittels Rotationsangioplastie lassen sich Ablagerungen aus den Blutgefäßen entfernen. Mediziner sprechen auch von arteriosklerotischen Plaques, umgangssprachlich heißen die Ablagerungen Arterienverkalkungen.
Ein Bohrer schleift die Ablagerungen vorsichtig ab.

Wie funktioniert eine Rotationsangioplastie?

Die Rotationsangioplastie wird im Rahmen eines Herzkatheters durchgeführt. Es wird ein Draht mit einem Diamant-Bohrkopf bis zur
Engstelle des Gefäßes vorgeschoben. Der Bohrkopf hat die Form einer
Olive und wird an der Engstelle in sehr schnelle Rotation versetzt. So
kann er die Verkalkungen "abhobeln".

Wann wird die Rotationsangioplastie angewandt?

Die Laserangioplastie erfolgt im Rahmen eines Herzkatheters, deshalb müssen hier die gleichen Voruntersuchungen durchgeführt werden.
Mittels Rotationsangioplastie werden Gefäßverengungen (Stenosen) beseitigt, die mit der Ballon-Technik im Rahmen der PTCA nicht passierbar sind. Dazu zählen sehr starke Verkalkungen.
Der Arzt beginnt mit einem Bohrkopf, der einen kleineren Durchmesser als das Gefäß hat. Dann wird der Vorgang mit immer größeren Bohrköpfen wiederholt. Das Ergebnis wird mittels Röntgenkontrastmitteln auf dem Bildschirm kontrolliert.
Aufgrund der hohen Rotationsgeschwindigkeit werden nur unelastische, harte Verkalkungen abgeschliffen. Die Gefäßteile ohne Wandverkalkungen bleiben unversehrt.
Allerdings muss in bis zu 50 Prozent der Fälle zusätzlich eine Herzkranzgefäß-Erweiterung (PTCA) durchgeführt werden. Die Erfolgsrate der Rotationsangioplastie plus PTCA liegt bei ungefähr 95 Prozent.

Alternativen zu Rotationsangioplastie

Alternativ kommt eine Laserangioplastie in Frage.

Mögliche Komplikationen

Folgende Komplikationen können im Rahmen der Rotationsangioplastie auftreten:
  • Herzschmerzen (Angina pectoris) während der Rotationsangioplastie bis hin zum Gefäßverschluss mit Herzinfarkt;
  • Allergie auf Röntgenkontrast- und Betäubungsmittel;
  • Blutungen,
  • Verletzungen von Gefäßen, Nerven, Haut und Weichteilen
  • Herzrhythmusstörungen,
  • Verlangsamung des Herzschlages bei der Rotationsangioplastien der rechten Herzkranzarterie, vorübergehend kann ein Herzschrittmacher erforderlich sein.
  • Infektionen,
  • Thrombose,
  • Embolie (Schlaganfall, Lungenembolie),
  • Abfall des Blutdrucks, was jedoch medikamentös gut zu behandeln ist
Bei der Rotationsangioplastie wird eine größere arterielle Schleuse als bei der PTCA in die Leistenarterie eingeführt. Daher kommt es zu einer entsprechend größeren Gefäßverletzung. In etwa fünf Prozent der Fälle wird das Herzkranzgefäß bei der Rotationsangioplastie durchstoßen.
Autor: Schmitt, Sabine16.08.2014

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