Pfeiffersches Drüsenfieber

WissenDiagnoseBehandlungSelbsthilfeLinks

Wissen zu Pfeiffersches Drüsenfieber (infektiöse Mononukleose).

Das Pfeiffersche Drüsenfieber ist eine häufige Viruserkrankung, die meistens bei älteren Kindern und jungen Erwachsenen auftritt. Das so genannte Epstein-Barr-Virus (EBV) wird per Tröpfcheninfektion übertragen, also durch Niesen, Husten, aber auch durch direkten Austausch von Speichel. Deshalb wird die Erkrankung auch „Kissing Disease“ (Kusskrankheit) genannt. Das Epstein-Barr-Virus gehört zu den Herpesviren. Das Virus befällt die Schleimhäute von Mund, Nase und Rachen sowie eine bestimmte Gruppe der weißen Blutkörperchen, die B–Lymphozyten. Daher kommt der Name Mononukleose. Es kommt zu Fieber und Lymphknotenschwellungen. Auch Milz und Leber können während der Krankheitsaktivität anschwellen.
Die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit beträgt circa ein bis zwei Wochen. Bei Erwachsenen vergehen oftmals sechs bis acht Wochen bis zu ersten Krankheitszeichen. Das Epstein-Barr-Virus ist noch Monate nach Abklingen der Symptome im Speichel zu finden, was bedeutet, dass sich Personen, die noch nicht immun sind, diese ganze Zeit über anstecken können. Die Infektion mit dem Virus führt in der Regel zu lebenslanger Immunität, das heißt, jeder kann die Krankheit bei intaktem Immunsystem nur einmal im Leben bekommen.

Diagnose zu Pfeiffersches Drüsenfieber (infektiöse Mononukleose).

Die Diagnose kann durch das klinische Bild und einen bestätigenden Bluttest erfolgen. Häufig wird das Pfeiffersche Drüsenfieber jedoch nicht erkannt, was vor allem an den unspezifischen Symptomen wie Leistungsminderung und ausgeprägter Müdigkeit liegt, die oftmals zuerst eintreten und lange Zeit vor der Lymphknotenschwellung bestehen können.

Bei Säuglingen und vor allem Kleinkindern kann eine infektiöse Mononukleose auch mal beschwerdefrei bleiben.

Symptome
  • Fieber
  • Ausgeprägtes Krankheitsgefühl
  • schmerzhafte Lymphknotenschwellungen am Hals, im Nacken oder auch am ganzen Körper
  • Schwellung von Milz und Leber
  • Mandelentzündung
  • Halsentzündung
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit (kann viele Wochen lang anhalten)

Bei der Untersuchung des Rachens fallen weiße bis graue Beläge auf den Mandeln auf.

Um eine Mononukleose sicher von einer Mandelentzündung (eitrige Angina tonsillaris) zu unterscheiden, kann ein Bluttest erfolgen. Dabei werden Antikörper gegen das Epstein-Barr-Virus nachgewiesen.
Eine sehr hohe Zahl an Leukozyten (weißen Blutkörperchen) ist dabei auch häufig zu sehen. Mit einem Blutausstrich kann man einen hohen Anteil an ungewöhnlich aussehenden weißen Blutkörperchen feststellen, die so genannten mononukleären Zellen. Die Leberwerte können ebenfalls erhöht sein.

Bei neu aufgetretener Lymphknotenschwellung mit Abgeschlagenheit und Müdigkeit sollte unbedingt ein Arzt zur weiteren Abklärung aufgesucht werden, um andere Infektionserkrankungen wie beispielsweise Toxoplasmose oder auch einen bösartigen Tumor wie das maligne Lymphom auszuschließen.

Behandlung zu Pfeiffersches Drüsenfieber (infektiöse Mononukleose).

Es gibt keine Therapie gegen das Epstein-Barr-Virus, aber mit bestimmten Medikamenten können die Beschwerden gelindert werden. Dazu gehören Schmerz- und fiebersenkende Mittel.
Es ist besonders wichtig auf Schonung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten!

Sollte es zu Komplikationen kommen, was sehr selten ist, wird mit Kortison behandelt; z.B. bei einer Hirnentzündung (Enzepahlitis) oder einer infektionsbedingten Anämie (Blutarmut).

Prognose
In der Regel heilt das Pfeiffersche Drüsenfieber innerhalb von wenigen Wochen ohne Probleme aus.

In seltenen Fällen kann es zu Komplikationen kommen:

Bei Betroffenen, die eine HIV-Infektion haben oder durch einen anderen Grund immungeschwächt sind (z.B. nach Organtransplantation), kommt es unter Umständen zu folgenden seltenen Komplikationen:
  • bösartige Tumore im Nasen-Rachen-Raum
  • Tumore der Lymphknoten (B-Zell-Lyphom, Burkitt- Lymphom)
  • gutartige Tumore am Zungenrand (Haarzellleukoplakie)

Selbsthilfe zu Pfeiffersches Drüsenfieber (infektiöse Mononukleose).

Da die Infektiöse Mononukleose durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen wird, besteht die Möglichkeit der Vorbeugung darin, Körperkontakt zu Erkrankten zu meiden. Besonders küssen sollte man nicht!

Bedenken muss man aber auch, dass noch Wochen nach der Erkrankung Viren mit dem Speichel übertragen werden können. Isoliert werden müssen Betroffene jedoch nicht.

Ist man selbst an Pfeifferschem Drüsenfieber erkrankt, muss man sich unbedingt schonen und vor allem bei Fieber sehr viel trinken.

Links zu Pfeiffersches Drüsenfieber (infektiöse Mononukleose).

Literaturarbeit
Pfeifferschen Drüsenfieber / Infektiöse Mononukleose
Petra Margosch
C.O.E. Europäisches Colleg für Osteopathie
Literaturarbeit

International Services Company
12, route de Longwy
L - 8080 Bertrange
http://pfeiffersches-drüsenfieber.com/
Autor: Krack, Vanessa07.11.2014

Quellenangabe für Zitate

Inhalte dieser Webseite dürfen für kommerzielle und nichtkommerzielle Zwecke ohne Rückfragen auszugsweise zitiert werden. Bedingung dafür ist die Einrichtung des folgenden Links als Quelle des Zitates: