West-Nil-Fieber

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Wissen zu West-Nil-Fieber

Das West-Nil-Fieber ist eine virale Infektionskrankheit, die von Mücken übertragen wird. In verschiedenen tropischen Gebieten der Welt kommt es immer wieder zu Epidemien und flächenhaften Ausbreitungen.
Das West-Nil-Virus kommt mittlerweile nicht nur in Afrika, im Mittleren Osten, in Indien und Südostasien vor, sondern inzwischen auch in Nordamerika und Südeuropa. Vereinzelte nach Deutschland importierte Fälle von Infektionen wurden bekannt, jedoch noch keine Infektionen, die hier erworben wurden. Nach der Infektion entwickelt ungefähr jede fünfte Person eine grippeähnliche Erkrankung, wobei der Krankheitsverlauf meist mild ist.

Ursache

Sogenannte Flaviviren lösen die Krankheit aus. Mücken übertragen mit ihrem Stich die Viren auf Mensch und Tier. Als Reservoir dienen Vögel.

Diagnose zu West-Nil-Fieber

Besteht der Verdacht auf West-Nil-Fieber, kann die Diagnose mit einer Untersuchung von Blut oder der Rückenmarksflüssigkeit (Liquor) und dem Nachweis spezifischer Antikörper, die der Körper nach dem Kontakt mit den Viren bildet, gesichert werden. Da diese Antikörper Antikörpern, die bei anderen Erkrankungen auftreten, ähneln, wird bei positivem Ergebnis die Untersuchung wiederholt.

Symptome

Die meisten Menschen, die mit West-Nil-Viren infiziert werden, merken davon nichts. Bei symptomatischen Infektionen lassen sich zwei Verlaufsformen unterscheiden:

  • Grippeähnliche (leichtere) Verlaufsform: Etwa 20 Prozent der Infizierten entwickeln zwei bis 14 Tage nach dem Mückenstich Fieber mit über 38 Grad Celsius. Ein allgemeines Krankheitsgefühl kann mit Magendarmbeschwerden, Augen- und Kopfschmerzen sowie Muskelschmerzen einhergehen. Selten kommen laufende Nase, Halsschmerzen und Husten vor. Selten sind auch Hautausschläge.
  • Neurologische (schwerere) Verlaufsform: Nach der Entwicklung von Fieber und grippeähnlichen Beschwerden kommt es zu neurologischen Symptomen. Eine Entzündung der weichen Hirnhäute (Meningitis) wird am häufigsten beobachtet. Beschwerden können Bewusstseinsstörungen, Muskelschwäche, Schluckstörungen, Schwindel, Bewegungsstörungen, Sehstörungen und Sprechstörungen sein. Verhaltens- und Persönlichkeitsveränderungen können auffallen. Die Symptome können über Monate bestehen. Ein lebensbedrohlicher Verlauf mit Lähmungen ist möglich.

Behandlung zu West-Nil-Fieber

Eine gezielte Behandlung der West-Nil-Virusinfektion gibt es leider nicht. Die Therapie orientiert sich deshalb an den Beschwerden und Symptomen. Hauptaugenmerk liegt deshalb auf der Vorbeugung einer Infektion.

Prognose

Die meisten Infektionen mit dem West-Nil-Virus werden nicht bemerkt. Die grippeähnliche Verlaufsform ist für die meisten Menschen nicht gefährlich und Beschwerden bilden sich innerhalb weniger Tage zurück. Besonders bei älteren Menschen, Immungeschwächten und Kindern besteht jedoch die Gefahr einer neurologischen Beteiligung mit einer Hirnhautentzündung unterschiedlicher Schweregrade.

Selbsthilfe zu West-Nil-Fieber

Der beste Schutz vor dem West-Nil-Virus gewährleistet ein aktiver Mückenschutz.
In betroffenen Gebieten sollte deshalb an den Einsatz von
  • Mückengittern und -netzen,
  • bedeckende Kleidung,
  • Mückenschutzmittel am Tag und am Abend gedacht werden.
Besonders Kinder sollten nicht mit ungeschützen Hautstellen ins Freie gehen.

Links zu West-Nil-Fieber

Bundesinstitut für Risikobewertung
Abteilung Risikokommunikation
Fachgruppe Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Max-Dohrn-Str. 8-10
10589 Berlin
http://www.bfr.bund.de/West-Nil-Fieber


Robert Koch-Institut
Nordufer 20
13353 Berlin
http://www.rki.de/West-Nil-Fieber
Autor: Hofmann, Julia04.11.2016

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