Herpangina bei Baby und Kind

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Wissen zu Herpangina bei Baby und Kind

Die Herpangina ist eine Infektionskrankheit, die vor allem bei Kindern vorkommt. Die Kinder leiden unter Halsschmerzen mit Schluckbeschwerden, Kopfschmerzen und Fieber, das bis 40 Grad Celsius betragen kann. Verursacher der Herpangina sind sogenannte Coxackie-Viren, deren verschiedene Typen auch andere Krankheiten wie die Hand-Fuß-Mund-Krankheit auslösen. Es kommt zu einer bläschenbildenden Schleimhautentzündung. Die Herpangina wird auch vesikuläre Pharyngitis oder Zahorsky-Krankheit genannt. Die Erkrankung tritt gehäuft im Sommer und Herbst auf. In Kindergärten und anderen öffentlichen Einrichtungen ist ein epidemieartiges Auftreten möglich.
Es handelt sich um eine lokale Infektion des Gaumens und Halses. Herpangina ist bis zur Abheilung ansteckend, sie dauert jedoch meist nur einige Tage bis zu maximal zwei Wochen an und heilt in der Regel komplikationslos ab. Häufig ist eine Behandlung nicht notwendig.
In schweren Fällen können symptomlindernde Maßnahmen und Medikamente helfen. Bedeutsam ist das Beobachten des Trink- und Essverhaltens der Kinder. Denn eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist bei ihnen besonders wichtig.

Ursachen

Auslöser der Erkrankung sind Cocksackie-A-Viren. Infizierte Kinder scheiden die Viren mit dem Stuhl aus, sodass sich andere Personen über eine sogenannte Schmierinfektion anstecken. Möglich ist aber auch eine Infektion über Tröpfchen, denn das Nasen- und Rachensekret ist hochansteckend. Zwischen der Ansteckung und dem Auftreten der ersten Symptome vergehen zwei bis sechs Tage.

Diagnose zu Herpangina bei Baby und Kind

Das Erscheinungsbild der Erkrankung und die typischen Symptome des Kindes lassen bereits eine Diagnose zu. Ein Virusnachweis aus dem Stuhl oder dem Rachen ist grundsätzlich möglich, aber normalerweise nicht nötig.

Symptome

Die Erkrankung beginnt mit:
Hinzu kommen möglicherweise Übelkeit, Appetitlosigkeit und Bauchschmerzen sowie eine allgemeines Krankheitsgefühl. An den Schleimhäuten des Mundes, des Gaumens und der Mandeln bilden sich grau-weißliche kleine Bläschen, die sich in offene Geschwüre verwandeln. Die Geschwüre sind schmerzhaft und führen möglicherweise zu eingeschränkter Nahrungsaufnahme und Trinkschwäche. Diese kann besonders bei Babys und kleinen Kindern eine Behandlung nötig machen.

Behandlung zu Herpangina bei Baby und Kind

Die Behandlung dient der Linderung der Beschwerden.
Zum Einsatz kommen:
  • fiebersenkende Medikamente
  • Mundspülungen
  • Halstabletten zum Lutschen.
Daneben sind Bettruhe und Schonung bedeutsam. Bei starken Schmerzen und Schluckbeschwerden empfiehlt sich weiche Nahrung, etwa pürierter Brei oder Suppe.

Prognose

In der Regel heilen die Schleimhautgeschwüre innerhalb von zwei Wochen folgenlos ab. Es kann jedoch zu einer zusätzlichen Infektion mit Bakterien kommen, die eine Antibiotikabehandlung notwendig macht. In seltenen Fällen nehmen die Kinder so wenig Flüssigkeit zu sich, dass eine Infusionsbehandlung nötig ist.

Selbsthilfe zu Herpangina bei Baby und Kind

Leiden Kinder unter Appetitlosigkeit oder starken Schluckbeschwerden, sollte besonders auf weiche und flüssige Nahrung geachtet werden. Vielen Kindern helfen auch kühle Tees und Flüssigkeiten, während Obst und Obstsäfte sowie Gewürze zu einem Brennen führen können.

Daten/Fakten zu Herpangina bei Baby und Kind

Vor allem im Spätsommer und Frühherbst erkranken Kinder unter sieben Jahren an Herpangina.

Links zu Herpangina bei Baby und Kind

Andreae-Noris Zahn AG (ANZAG):
Solmsstraße 25
60486 Frankfurt am Main
http://www.gesundheit.de/Herpangina
Autor: Hofmann, Julia10.09.2015

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