Schuppen bei Hautkrankheiten

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Wissen zu Schuppen bei Hautkrankheiten

Schuppen kennen die meisten Menschen als Kopfschuppen. Sporadisch macht die Hälfte der Erwachsenen Erfahrung damit, aber auch Kinder können Kopfschuppen haben. Zudem können Schuppen auch an anderen Körperstellen oder im Gesicht entstehen. Grundsätzlich sind Schuppen Ausdruck der Hauterneuerung. Unter der für andere sichtbaren Schuppung leiden die meisten Betroffenen. Oft handelt sich bei Kopfschuppen um eine harmlose Erscheinung, hinter einer vermehrten Schuppenbildung an Kopf- und Körperhaut können aber auch Krankheiten stecken.

Ursachen
Ursache von Schuppenbildung ist die Hauterneuerung. Die oberen alten Hautzellen werden abgestoßen. Zugrunde kann eine harmlose Reizung und Austrocknung der Haut liegen. Aber auch verschiedene Erkrankungen gehen mit einer Schuppenbildung einher:
Neurodermitis: Die auch als atopische Dermatitis oder atopisches Ekzem bezeichnete Krankheit beginnt häufig bereits im Kleinkindalter. Die Haut an bestimmten Körperstellen, vor allem im Gesicht und an den Beugeseiten von Gelenken entzündet sich immer wieder. Die Haut ist trocken, rot und verdickt. Eine erbliche Veranlagung spielt eine Rolle.
Schuppenflechte: Bei der auch als Psoriasis bezeichneten chronischen Erkrankung entstehen immer wieder rote schuppende Hautveränderungen am Körper, aber auch auf dem Kopf. Eine erbliche Veranlagung liegt vor.
Seborrhoisches Ekzem: Bei der auch als seborrhoische Dermatitis bezeichneten Krankheit bestehen gelblich rote Herde und Ablagerungen auf der Gesichtshaut und auf dem Kopf. Bereits Babys und kleine Kinder weisen diese Form des Ekzems auf (Kopfgneis). Ursache ist vermutlich eine erhöhte Talgproduktion. Das Ekzem kehrt immer wieder und ist anlagebedingt.
Pilzinfektionen: Auch ein Befall oder ein übermäßiges Wachstum von Pilzen begünstigt die Schuppenbildung.
Fischschuppenkrankheit: Die auch als Ichthyosis vulgaris bezeichnete Erbkrankheit geht mit trockener Haut und Schuppenbildung einher. Zugrunde liegt eine Verhornungsstörung der Haut. Die Krankheit tritt bereits in der frühen Kindheit aus.
Schuppung bei oder nach Infektionskrankheiten: Auch nach einigen Krankheiten wie Scharlach kann sich die Haut vermehrt schuppen.





Diagnose zu Schuppen bei Hautkrankheiten

Der Arzt erkennt häufig bereits am äußeren Erscheinungsbild, ob es sich um harmlose Schuppen handelt oder eine bestimmte Erkrankung. Um eine Pilzinfektion der Haut nachzuweisen, ist möglicherweise ein Hautabstrich nötig. Um eine Schuppenflechte (Psoriasis) nachzuweisen, kann eine Biopsie der Haut notwendig sein.

Symptome
Die meisten Erkrankungen mit Schuppenbildung gehen mit einer
  • Rötung
  • mehr oder weniger Juckreiz
  • Hauttrockenheit
einher. Möglich ist auch Haarausfall. Seltener findet sich eine Schuppenbildung auf fettiger Haut.
Durch Kratzen können nässende Wunden entstehen, die verschorfen. Auch kann es durch eine Verletzung der Haut zu Infektionen der Haut kommen.

Behandlung zu Schuppen bei Hautkrankheiten

Die Behandlung der Schuppen richtet sich immer nach der Ursache.
Größere an der Haut haftende Schuppen lassen sich medikamentös ablösen. Lokal angewendete Acetylsalicylsäure ist ein wirksames Ablösemittel. Geringe Entzündungen lassen sich häufig bereits mit einer pflegenden Wundcreme beseitigen. Schwerere Entzündungen, sofern sie nicht auf bakteriellen Infektionen beruhen, werden vorüberhend mit kortisonhaltigen Cremes und Zubereitungen behandelt. Bakterielle Entzündungen lassen sich mit Antibiotika behandeln.
Die Schuppenbildung auf fettiger Haut und bei vermehrter Talgproduktion lässt sich mit entfettenden Shampoos und Pflegeprodukten begegnen. Bei einer Pilzinfektion wirken Antipilzmittel, bei einer Überwucherung des Kopfes mit einem auch normalerweise auf der Haut befindlichen Pilz (Pityrosporum ovale) wirken spezielle Haarshampoos aus der Apotheke.
Bei Neurodermitis und Schuppenflechte spielt die Pflege der trockenen Haut eine große Rolle. Bei akuten Krankheitsausbrüchen helfen spezielle Medikamente und Kortison.

Selbsthilfe zu Schuppen bei Hautkrankheiten

Vermehrte Schuppung, vor allem mit Entzündungen und Krustenbildung, sollte man immer medizinisch abklären. Bei Schuppenbildung auf trockener Haut hat die Hautpflege mit milden und rückfettenden Substanzen eine große Bedeutung. Auch sollte man die Haut nicht zu großer Hitze, etwa durch Sonne oder Haarefönen aussetzen, denn dies trocknet die Haut weiter aus.

Links zu Schuppen bei Hautkrankheiten

Deutscher Psoriasis Bund e.V.
Seewartenstraße 10
20459 Hamburg
Tel. 0 40/ 22 33 99 0
Fax 0 40/ 22 33 99 22
E-mail: info@psoriasis-bund.de
http://www.psoriasis-bund.de/

Psoriasis Selbsthilfe Arbeitsgemeinschaft e.V. (PSOAG)
Schmitzweg 64
13437 Berlin
Telefon und Fax: 030 / 61 28 30 90
E-Mail: info@psoriasis-selbsthilfe.org
http://www.psoriasis-selbsthilfe.org/

Psoriasis und Haut e.V. (P&H)
Untere Wiesenstr. 17
32120 Hiddenhausen
Telefon 05221/1879709
Telefax 05221/1879784
E-Mail: info@pso-und-haut.de
http://www.pso-und-haut.de/

Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen
Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF)
Ubierstr. 20
40223 Düsseldorf
Telefon: (+49 211) 31 28 28
TeleFAX: (+49 211) 31 68 19
Leitlinie zur Therapie der Psoriasis vulgaris

DermIS Dermatology Information System
Universitätsklinikum Heidelberg - Abteilung Klinische Sozialmedizin und
Universitätsklinikum Erlangen - Hautklinik
http://www.dermis.net/Psoriasis vulgaris
Autor: Hofmann, Julia12.01.2012

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