Warzen

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Wissen zu Warzen (Verrucae)

Eine Warze ist eine gutartige Hautwucherung, die durch eine Infektion mit Viren hervorgerufen wird. Man unterscheidet nach dem Erscheinungsbild und dem Ort ihres Auftretens verschiedene Typen, die durch verschiedene Humanpapillomviren (HPV) verursacht werden:
  • Warzen der Fußsohlen (Plantarwarzen)
  • gewöhnliche Hand- und Fingerwarzen (Verrucae vulgares)
  • Plane juvenile Warzen des Gesichtes
  • juvenile Larynxpapillome (Geschwülste des Kehlkopfes)
  • genitale Warzen
  • (seltene) generalisierte Verrukose
  • plane Warzen des Gebärmutterhalses

Die Warzenviren verursachen eine Vermehrung der befallenen Zellen. Daher sind die Warzen - insbesondere wenn die Oberfläche nicht mehr intakt ist - ansteckend. Dabei kann die Ansteckung andere Körperstellen der gleichen Person und andere Personen betreffen. Die Infektion mit den Erregern der Plantarwarzen kann man sich beim Barfußlaufen in Schwimmbädern und ähnlichen Einrichtunge zuziehen. Genitale Warzen werden durch Virenübertragung beim Geschlechtsverkehr verursacht.

Die meisten Warzen sind und bleiben gutartig. Die genitalen Warzen und die generalisierte Verrukose können allerdings bösartig werden. Seit einiger Zeit ist bekannt, daß HPV-bedingte plane Warzen des Gebärmutterhalses Vorstufen bösartiger Veränderungen bis hin zum Gebärmutterhalskrebs sind.

Diagnose zu Warzen (Verrucae)

Die Diagnose läßt sich in der Regel aus dem klinischen Erscheinungsbild stellen. "Gewöhnliche" Warzen (Verrucae vulgares) sind meist glatt begrenzte halbkugelige Gebilde mit einer glatten oder rauen bis gefurchten Oberfläche. Zu unterscheiden davon sind die deutlich flacheren, sogenannten "planen" Warzen. An Druckstellen können sich in die Tiefe wachsende Dornwarzen entwickeln.
Bei Unsicherheit oder Verdacht auf Bösartigkeit wird man den Tumor entfernen und feingeweblich (mikroskopisch) untersuchen.

Behandlung zu Warzen (Verrucae)

Warzen haben eine hohe Selbstheilungstendenz; 2/3 aller Plantarwarzen heilen binnen zwei Jahren auch ohne Therapie ab. Daher dürfen bei den häufigsten Formen ("vulgares") nur Behandlungsmethoden ohne Folgen wie Narbenbildung zur Anwendung kommen.
Warzen können durch Betupfen mit ätzenden Substanzen, wie Salicylsäure therapiert werden. Diese müssen wiederholt auf die Warze aufgetragen werden, wobei die umgebende Haut zu schonen ist.
Alternativ kann eine Entfernung mit dem "scharfen Löffel" erfolgen. Stellen mit möglicher Blasenbildung können kältetherapeutisch behandelt werden, inden flüssiger Stickstoff aufgebracht wird. Genitale Warzen sollten insbesondere wegen der Entartungsmöglichkeit operativ behandelt werden.

Selbsthilfe zu Warzen (Verrucae)

Die Selbsthilfe bezieht sich in erster Linie auf vorbeugende Maßnahmen der Hygiene, wie das Vermeiden von Barfußlaufen im Schwimmbad und zusätzliche Fußdesinfektion (Sprühvorrichtungen).
Um das Infektionsrisiko zu senken, sollten beim Geschlechtsverkehr Kondome verwendet werden. Diese Vorkehrungen gelten umso mehr für Menschen mit geschwächtem Immunsystem, die besonders anfällig sind für Virusinfektionen im Allgemeinen, so auch für eine Infektion mit HPV.
Zur Verhütung eines Gebärmutterhalskrebses, der in 99 % mit einer HPV-Infektion zusammenhängt, empfiehlt man heute eine Impfung. Dies betrifft insbesondere Mädchen im Alter von 12-17 Jahren aber auch Frauen, die in diesem Alter noch nicht geimpft worden waren, profitieren zu einem späteren Zeitpunkt von einer Impfung.



Links zu Warzen (Verrucae)

ZAKK Gesundheitsmarketing
Sterngasse 3
1010 Wien
Österreich
http://www.warzen.com/

Reinhardt Internet Media GbR
Bergmannsstr. 2F
34233 Fuldatal
http://www.die-warze.de/

Autor: Schmitt, Sabine19.04.2012

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