Makula-Degeneration (AMD)

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Wissen zu Makula-Degeneration (AMD)

Die Makula, der Punkt des schärfsten Sehens im Auge, ist ein 1,5 Millimeter großer Bereich der Netzhaut mit Millionen Sinneszellen. Die Makula Lutea, auch "gelber Fleck" genannt, ist für kontrastreiche Bilder und das Farbensehen zuständig.

Makula-Degeneration
Bei älteren Menschen, die unter einer starken Beeinträchtigung der Sehfähigkeit leiden, ist eine Makula-Degeneration (AMD) oft die Ursache. In der Bundesrepublik gibt es laut Schätzungen bis zu zwei Millionen Betroffene. Die Ursache dafür liegt in der Schädigung der Netzhaut, was sich in einer Beeinträchtigung beim Lesen und Erkennen von Gegenständen in der Mitte des Blickfeldes äußert, wobei die Sehfähigkeit außerhalb der Makula nicht beeinträchtigt ist.

Folgende beiden altersbedingten Makula-Degenerationen treten auf:
  • Die trockene Form: Fast Zweidrittel der Patienten, die eine altersbedingte Makula-Degeneration aufweisen, leiden unter dieser trockenen Form, die sich nur sehr langsam entwickelt.
  • Die feuchte Form: Die Degeneration, unter der rund 15 Prozent der Patienten leiden, ist für eine Mehrzahl schwerer Sehstörungen verantwortlich. Diese sich schnell entwickelnde Makula-Degeneration basiert auf krankhaft veränderten Blutgefäßen im Makulabereich, aus denen Flüssigkeit und auch Blut austreten und in das benachbarte Netzhautgewebe vordringen.
Tritt die altersbedingte Makula-Degeneration zunächst an einem Auge auf, stellen sich ähnliche Sehbeeinträchtigungen innerhalb weniger Jahre auch beim anderen Auge ein.

Diagnose zu Makula-Degeneration (AMD)

Eine Makula-Degeneration lässt sich anhand unterschiedlicher Untersuchungen diagnostizieren:
  • Mit der Ophtalmoskopie wird der Augenhintergrund auf mögliche organische Veränderungen untersucht.
  • Eine Untersuchung mit der Sehtafel gibt Aufschluss über die Fähigkeit des Scharfsehens. Optische Wahrnehmungen am Amsler- oder auch Gittertest lassen Rückschlüsse auf den Grad der degenerativen Netzhautveränderung zu. Liegt beispielsweise eine Makula-Degeneration vor, kann die zentrale Sehschärfe des Auges ganz oder teilweise verloren gehen. Hierbei ist lediglich die Mitte der Netzhaut betroffen, wobei das Gesichtsfeld zu allen Seiten hin erhalten bleibt.
  • Damit der Augenarzt entscheiden kann, welche Behandlung bei der feuchten Makula-Degeneration durchgeführt werden soll, wird er eine Farbstoffuntersuchung vornehmen, auch Fluoreszenzangiographie genannt. Auf diese Weise lässt sich das ganze Ausmaß der Membran- und Gefäßneubildung exakt bestimmen. Dem Patienten wird ein spezieller Farbstoff in die Armvene gespritzt. Dieser tritt, am Auge angekommen, aus den neuen brüchigen Gefäßen in der Neovakularisationsmembran aus und zeigt dem Arzt an, in welchem Umfang eine Schädigung vorliegt.

Symptome

Die Sehschärfe kann bei einer Makula-Degeneration deutlich beeinträchtigt und insbesondere beim Lesen oder anderen alltäglichen Aktivitäten bereiten beispielsweise gerade Linien, die verbogen erscheinen, Schwierigkeiten. Betroffene nehmen im Zentrum ihres Sehfeldes einen verzerrten, verschwommenen oder gar dunklen Fleck wahr, der ein Zeichen für den Ausfall des zentralen Sehvermögens ist.

Behandlung zu Makula-Degeneration (AMD)

Die Behandlungsmöglichkeiten der altersbedingten Makula-Degeneration sind stark begrenzt. Zum Einsatz kommen häufig vergrößernde Sehhilfen um gerade im Anfangsstadium ein ausreichendes Lesevermögen aufrecht zu erhalten. Ungewünschte Gefäßneubildungen können mit einem Laser behandelt werden. Im fortgeschrittenen Stadium kann ein chirurgischer Eingriff Vitrektomie die fortschreitende Verringerung des Sehvermögens verlangsamen und unter Umständen aufhalten. Verlorenes Sehvermögen kan in der Regel nicht wiederherstellt werden.

Die Entwicklung spezieller Medikamente zielt darauf ab, eine Neubildung krankhafter Blutgefäße in der Netzhaut zu verhindern. Die Gefäße sondern eine Flüssigkeit ab, die die Makula schädigen. Mediziner arbeiten daran, ein Mittel zu entwickeln, das die Wachstumsfaktoren an den Kapillaren in der Netzhaut hemmen soll.
   

Prognose

Eine Makula-Degeneration ist eine Augenerkrankung, die sich kontinuierlich entwickelt, wobei der zeitliche Ablauf nicht prognostiziert werden kann. Patienten müssen nicht eine Erblindung fürchten und können sich nach wie vor in Räumen orientieren. Doch besteht die Gefahr, im Verlauf der Krankheit die Lesefähigkeit zu verlieren. Noch gelten die genauen Ursachen als unbekannt, sodass aktuell keine Kausaltherapie zur Verfügung steht.

Selbsthilfe zu Makula-Degeneration (AMD)

Vermutlich haben Ernährungsgewohnheiten einen Einfluss auf die Entwicklung des Krankheitsbildes. Auch das Rauchen und ein hoher Blaulichtanteil, wie im Sonnenlicht, stehen im Verdacht eine Makuladegeneration zu begünstigen. Gesicherte Erkennisse gibt es bis heute allerdings nicht.

Links zu Makula-Degeneration (AMD)

SOS Augenlicht e.V.
Postfach 13 18
53894 Mechernich
Tel: 02443 - 901 364
Fax: 02443 - 902 9323
E-Mail: info@makuladegeneration.org
http://www.makuladegeneration.org/

Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA)
Tersteegenstr. 12
40474 Düsseldorf
Tel: 0211 - 430 37-00
Fax: 0211 - 430 37-20
eMail: bva@augeninfo.de
http://www.augeninfo.de/patinfo/amd.pdf
Autor: Albrecht-Sierleja, Astrid27.07.2014

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