Sindbis-Fieber

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Wissen zu Sindbis-Fieber

Das Sindbis-Fieber ist eine Infektionskrankheit, die von Viren ausgelöst wird. Der Krankheitserreger kommt vor allem in Südafrika, im Mittleren Osten, in Ostasien, Russland und Australien vor. Mit Zugvögeln konnten sich die Viren ausbreiten, sodass sie bisher im östlichen Mittelmeerraum und in Sizilien nachweisbar waren. In Schweden und Finnland ließ sich der Erreger ebenfalls bereits seit einiger Zeit finden und seit dem Jahr 2009 auch in Deutschland.
Hierzulande kamen die Viren in mindestens drei Stechmückenarten vor, durch die sie auch verbreitet werden. Für das Sindbis-Fieber existieren noch andere Bezeichnungen: "Occkelbo'sche Krankheit", "Pogosta" und "Karelisches Fieber".
Das Virus wurde 1952 erstmalig an Mücken nachgewiesen, die in Sinbis nahe Kairo vorkommen. Eine Infektion muss keine Symptome verursachen, meistens bekämpft das Immunsystem die Viren erfolgreich.

Ursachen

Zugvögel sind das Reservoir der Viren. Überträger der Viren (Togaviren) sind nachtaktive Mücken. Die Infektion eines Menschen ist für andere Menschen nicht ansteckend.

Diagnose zu Sindbis-Fieber

Das Virus lässt sich durch eine Blutuntersuchung auf Antikörper nachweisen. Jedoch können das nur wenige Laboreinrichtungen und meistens ist weder der Nachweis noch eine Behandlung notwendig.

Symptome

Drei bis sechs Tage nach dem Mückenstick kann es zu folgenden grippeähnlichen Beschwerden kommen:
Mit dem Fieber kann auch ein Hautauschlag, besonders an Fußsohlen und Handflächen, entstehen.

Behandlung zu Sindbis-Fieber

Die Krankheit verursacht oft keine oder geringe Beschwerden, sodass keine Behandlung notwendig ist. Bei hohem Fieber oder stärkeren Schmerzen sind fiebersenkende Medikamente oder Schmerzmittel vom Typ der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen möglich.

Prognose

Die Infektion ist meist harmlos und Komplikationen treten kaum auf.

Selbsthilfe zu Sindbis-Fieber

Den besten Schutz vor Mücken gewährleisten Insektenschutzmittel (Repellentien) sowie eine bedeckende Kleidung. Auch Insektenschutzgitter sowie Moskitonetze dienen der Vorbeugung von Mückenstichen. Eine Impfung gegen die Infektion gibt es nicht und ist auch nicht nötig, da die Erkrankung nicht gefährlich ist.

Links zu Sindbis-Fieber

Informationen des Robert Koch Instituts
http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/Steckbriefe/Steckbriefe_120606.pdf?__blob=publicationFile
http://edoc.rki.de/documents/rki_fv/re0s2lfTZMdM/PDF/21ASDWAx2bUlfc.pdf
Autor: Hofmann, Julia05.12.2016

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