Salmonellen-Erkrankung

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Wissen zu Salmonellen-Erkrankung (Salmonellose)

Salmonellen-Infektionen werden durch Bakterien der Enterobacteriaceae ausgelöst, es gibt rund 2500 verschiedene Erreger. Die meisten Salmonellen verursachen Magen-Darm-Infektionen (Salmonellosen). Aber auch die Erreger des Typhus und Paratyphus gehören zu den Salmonellen.

Übertragung
In den meisten Fällen werden Salmonellen durch den Verzehr befallener Lebensmittel übertragen. Risiken stellen rohes oder nicht ausreichend erhitztes Fleisch dar (Geflügel-, Rind- und Schweinefleisch), Fisch, Krustentiere, Hühnereier und Nahrungsmittel, die rohes Ei enthalten (Mayonnaise, Speiseeis).
Außerdem Gewürze, Trockenmilch, fettreiche Lebensmittel (Käse, Schokolade, Aal, Salami) sowie alle Lebensmittel, die mit den Erregern direkt oder indirekt in Verbindung kommen, zum Beispiel auf Schneidebrettern, auf denen zuvor infizierte Lebensmittel bearbeitet wurden, oder durch Fliegen, die Keime von Fäkalien auf Lebensmittel übertragen.
Auch Trinkwasser kann von Salmonellen befallen sein, dies gilt vor allem für Länder mit schlechten hygienischen Bedingungen. Salmonellen vermehren sich sehr schnell bei Raumtemperatur, selbst im Kühlschrank ist eine Vermehrung möglich. Tiefgefroren sterben sie nicht ab. Es gibt auch indirekte Übertragungswege, beispielsweise durch das Streicheln eines Haustieres mit anschließendem Kontakt zu Lebensmitteln. Reptilien sind besonders häufig von Salmonellen befallen. Eine direkte Ansteckung bei einem Erkrankten ist selten.

Diagnose zu Salmonellen-Erkrankung (Salmonellose)

Der Arzt nimmt eine Stuhl- und eine Blutprobe zum Nachweis der Erreger. Zur sicheren Diagnose werden die Erreger im Labor kultiviert. Außerdem überprüft der Arzt den Grad der Dehydrierung (Austrockung) aufgrund des Durchfalls und Erbrechens.

Symptome

Die Inkubationszeit dauert nur wenige Stunden bis maximal drei Tage. Dann beginnt die Salmonellose mit plötzlich auftretendem, starkem Durchfall und/oder Erbrechen. Oft tritt Fieber mit Schüttelfrost auf, bei heftigem Verlauf auch Bauchkrämpfe.
Folgende Symptome können ebenfalls auftreten:
  • Gelb-grau belegte Zunge
  • Hautausschlag auf dem Bauch
  • Geschwollene Milz
  • Langsamer Herzschlag
  • Breiförmiger Stuhl im Wechsel mit Verstopfung.
Vor allem bei Babys, Kindern und Senioren ist Vorsicht wegen des Wasserverlustes geboten! Es gibt Fälle, in denen sich eine Salmonelleninfektion nicht durch Symptome bemerkbar macht.

Behandlung zu Salmonellen-Erkrankung (Salmonellose)

Meist ist keine spezifische Behandlung notwendig und der Körper besiegt die Bakterien alleine. Wichtig ist der Ausgleich des Flüssigkeitshaushaltes, verlorene Salze und Mineralien sollten durch spezielle Ernährung und Trinklösungen wieder zugeführt werden.
Bei Risikogruppen wie Säuglingen, Kleinkindern, Senioren und immungeschwächten Personen kann eine Salmonellose allerdings einen schweren Verlauf nehmen und bedarf gegebenenfalls einer Behandlung durch Antibiotika.

Prognose

Nach ein bis zwei Tagen sind die Krankheitsbeschwerden überstanden. Doch auch nach der Genesung scheiden Menschen, die an Salmonellen erkrankt waren, noch einige Zeit Erreger aus.
In schweren Fällen kann es zu Komplikationen wie Darmblutungen, Darmgeschwüren bis zum Darmdurchbruch, Lungenentzündung, Gallenblasenentzündung, Leberentzündung und Herzmuskelentzündung kommen.
Wer an Salmonellen erkrankt war, ist kurzfristig gegen eine neue Erkrankung des gleichen Erregers geschützt.
Da es aber mehrere Tausend verschiedener Erreger gibt, schützt eine überstandene Infektion nicht vor Neuerkrankungen. Aus dem gleichen Grund ist auch eine Impfung nicht möglich.

Selbsthilfe zu Salmonellen-Erkrankung (Salmonellose)

Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung einer Salmonellen-Erkrankung:
  • Durcherhitzen von Lebensmitteln sind die beste Vorsorge
  • Alle Lebensmittel, die Salmonellen enthalten können, gehören in den Kühlschrank
  • Hackfleisch sollte am Tag der Herstellung verarbeitet werden
  • Rohe Lebensmittel sollten getrennt von zubereiteten Speisen aufbewahrt oder weiterbearbeitet werden
  • Rohkost sollte immer vor dem Verzehr gründlich unter fließendem Wasser gewaschen werden, da sich durch Verschmutzung Erreger auf der Oberfläche befinden können
  • Beim Auftauen von tiefgefrorenem Fleisch fangen Sie das abtropfende Wasser in einer Schüssel auf und entsorgen es. Waschen Sie die Schüssel und Ihre Hände anschließend gründlich
  • Wenn Sie rohes Fleisch verarbeiten, reinigen Sie das Messer und Schneidebrett anschließend gründlich, bevor Sie andere Lebensmittel darauf legen
  • Händewaschen nach dem Toilettengang, vor dem Essen und nach dem Kontakt mit Haustieren.

Daten/Fakten zu Salmonellen-Erkrankung (Salmonellose)

Salmonellose ist eine meldepflichtige Erkrankung. Auch der Verdacht muss durch den Arzt beim Gesundheitsamt gemeldet werden. Wer in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Pflegeheimen oder in Lebensmittelbetrieben arbeitet, darf auch bei dem Verdacht auf Erkrankung nicht arbeiten.

Links zu Salmonellen-Erkrankung (Salmonellose)

Ratgeber des Robert-Koch-Instituts für Ärzte über Salmonellose:
Robert Koch-Institut
Nordufer 20
13353 Berlin
Robert Koch Institut - Ratgeber Salmonellose
Autor: Volkner, Angela03.08.2014

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