Hammerzehe

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Wissen zu Hammerzehe

Die Hammerzehe ist eine häufige Diagnose, die als Fehlstellung der Zehen auftritt. Im Grundgelenk ist die Zehe überstreckt, während sie im Endgelenk gebeugt wird. Diese hammerartige Deformation gibt der Fehlbildung den Namen. Vielfach tritt diese Fehlstellung vor allem bei Menschen jenseits der Altersgrenze von 40 Jahren zusammen mit anderen Deformalitäten des Fußes auf. Dazu können der Hallus Valgus und der Spreizfuß gehören. In der Regel tritt die Erscheinung des Hammerzehs am zweiten, dritten und vierten Zeh auf, wobei in hartnäckig verlaufenden Fällen auch ein Überlagern von Zehen zu beobachten ist. Der sogenannte flexible Hammerzeh kann in seine normale Position zurückgeführt werden. 

Ursachen

Fachleute führen die Hammerzehe vielfach auf nicht geeignetes Schuhwerk zurück. Schuhe, die im Vorderteil zu schmal verlaufen oder generell zu klein sind, können die Entwicklung zur Hammerzehe begünstigen.

Diagnose zu Hammerzehe

Der Hammerzeh lässt sich schnell und zweifelsfrei diagnostizieren. Über ein Röntgenbild lassen sich verschleißbedingte Veränderungen an den Gelenken, mögliche Verschiebungen wie auch die Stellung der Gelenke zueinander deutlich aufzeigen.   

Symptome

Die Hammerzehe, die auch als Zehendeformalität der End- und Grundgelenke bezeichnet wird, bereitet insbesondere beim längeren Gehen Schmerzen. Die Verformung führt dazu, dass Druckstellen zwischen der Hammerzehe und dem Schuhwerk entstehen. Schmerzhafte Hühneraugen und Reizungen führen nicht selten zu chronischen Schmerzen. Wird eine Diagnose frühzeitig gestellt, können auch Spreizfußeinlagen zu einer Schmerzlinderung beitragen, während bei einem fortgeschrittenen Krankheitsverlauf nur noch ein operativer Eingriff Abhilfe schafft.

Behandlung zu Hammerzehe

Die Hammerzehe kann, insbesondere in einem frühen Stadium, durch spezielle Einlagen und Bandagen korrigiert werden. Eine dauerhafte Linderung kann der Betroffene jedoch nur von einem operativen Eingriff erwarten. Wurde eine eindeutige Indikation zur chirurgischen Therapie gestellt, werden meist zwei unterschiedliche Operationsvarianten durchgeführt, zu denen die Umstellungsosteotomie zu den am häufigsten durchgeführten Techniken gehört. Hierbei wird ein kleiner Hautschnitt über dem Zehengrundgelenk vorgenommen. Schräg verlaufend wird ein Knochenschnitt am Kopf des Mittelfußknochens durchgeführt, um einen Knochenkeil entnehmen zu können. Auf diese Weise wird eine Verkürzung am Zehenskelett erzeugt, die zum Begradigen des Zehs führt. Mit einer kleinen Schraube wird der durchtrennte Teil des Mittelfußknochens positioniert.   

Prognose

Das Zehengrundgelenk muss im Anschluss an den operativen Eingriff über einen Zeitraum von wenigstens vier Wochen in einem speziellen Vorfußentlastungsschuh stabilisiert werden. Mit einem operativen Eingriff nach Hohmann wird mit einem Hautschnitt über dem Zehengelenk das Köpfchen entfernt, um mit einem Draht eine Stellungskorrektur durchzuführen, der rund zehn Tage zur Fixierung beiträgt und im Anschluss daran wieder entfernt wird.
Wundheilungsstörungen, Blutungen oder Infektionen können den Erfolg der Operationen schmälern. Eine erneut auftretende Fehlstellung ist auch dann möglich, wenn der Betroffene nach wie vor falsches Schuhwerk benutzt.

Selbsthilfe zu Hammerzehe

Sollten sich erste Anzeichen zeigen, die auf einen möglichen Hammerzeh hinweisen, muss der Betroffene den Sitz seiner Schuhe überprüfen. Zu schmale oder hochhackige Schuhe, die den vorderen Teil des Fußes weiter nach vorn schieben und somit die Beweglichkeit weiter einschränken, sind durch bequemes Schuhwerk auszutauschen. Wer sich zu einem operativen Eingriff entschlossen hat, muss den Anweisungen des Behandlers Folge leisten und auch die verordnete Krankengymnastik wahrnehmen. Wann der Fuß wieder wie gewohnt belastet werden darf, wird im Einzelfall entschieden.

Vorsorge

Das passende Schuhwerk kann dazu beitragen, eine schmerzende Hammerzehe zu verhindern. Modische Details wie High-Heels und extrem spitz verlaufende Schuhe begünstigen die Fehlstellung. Zur Fußgesundheit trägt in jedem Falle häufiges Barfußgehen bei. Auch Sandalen, die sich flexibel in der Weite verstellen lassen, wirken einer Hammerzehe effizient entgegen.

Links zu Hammerzehe

Gesellschaft für Fußchirurgie e.V. (GFFC)
Gewerbegebiet 18
82399 Raisting
Tel: 08807 - 949 244
Fax: 08807 - 949 245
Mail: info@gffc.de
http://www.gffc.de
http://www.gesellschaft-fuer-fusschirurgie.de/kleinzehenfehlstellungen.html
Autor: Albrecht-Sierleja, Astrid24.07.2015

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