Streptokokken

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Wissen zu Streptokokken

Was ist eine Streptokokken-Infektion?
Streptokokken sind Bakterien, die vor allem im Schleimhautbereich zu finden sind. Oft treten sie bei Halsentzündungen wie Angina tonsillaris oder Scharlach auf. Aber auch auf der Haut können sie Infektionen in Form einer Wundrose (Erysipel) hervor rufen. Streptokokken befinden sich bei Frauen auch öfter im Scheidenbereich. Dort können sie beim Geschlechtsverkehr weiter gegeben werden, auch wenn sie keine Beschwerden machen. Normalerweise kommt ein intaktes Immunsystem gut mit den Erregern zurecht.

Ursachen
Da sich Streptokokken auch auf oder in einem gesunden Körper befinden und diese normalerweise gut toleriert werden, tritt eine Streptokokken-Infektion nur bei geschwächter Immunabwehr auf. Dazu reicht schon eine beginnende Erkältung oder Unwohlsein aus. Die Übertragung erfolgt über die Tröpfcheninfektion, also durch Husten oder Niesen.

Diagnose zu Streptokokken

Es gibt verschiedene Arten von Streptokokkeninfektionen. Die bekanntesten sind wohl die Mandelentzündung (umgangssprachlich Angina) und deren besondere Verlaufsform, der Scharlach. Erste Vorboten der Infektion sind meist Kopfschmerzen und Schluckbeschwerden. Dabei fühlen sich Betroffene schnell körperlich beeinträchtigt.

Symptome
  • allgemeines Krankheitsgefühl
  • Fieber
  • Gliederschmerzen
  • Abgeschlagenheit
  • belegte Zunge
  • Kopfweh
  • Schluckschmerzen
  • bei Kindern Erbrechen und Durchfall

Bei der Untersuchung des Rachenraumes fallen geschwollene und hochrote Rachenmandeln auf. Eiterstippchen sind auf den Mandeln sichtbar. Vergrößerte und schmerzhafte Lymphknoten sind am oberen Hals-Kiefer-Bereich zu tasten. Der Nachweis von Streptokokken erfolgt über den Rachenabstrich. Nach überstandener Streptokokkeninfektion sind Antikörper im Blut nachzuweisen (Anti-Streptolysin-Wert). Die Dauer des Streptokokkeninfektes liegt bei 2-5 Tagen.

Wird der Streptokokkenbefall verschleppt oder zu spät behandelt, können sich die Erreger eine Entzündung in den Gelenken, dem Herzen und anderen Organen hervor rufen. Daraus ergeben sich folgende Komplikationen: Rheumatisches Fieber, Abszessbildung, Herzmuskelentzündung, akute Nierenentzündung


Behandlung zu Streptokokken

Nach Untersuchung der Mundhöhle erfolgt die Diagnosestellung durch Inspektion und Abtasten. Hier ist eine ursächliche Therapie (Bekämpfung der auslösenden Bakterien) möglich.
Die Streptokokkeninfektion kann mit Penicillin gut behandelt werden. Dadurch kann späten Komplikationen vorgebeugt werden. Bei Penicillinunverträglichkeit stehen andere Antibiotika zur Verfügung.

Prognose:
Durch eine schnelle Diagnostik und die Antibiotikabehandlung ergibt sich eine gute Prognose der Erkrankung. Auch wenn man sich durch das Antibiotikum besser fühlt, sollte das Penicillin bis zur letzten Dosis aufgebraucht werden, um keine Resistenzen zu entwickeln.

Bei häufigen Streptokokkeninfektion der Rachenmandeln kann eine Entfernung sinnvoll sein.

Selbsthilfe zu Streptokokken

Ein Arztbesuch ist bei dieser Infektion unbedingt nötig, da eine Antibiotikabehandlung unumgänglich ist.
Um die Selbstheilungskräfte zu unterstützen, wird Bettruhe und viel Flüssigkeitsaufnahme empfohlen. Um die Krankheitskeime besser bekämpfen zu können, muss die Schleimhaut feucht gehalten werden. Dazu eignet sich Gurgeln mit Salbei- oder Kamillentee. Auch Halswickel können Linderung bringen.

Links zu Streptokokken

Landeshauptstadt Kiel
Amt für Gesundheit
 Informationsbroschüre zu Streptokokken

Autor: Bauer, Jana29.06.2012

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