Hepatitis E

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Wissen zu Hepatitis E

Hepatitis E ist eine durch eine Virusinfektion verursachte Leberentzündung, welche in Südostasien, Zentralafrika und Mittelamerika verbreitet ist. Infizierte Deutsche haben die Infektion in der Regel im Ausland erworben. Übertragen wird das Virus mittels Erregeraufnahme über den Mund durch verunreinigtes Wasser und Lebensmittel. Auch Wildtiere, Schweine und Krebse hierzulande tragen das Virus häufig in sich. Eine Übertragung ist aber die absolute Ausnahme.
Entscheidend sind die Hygienestandards in Ländern mit Übertragungsrisiko. In diesen Ländern infizieren sich oftmals bereits Kinder. Bei Hepatitis E handelt es sich um eine akute Verlaufsform der Leberentzündung, die symptomarm ist und fast immer von selbst ausheilt. Gefährdet sind Personen mit medikamentöser Unterdrückung des Immunsystems (Immunsuppression) und schwangere Frauen. Letztere weisen in bis zu 20 Prozent der Fälle einen sehr schweren Verlauf mit Leberkoma und tödlichem Ausgang auf.

Ursachen

Insbesondere zwei Typen des Virus lösen beim Menschen eine Leberentzündung aus. Andere Typen finden sich nur bei Tieren und sind für Menschen nicht gefährlich.

Diagnose zu Hepatitis E

Häufig fehlen Symptome, weshalb oft erst durch eine Blutuntersuchung zufällig eine Störung der Leberfunktion zutage tritt. Im Blut zeigen sich Erhöhungen der Leberwerte. Um den Verdacht auf Hepatitis E zu bestätigen, ist eine Untersuchung auf spezifische Antikörper nötig, die nach der Infektion gebildet werden. Direkt nach der Ansteckung ist auch ein Nachweis im Stuhl möglich.

Symptome

Nach einer Inkubationszeit von 15 bis 75 Tagen kann es zu uncharakteristischen Beschwerden und Symptomen kommen:
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Fieber
  • Gelbsucht mit Gelbfärbung von Haut, Schleimhaut und Augenweiß, hellem Stuhl und dunklem Urin.
Viele infizierte Personen weisen aber keine Beschwerden auf, sodass die Erkrankung möglicherweise unbemerkt bleibt. Mit einer Ausheilung ist in der Regel nach ein bis zwei Wochen zu rechnen.

Behandlung zu Hepatitis E

Eine Behandlung ist meist nicht notwendig. Bei starken Beschwerden lassen sich jedoch Symptome lindern. Vorsicht ist jedoch im häuslichen Umfeld geboten. Hygienemaßnahmen helfen, Übertragungen zu verhindern. Eine ursächliche Behandlung existiert bislang nicht.

Prognose

Schwere Verläufe von Hepatitis E kommen bei bis zu 20 Prozent der Schwangeren vor. Besonders im letzten Drittel der Schwangerschaft sind sie gefährdet. Die Ursache dafür ist allerdings unbekannt. Gefährdet sind darüberhinaus Personen mit medikamentös unterdrücktem Immunsystem. Bei allen anderen Menschen heilt die Erkrankung in der Regel folgenlos ab.

Selbsthilfe zu Hepatitis E

In Gebieten der Erde mit Infektionsgefahr ist es wichtig:
  • Abgekochtes Wasser zu trinken, besser ist abgepacktes Mineralwasser
  • Kein ungeschältes Obst und Gemüse zu essen
  • Kein rohes oder nicht durchgegartes Fleisch zu verzehren.
Schwangere sollten darüberhinaus den Kontakt zu Personen mit Hepatitis E meiden.

Daten/Fakten zu Hepatitis E

Jährlich werden in Deutschland bis zu 30 neue Infektionsfälle von Hepatits E registriert.

Links zu Hepatitis E

Roche Deutschland Holding GmbH
Emil-Barell-Str. 1
79639 Grenzach-Wyhlen
http://www.hepatitis-care.de

MSD SHARP & DOHME GMBH
Lindenplatz 1
85540 Haar
Tel: 089 - 45 610
Fax: 089 - 460 10 10
http://www.hepatitis.de/

Deutsche Leberhilfe e.V.
Luxemburger Str. 150
50937 Köln
Tel: 0221 - 28 299-80
Fax: 0221 - 28 299-81
Mail: info@leberhilfe.org
http://www.leberhilfe.org/
Autor: Hofmann, Julia31.07.2015

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