Wundrose

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Wissen zu Wundrose (Erysipel)

Die Wundrose (Erysipel) ist eine durch Bakterien verursachte Infektion der Haut, die in tiefere Gewebe wie Unterhaut und Muskeln übergreift. Die Infektion entsteht nach Kontakt einer oft nur kleinen Hautverletzung mit Bakterien. Zunächst bildet sich eine umschriebene Rötung mit gezacktem Rand. Das betroffene Gebiet ist geschwollen und bereitet Druckschmerzen.
Breitet sich die Infektion in tiefere Gewebeschichten unter der Haut aus, spricht man von Phlegmone.

Das Erysipel kommt häufig vor und kann Menschen jeden Alters betreffen. Besonders gefährdet sind Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Unbehandelt ist die Wundrose gefährlich, auch wenn der Körper die Infektion bei guter Abwehrlage selbst in den Griff bekommen kann. Mit einer antibiotischen Behandlung heilt das Erysipel rasch und folgenlos ab.

Ursachen
Infektionserreger ist das Bakterium Streptokokkos pyogenes, das Enzyme produziert, die Gewebe zerstören. Die Infektion breitet sich in Lymphgefäßen der Haut aus. Die Infektion tritt häufig im Gesicht, an den Armen oder Beinen auf, kann aber auch an anderen Körperstellen vorkommen. Risikofaktoren für die Infektion sind chronische Wunden, Immunschwäche sowie die periphere arterielle Verschlusskrankheit.

Diagnose zu Wundrose (Erysipel)

Die Wundrose (Erysipel) ist oft schon per Blickdiagnose erkennbar. Symptome und Erscheinungsbild sind meist charakteristisch. Mit einem Hautabstrich kann der Erreger häufig nicht nachgewiesen werden. Eine Blutuntersuchung dient dem Nachweis der Entzündung. Weiße Blutkörperchen (Leukozyten), Blutsenkungsgeschwindigkeit (BKS) und ein Entzündungsprotein (CRP) sind erhöht. Auch Antikörper sind nachweisbar.

Symptome
An der Haut entsteht eine umschriebene Rötung mit gezacktem Rand oder zackigen Ausläufern (Wundrose). Das Gebiet ist geschwollen und druckschmerzhaft. Daneben kann es zu Fieber und Kopfschmerzen kommen.

Behandlung zu Wundrose (Erysipel)

Patienten mit einem Erysipel sollen rasch mit Penicillin oder einem anderen Antibiotikum behandelt werden, damit die Entzündung sich nicht ausbreitet. Manchmal ist eine stationäre Behandlung sinnvoll. Bestimmte Verhaltensregeln sollten eingehalten werden:
  • Bettruhe
  • Betroffene Körperregion hochlagern und ruhigstellen

Kommt es zum Fortschreiten der Infektion, ist möglicherweise eine chirurgische Sanierung des Wundbetts (Debridement) erforderlich.

Prognose
Mit einer ausreichend langen und wirksamen antibiotischen Behandlung heilt das Erysipel aus. Bei zu später, fehlender oder zu kurzer Behandlung kann sich die Infektion in die Tiefe ausbreiten. Sind tiefergelegene Strukturen wie Muskeln und Sehnen betroffen, ensteht eine gefährliche Phlegmone. Eintrittspforten für die Keime sind oft kleinste kaum sichtbare Hautverletzungen wie auch Fußpilz.

Selbsthilfe zu Wundrose (Erysipel)

Bei unklaren empfindlichen Hautrötungen sollte man rasch seinen Hausarzt aufsuchen, damit sich eine mögliche Infektion nicht in die Tiefe ausbreitet.
Bei einem Erysipel sollten man Bettruhe einhalten, infizierte Arme oder Beine hochlagern.

Links zu Wundrose (Erysipel)

Deutsche Haut- und Allergiehilfe e.V.
Heilsbachstraße 32
53123 Bonn
Fax: 0228/36791-90
E-Mail: info@dha-allergien.de
http://www.dha-allergien.de/Wundrose

Dermatology Information System
http://www.dermis.net/Wundrose
Autor: Hofmann, Julia15.01.2012

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