Knochenentzündung und Knochenmarkentzündung

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Wissen zu Knochenentzündung und Knochenmarkentzündung (Osteomyelitis, Ostitis)

Bei der Knochenentzündung und Knochenmarkentzündung handelt es sich fast immer um eine bakterielle Infektion des Knochengewebes und/oder des Knochenmarks. Infektionen mit Viren oder Pilzen sind sehr selten. Je nachdem, welche Anteile des Knochens betroffen sind, spricht man bei Infektionen der äußeren Anteile des Knochens von Osteitis, bei Infektionen des inneren Anteils des Knochens, dem Knochenmark, von Osteomyelitis. Es gibt verschiedene Formen der Entzündung:
  • Bei der exogenen Infektion gelangen Bakterien von außen, etwa durch Operationen, Verletzungen und Unfälle in den Knochen.
  • Bei der endogenen Infektion stammt der Erreger aus einem Infektionsherd im Körper. Diese Form der Knochenmark-entzündung kommt vor allem bei Kindern vor.
Eine rasche Behandlung von Knocheninfektionen ist nötig, weil sich die Entzündung ausbreiten kann, sodass große Anteile des Knochens zerstört werden. Allerdings ist die Behandlung oft schwierig und langwierig.

Ursachen

Entzündungen des äußeren Knochens enstehen meist durch eine Verbindung des Knochens nach außen. Durch Verletzungen oder Operationen gelangen Bakterien zum Knochen und führen dort zu einer Infektion. Eine Knochenmarkentzündung entsteht meist aufgrund der Verschleppung eines Keims aus einer entfernteren Infektionsquelle über die Blutbahn. Vom Knochenmark ausgehend können sich auch äußere Anteile des Knochens infizieren.

Diagnose zu Knochenentzündung und Knochenmarkentzündung (Osteomyelitis, Ostitis)

Die Symptome können bereits auf eine Erkrankung des Knochens deuten. In der körperlichen Untersuchung sind möglicherweise Schwellung, Überwärmung oder Eiterbildung am betroffenen Knochenabschnitt zu erkennen. Eine Ultraschalluntersuchung (Sonografie) zeigt Veränderungen von Knochen, Gelenken und Weichteilgewebe. Die Röntgenuntersuchung dient der Darstellung des Knochens. Genauere Darstellungsmöglichkeiten bieten Computertomografie (CT) und Magnetresonanzuntersuchung (MRT). Entzündungen lassen sich zudem mit einer Punktion und Untersuchung des gewonnenen Materials sowie mit einer Blutuntersuchung und dem Anlegen einer Kultur im Labor nachweisen. Hiermit lassen sich die verursachenden Bakterien bestimmen.

Symptome

Entzündungen äußerer Knochenanteile können sich mit lokalen Beschwerden bemerkbar machen:
  • Schmerzen
  • Rötung
  • Überwärmung
  • Schwellung
  • Eiterbildung.
Entzündungen des Knochenmarks gehen meist von einer anderen Infektion, etwa der Mandeln oder der Ohren aus. Möglich ist eine akute und chronische Erkrankung. Die akute Erkrankung verursacht plötzlich auftretende Allgemeinbeschwer-den:
  • Müdigkeit
  • Fieber
  • Gelenkschmerzen, Gliederschmerzen.
Im Vordergrund chronischer Entzündungen stehen Schmerzen und Funktionseinschränkungen.

Behandlung zu Knochenentzündung und Knochenmarkentzündung (Osteomyelitis, Ostitis)

Die Bekämpfung der Infektion ist mit verschiedenen Behandlungsmaßnahmen möglich. Hochdosierte Antibiotika bekämpfen verursachende Bakterien gezielt. Hat sich die Entzündung bereits ausgedehnt, kann eine Operation mit Entfernung des infizierten Gewebes notwendig sein. Ist durch die Wunde die Stabilität des Knochens zu stark beeinträchtigt, muss Knochengewebe verpflanzt oder das körpereigene Knochenwachstum angeregt werden. Eine Ruhigstellung des betroffenen Körperteils ist notwendig. Daneben erhalten Betroffene Schmerzmedikamente.

Prognose

Individuelle Faktoren wie das Alter des Patienten, zusätzliche Erkrankungen und Art des Kranheitserregers bestimmen die Prognose. Bei früher Diagnose und gezielter Therapie heilt die Knochenentzündung meist folgenlos aus. Gelingt die Bekämpfung der Infektion nicht ausreichend, kann es zu einer chronischen Entzündung kommen, die meist operativ behandelt werden muss. Bei großer Ausdehnung der Entzündung kann eine Amputation nötig werden.

Selbsthilfe zu Knochenentzündung und Knochenmarkentzündung (Osteomyelitis, Ostitis)

Knochentzündungen lässt sich nur begrenzt vorbeugen. Vor und bei Operationen sollten Hygienemaßnahmen vor Infektionen schützen. Eine vorbeugende Antibiotikatherapie vor Operationen hat das gleiche Ziel. Infektionen in anderen Körperbereichen wie Mandelentzündung (Tonsillitis) oder Ohrenentzündungen (Mittelohrentzündung Otitis media) sollten ausreichend behandelt werden, damit Bakterien nicht in den Knochen gelangen können.

Links zu Knochenentzündung und Knochenmarkentzündung (Osteomyelitis, Ostitis)

Springer Gesundheit:
http://www.springergesundheit.de/Knochenentzündung und Knochenmarkentzündung
Autor: Hofmann, Julia27.07.2014

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