Bauchpunktion (Aszites-Punktion)

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Methode zu Bauchpunktion (Aszites-Punktion)

Bei der Bauchpunktion wird aus der Bauchhöhle Flüssigkeit entfernt (Aszites). Wie auch bei Flüssigkeitsansammlungen in anderen Geweben (zum Beispiel beim Unterschenkel-Ödem), kann sich in der Bauchhöhle Flüssigkeit bilden, was zu Beschwerden und zu einer erheblichen Umfangsvermehrung des Bauches führen kann. Der Aszites (Flüssigkeitsansammlung im Bauchraum) selbst ist Symptom einer zugrundeliegenden Erkrankung.

Wozu dient eine Aszites-Punktion?

Das Entfernen der Flüssigkeit mit einer Nadel dient diagnostischen oder therapeutischen Zwecken. Es lassen sich verschiedene Formen des Aszites unterscheiden, deren Ursachen unterschiedlich sind, zum Beispiel:

  • Lebererkrankungen wie Leberzirrhose
  • Pfortaderthrombose
  • Fortgeschrittene Krebserkrankungen des Verdauungstrakts und der Eierstöcke
  • Herzerkrankungen wie Herzschwäche (Herzinsuffizienz)
  • Eiweißmangel
  • Entzündungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) oder des Bauchfells (Peritonitis)
  • Lymphabflussstörungen
  • Gefäßverletzungen.
Grundsätzlich lässt sich ein entzündlicher von einem nichtentzündlichen Aszites unterscheiden.

Wie läuft die Aszites-Punktion ab?

Der Betroffene liegt und erhält meist über die Armvene eine Infusion. Unter sonografischer Kontrolle wird im Bereich des linken Unterbauchs die Punktionsstelle markiert. Nach Desinfektion und örtlicher Betäubung wird eine Punktionsnadel durch die Bauchdecke in die Bauchhöhle gestochen. Mit einer Spritze lässt sich nun Flüssigkeit ansaugen. Diese lässt sich im Labor auf ihre Bestandteile und Bakterien hin analysieren und gibt Hinweise auf die zugrundeliegende Erkrankung. Handelt es sich um einen therapeutischen Eingriff zum Ablassen der Flüssigkeit, kann die Flüsssigkeit über eine Kanüle in den folgenden Stunden ablaufen. Bei Beendigung des Eingriffs werden Nadel und Kanüle entfernt und die kleine Wunde mit einem Verbandspflaster versorgt. Ein Vernähen ist eher selten nötig.

Was ist im Vorfeld des Eingriffs zu beachten?

Neben der Bestimmung der Blutgerinnung und dem Absetzen blutgerinnungshemmender Medikamente ist keine besondere Vorbereitung notwendig.

Wie sieht die Nachbehandlung aus?

Direkt nach dem Eingriff soll der Behandelte für etwa vier Stunden liegen. Eventuelle verabreichte Beruhigungs- oder Schmerzmedikamente schränken für mindestens zwölf Stunden die Fahrtauglichkeit ein.

Alternativen zu Bauchpunktion (Aszites-Punktion)

Blutuntersuchungen und bildgebende Untersuchungen sollen der Identifikation der zugrundeliegenden Erkrankung dienen. Eine Bauchpunktion wird aber notwendig, wenn die Ursache der Flüssigkeitsansammlung dennoch unklar bleibt. Sind therapeutische Maßnahmen nicht ausreichend, um die Aszitesmenge zu verringern, kann eine therapeutische Punktion notwendig sein.

Welche Komplikationen können bei der Bauchpunktion auftreten?

Mit Komplikationen ist nur in seltenen Fällen zu rechnen. Möglich sind:
  • Infektionen
  • (Nach-)Blutungen
  • Verletzung von Geweben und Organen
  • Überempfindlichkeitsreaktionen auf das Betäubungsmittel.
Komplikationen können weitere Behandlungen nach sich ziehen.

Kosten zu Bauchpunktion (Aszites-Punktion)

Ist eine Punktion der Bauchhöhle medizinisch notwendig, übernimmt die Gesetzliche Krankenkasse (GKV) sämtliche Kosten.

Links zu Bauchpunktion (Aszites-Punktion)

Informationen zu Aszites
http://de.wikipedia.org/wiki/Aszites
http://www.aszites.net/


Aszites bei Krebserkrankungen
http://www.krebsinformationsdienst.de/leben/aszites/aszites-grundlagen.php
Autor: Hofmann, Julia22.09.2015

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